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CB 750C - quasi kein Leerlauf vorhanden! Vergaserproblem!?
Hallo Bol d'Or-Gemeinde,
habe mir letztens eine 81er RC06 zugelegt. problem mit der maschine: es ist kein leerlauf einstellbar!
ich kann die Leerlauf-Schraube drehen wohin ich will. entweder die drehzahl des motors sinkt langsam und kontinuierlich immer weiter ab, bis die maschine von allein ausgeht, oder die "leerlauf"-drehzahl stellt sich bei sagenhaften 3000 bis 4000 U/min ein.
sicherlich ist dieses problem dadurch verschuldet, dass das Motorrad leider runde zehn jahre mit vollen schwimmerkammern unbenutzt da stand! Vergaser wurden aber schon ultraschall gereinigt.
Leider bin ich persönlich nicht ganz so bewandert, was diese Keihin-Vergaser angeht. Meine bisherige Erfahrungen mit Vergasern beschränken sich leider auf Simson S51 und VW Golf2-Vergaser. Bis jetzt konnte ich aber schon verdammt viel über diese vier Keihin-Fabrikate lernen und es macht auch einen heiden Spass sich mit diesen Dingern auseinander zu setzen! Also hoffe ich auf eure rege Unterstützung und das ihr mir hoffentlich viele meiner Fragen beantworten könnt!
Aufgrund der oben beschriebenen Symptome vermute ich einfach, dass die beiden kleinen Bohrungen und dazugehörigen Kanäle im Bereich der Drosselklappe vollkommen dicht sind. Diese beiden Bohrungen müssten ja den kraftstoff für den Leerlauf bereitstellen (so vermute ich zumindest). Um herauszufinden, ob diese Bohrungen und dazugehörige Kanäle wirklich komplett zu sind, habe ich die Schwimmerkammern ausgebaut und die 68er Düse (das müsste die Sekundärdüse sein, oder?) mit Druckluft beaufschlagt. Den Gummistopfen über bzw. unter der Leerlaufdüse (da sitzt doch die Leerlaufdüse unter dem Gummistopfen, oder?) habe ich gegen gehalten, sodass er durch die Druckluft nicht weg geblasen wird. Dann habe ich Wasser über die beiden kleinen Bohrungen im Bereich der Drosselklappe getan. Dadurch konnte ich feststellen, dass die Druckluft nicht durch die beiden Bohrungen entweicht! und das bei allen vier Vergasern! (ich habe bis zu 5 bar durchgepustet)
Was bedeutet das nun? Bekommen meine Vergaser wirklich keinen Sprit für den Leerlauf? 
Wenn der Kanal zu diesen Bohrungen zu ist, dann heißt das ja auch, dass die Leerlauf-Gemisch-Regulierschraube (LGRS) keinen Kraftstoff in den Ansaugtrakt rein lassen kann, oder? Als die Vergaser noch eingebaut waren hatte ich alle vier LGRS komplett rein gedreht (also maximales Mager-Gemisch gefahren) und dann einmal 3,5 Umdrehungen alle 4 LGRS herausgedreht. ich konnte keinen Unterschied feststellen im Laufverhalten des Motors. Auch konnte ich keinen Unterschied in der Färbung des Abgases, noch in dem Geruch des Abgases, bzw auch nicht mehr oder weniger Fehlzündungen feststellen.
Darin sehe ich einen weiteren Indiz, dass die Kanäle zu den Bohrungen für den Leerlauf komplett zu sind!
Wie seht ihr das ganze? Hatte vor, den Vergaser nocheinmal ultraschallen zu lassen! Was meint ihr dazu?
schonmal vielen Dank im Voraus für eure Antworten!
Danke+Grüße,
Klaus
P.S.: die Vergaser laufen synchron.
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Erfahrener Benutzer
Sprit von Schwimmerkammer in Motor im Leerlauf :
Durch die 68er Düse, dann durch die Querbohrung hinein in die Bohrung unter dem Gummistoppel. Dann nach oben...
Weiter oben in der Bohrung wo der Gummistoppel drauf ist sitzt eingepresst die Leerlaufdüse. Durch die Leerlaufdüse durch, vorbei an einer T Abzweigung, von wo bei gewissen Betriebszuständen Luft vom Aircutventil dazugeblasen wird, geht es weiter zur Gemischregulierschraube, an der du das Leerlaufgemisch dann dosieren kannst.
Knackpunkt an dem System ist die eingepresste Leerlaufdüse, die auf eine Länge von 1mm so dünn ist , dass nur z.B eine Litze von einem Zündkabel durchgeht. Diese Leerlaufdüsenbohrung ist bei mir an einem Gaser auch durch Ultraschall nicht freigeworden. Hab dann mit einer Litze eines Zündkabels gewerkt. Durchgang der Leerlaufdüse hab ich so überprüft : Öl in Bohrung der Leerlaufdüse, dann bei Gemischregulierschraubenbohrung oder bei Bohrung bei Aircut (die, welche schräg nach unten geht) hineinblasen und schauen ob sich das Öl vor der Leerlaufdüse verflüchtigt.....
Viel Spass
Grüsse Hs
PS : dazu müssen die Gaser natürlich ausgebaut sein, auseinandergenommen und Aircut und Gemischregulierschraube ausgebaut..
Geändert von hondaschlumpf (13.08.2011 um 21:58 Uhr)
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Super Erklärung! Danke! Das mit der Leerlaufdüse werde ich gleich morgen testen!
Weiß jemand, wofür die beiden Bohrungen im Bereich der Drosselklappe da sind?
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Erfahrener Benutzer
Die untere kommt von der Gemischregulierschraube, die seitliche gibt bei "Gas zu" den Unterdruck zur Gummimembran weiter, die öffnet und lässt Luft zu besagtem T-Abzweig nach der LL- Düse.
Bewirkt meiner Meinung nach eine Art Schubabschaltung, weil dann ja reine Luft zur Gemischregukierschraube kommt..
Grüsse Hs
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Ich habe hier mal ein Bild von den zwei bohrungen (deren Funktion/Nutzen mir unklar ist) hochgeladen. Die zwei rot eingekreisten meine ich. Ich hoffe man kann es erkennen, weil gar nicht so einfach das zu fotographieren...
14082011094__Forum.JPG
werde dann auch gleich mal als nächstes die Methode von hondaschlumpf anwenden um die Dichtheit der LL-Düse zu kontrollieren.
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Neuer Benutzer
Die beiden Bohrungen (Bypassbohrungen) dienen dem weichen und gleichmäßigen Übergang zwischen Leerlauf (Drosselklappe geschlossen) und dem Einsatz der Primärdüse. Die beiden Bohrungen bekommen Sprit noch von der Leerlaufdüse Erst wenn die Drosselklappe weiter geöffnet ist, beginnt die Primärdüse zu arbeiten. Wir die Drosselklappe noch weiter geöffnet wird der Gasschieber durch Unterdruck betätigt und das Sekundärsystem setzt ein.
Leerlauf-und Bypass sind dann außer Gefecht.
Geändert von RC01BLAU (26.12.2011 um 13:27 Uhr)
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