Wir befüllen den Vorratsbehälter bis zur Maximum-Markierung
mit neuer Bremsflüssigkeit gemäß Herstellerangabe (s.o.).
Nun einen Ringschlüssel auf die Entlüftungsschraube stecken,
einen Klarsichtschlauch auf das Ventil geben und ein säurefestes
Gefäß unter den Schlauch stellen. Entlüfterschraube
eine halbe Umdrehung öffnen. Bremshebel bzw. -Pedal 3 mal
pumpen und bei gezogenem Hebel die Entlüftungsschraube
wieder schließen, den Hebel erst dann wieder loslassen. Dieser
Vorgang wird unter Beachtung des „MAX/ MIN“-Levels im
Vorratsbehälter so lange wiederholt, bis keine Luftblasen im
Schlauch mehr erkennbar sind. Leichtes Klopfen auf Schlauch
und Verteiler mit einem Schraubendrehergriff kann helfen, die
Luft aus dem System zu treiben. Das „MIN“-Level im Behälter
darf zu keiner Zeit unterschritten werden – rechtzeitig nachfüllen!
Selbiges ggf. am zweiten Bremssattel wiederholen. Falls
ein Bremssattel zwei Entlüftungsschrauben besitzt, muss auch
an der anderen Schraube entlüftet werden. Wenn sich trotz
vieler Versuche nach Schließen der Entlüfterschraube am
Hebel immer noch kein solider Bremsdruckpunkt ergibt, kann
es sein, dass etwas undicht ist, die Entlüftungsschraube zu
weit gelöst wurde oder eben doch ein Entlüftungsgerät benötigt
wird, weil sich Restluft im System hartnäckig festgesetzt
hat. Klappt’s, nehmen wir die Endbefüllung des Bremsflüssigkeitsbehälters
bis zum „MAX“-Level vor, legen die Gummimanschette
auf und montieren den Deckel.Eine abschließende
Bremsen-Funktionskontrolle im Stand ist ein absolutes Muss.
Nach kurzem Leerweg sollte ein guter Druckpunkt fühlbar sein,
bevor der Hebel den Lenker berührt. Und dann: Fröhliches
Anbremsen …
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