Die ABS-Einheit sitzt üblicherweise ziemlich zentral im Motorrad, das ist meistens unter der Sitzbank oder wo auch immer an zentraler Stelle Platz ist. Die Leitungen dorthin sind bereits als Stahlrohre ausgeführt, welche z.B. unter dem Tank in Halteklipsen verlaufen. Sobald es beweglich werden muss, also im Bereich von Schwinge oder Gabel sind Übergangsstücke angeschraubt, welche die Stahlrohe auf der einen Seite und die beweglichen Gummischläuche auf der anderen Seite miteinander verbinden.
Die Ausdehnung der Gummischläuche unter Druck ist sehr gering, die der Stahlflex so gut wie nicht vorhanden. Der gefühlte Unterschied im Druckpunkt ist wohl eher subjektiv. Vielleicht würde ich, wenn ich die Schläuche auf Grund eines Defekts auswechseln würde, auch auf Stahlflex übergehen. Vielleicht würde ich es auch tun, wenn ich was für die Optik machen wollte. Aber eine bessere Bremswirkung zu erzielen ist quatsch, auch mit (intakten) normalen Leitungen bekommt man die Kiste sicher zum Stehen. Keiner soll mir erzählen, dass es relevant wäre, ob man bei einer Notbremsung den Hebel einen Millimeter weiter oder kürzer ziehen muss bis das ABS regelt. Zum regeln bekommt man es auf jeden Fall und mehr Bremsleistung geht sowieso nicht, egal mit welchen Leitungen. Die Geschichte mit Stahlflex ist eine Mischung zwischen Placebo und optischem Tuning. Aber optisches Tuning machen wir ja alle und wer das Geld übrig hat, kann es auch in Stahlflex-Leitungen investieren, warum nicht...
Gruß, Martin
Klopapier bitte beidseitig benutzen, der Erfolg liegt auf der Hand ....
Hallo Jungs,
ich will bestimmt kein Korinthenkacker sein. Jedoch kann mir keiner erzählen, daß der Unterschied zwischen Stahlflex und Gummi nicht zu merken ist. Bei den neuen Maschinen habe ich jetzt gelernt ist der Anteil an Gummileitungen geringer, als bei den alten Böcken (das ist meine Welt). Da wird auch mit PKW-Technik gearbeitet und feste Stahlleitungen verwendet. Da muss ich zugeben, ist der Effekt nur noch auf die kleinen Gummianteile anzuwenden. Und je kleiner der Anteil, um so kleiner der Effekt. Bei den alten Böcken hat eine Leitung für das Vorderrad jedoch eine Länge von 80 bis 100 cm. Da wird das ganze interessant. Man muss auch den E-Modul in Betracht ziehen. Hier mal die Materialeigenschaften:
Stahl 210,0 kN/mm2
Kautschuk 0,1 kN/mm2 maximal
Polyester 5,0 kN/mm2 maximal
Da liegen Welten zwischen dem verstärkten Gummi und Stahlflex. Ausserdem frage ich mich momentan, warum eigentlich die Reifenindustrie von Diagonalreifen mit Gewebeverstärkung auf Radialreifen mit Stahlverstärkung umgestiegen ist. Sogar im Moppedbereich?? Das hat wohl was mit der Festigkeit zu tun. Aber die Industrie versucht halt mit dem günstigsten Preis hin zu kommen. Ich erlebe das die ganze Woche, da ich als Ingenieur für Daimler, Porsche, BMW, Audi Projekte mache. Die wollen alle nur das Billigste und kein Geld ausgeben. Also wird weiter Gummi verwendet, weil es halt funktioniert. Natürlich funktioniert Gummi, es hat aber Alterungserscheinungen und Stahlflex funktioniert besser.
Jetzt halte ich meinen Mund
Grüße
Thorsten
Dem Ingenör is nix zu schwör......Sachen gibt´s......![]()
Gruß
maikel
Varadero-Fahrer + SF-Pfleger
Hi,
ich sehe das ähnlich wie Thorsten.
Habe ja oben schon geschrieben, jeder wie er mag.
Wenn ich dann den schwammigen Druckpunkt der CBF mit den beiden anderen Moppeds mit Stahlflex vergleiche, hoffe ich noch, dass nach dem Austausch der Druckpunkt der Honda auch etwas besser wird.
Den härtesten Druckpunkt hat die Q ohne jegliches ABS-Geraffel.
Trotzdem möchte ich das ABS nicht mehr missen.
Gruß von
Jürgen us Kölle
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