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Thema: Bremsenrubbeln vorne

  1. #1
    Neuer Benutzer Avatar von Ziegelfrank
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    Standard Bremsenrubbeln vorne

    Hallo,
    habe eine SC 01 von 1980 mit den Einkolbenschwimmsätteln.
    Wurde 2010 nach 10 Jahren Standzeit erworben. Leider sämtliche Bremssättel/-Kolben fest.
    Ist alles wieder gerichtet. Die Bremsbeläge habe ich gegen Louis Saito getauscht. Leider sehr unbefriedigende Bremsleistung, die auch immer weiter abnahm.
    Daher nach 1200 km gegen Lucas getauscht. Jetzt deutlich mehr Biß vorne. Hinten noch Saito drin, Bremsleistung da ok,
    Was auch mit den Lucas nicht weg ist, ist, insbesondere bei langsamer Fahrt, das Gefühl, das beim Bremsen die Scheiben an einem Punkt ölig sind und die Bremse einfach durchrutscht. Das ist ein rythmisches Gefühl. Habe die Scheiben ausgiebig gereinigt (Verdünnung und Bremsenreiniger) leider keine Besserung. Einen Seitenschlag der Scheiben kann ich mit einfacher optischer Prüfung nicht sehen.
    Hat von euch noch wer einen Tip?

    Danke!

  2. #2
    beware the jubjub bird Avatar von Afrikaans
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    Standard Seitenschlag

    Einfache optische Prüfung ist suboptimal, nicht wahr?

    Nach meiner laienhaften Meinung reichen schon zehntel Millimeter
    um das Rubbeln auszulösen.

    Jedenfalls war das bei einer unserer Maschinen so.

    Manchmal muss man einfach die Fünf im Dorf lassen.
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  3. #3
    Boldurist Avatar von BikerBär
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    besonders bei den Einkolbenbremsen, möge man mich steinigen, aber im letzten Jahrhundert hatte ich das auch mal bei der RC01, nachdem ich auf Doppelkolbenbremsen von der SC01 umgebaut hatte, war das weg.

    Bitte das einfordern von empirischen Beweisen unterlassen, ich kann nur sagen was war, wer´s zu erklären sucht, vertut die Zeit

  4. #4
    Board Wiki Avatar von Sangalaki
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    möglicher Weise hat die Scheibe unter der langen Standzeit etwas gelitten.
    Das heißt, das an der Stelle, an der jahrelange der Belag mit der Scheibe in Kontakt war, sich der Reibkoeffizient der Scheibe verändert hat.

    Sprich, Feuchtigkeit hält sich unter den Belägen länger und greift über die Jahre die Scheibe an... sie wir an der Stelle minimal rauher...
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  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von hondaschlumpf
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    Hab im Frühjahr eine SC01-FA neu zusammengebaut mit Belägen aus meinem Lager. Bremsleistung war anfangs trotz Stahlflex nahe Null. Nachdem ich auf ebener Strecke mehrere Passabfahrten simuliert habe, hat sich die Bremsleistung immer mehr gesteigert, bis sie letztendlich sehr gut war.

    Die Doppelscheibe ist bei normalen Bremsmanövern unterfordert und kommt nicht auf Betriebstemperatur, so dass Öl- Benzin- Wasseranteile im Belag nicht vergasen. Ebenso erhält die Scheibe bei zu schonender Fahrweise nicht die optimale Struktur...

    Grüsse Hs

  6. #6
    Neuer Benutzer Avatar von Ziegelfrank
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    Danke für die Antworten!
    Möchte noch folgendes zu meinem Problem ausführen:
    1. Vorderradfelge incl. montierter Scheiben habe ich auf einen statischen Wuchtbock montiert und Seiten- und Höhenschlag ermittelt. Seitschlag Null, Höhenschlag der der Felge 1,5 mm. Lt. Honda sind bis zu 2 mm normal. Seitenschlag der Bremsscheiben nicht feststellbar. Mag aber sicherlich am Meßaufbau gelegen haben.
    2. Die Saito Beläge weisen keine mittlere Nut auf. Belag ohne Nut ist eigentlich nur im Hinterrad montiert. Die Bremswirkung stellte sich so einigermaßen nur nach mehreren starken Bremsmanövern ein. Beim Ausbau der Beläge war eine starke Ansammlung von Bremsstaub festzustellen. Mag u.U. an der fehlenden Nut und damit verbunden Reinigungswirkung liegen. Ferner weißen diese Beläge ein sehr punktuelles Tragbild auf, die sind nicht plan und liegen nicht vollständig an der Scheibe an.
    3. Die Scheiben weisen eigentlich kaum Riefen auf. Die Bolle hat auch wirklich erst 35.000 km auf der Uhr.
    4. Bei scharfer Fahrweise (was bei 31 Jahren Alter relativ ist) bessert sich die Bremswirkung und das Rubbeln läßt nach. bei zügigen Speed über die Landstraße geht die Bremse mit 2 Fingern. Stopper verlangen natürlich den vollen Zugriff. OK, daß ist keine 4 Kolben Zange - dennoch erstaunlich akzeptabel.
    5. Was nervt, ist das rythmische Durchrutschen im kalten Zustand.
    6. Habe aufgrund der Antworten aber Hoffnung, daß es sich mit weiteren Kilometern bessern wird.
    7. Der Wechsel auf Lucas Bremsbeläge war ein wirklicher Fortschritt.
    8. Weitere Anregungen zur Verbesserung gerne erwünscht - Möchte aber das Orginalerscheinungsbild der SC 01 aus dem 2. Baujahr erhalten, somit kein Umbau auf die Zweikolbenzange im Plan.

  7. #7
    ImWinterVisieroffenFahrer Avatar von Wichsi-der-Wichtel
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    du hast organische lucas beläge MCB54 drin, andere gibs ja indes eh nicht mehr von lucas...

    das nicht flächige tragbild ist normal. es dauert je nach fahrweise und qualität der beläge bis zu einigen hundert kilometern bis sie völlig tragen. was man dann tunlichst vermeiden sollte, eine "scharfe fahrweise" um die beläge einzufahren. grade bei den organischen. du läufst auch gefahr das sich auf den radius des tragenden teiles der bremsscheibe bezogen, durch ungleichmäßige wärmeeinleitung in die bremsscheibe, dieselbe verzieht. und das kann sogar schon dann passieren, wenn man nach scharfer fahrweise üder einigen sehr starken bremsungen an die ampel rollt und die bremse festhält. durch die ungleiche abkühlung kann es unter umständen auch schon zu einer leichten deformation kommen, oder was noch harmloser ist, sich bremsbelagmaterial oberflächlich in die scheibe brennen und eben so ein rubbelndes bremsgefühl vermitteln kann. letzteres verschwindet aber wieder weil es sich abreibt...

    also, normal sinnig fahren und warten das die bremsleistung mit der zeit zunimmt. lediglich "moderne" sinterbremsbeläge in erstausrüsterqualität verzeihen eher einen solchen umgang ohne wirklich sofort zu verglasen. wenn die beläge an diesen tragenden "punkten" glänzen sollten oder verdichtet aussehen, kannst du versuchen sie noch mal in den ursprünglichen zustand zu versetzen, falls die verglasungen noch nicht wirklich stark in den belag gehen und nur oberflächlich aufgeschmiert sind. man kann noch mal versuchen die beläge schön gleichmässig über 80iger schmirgel auf einer absolut ebenen fläche anzuschleifen, einer glasplatte z.b... wenn du diese beläge wirklich weiter fahren willst, musst du abstriche in der bremsleistung im kalten zustand in kauf nehmen. das ist normal. oder du guckst dir bremsbeläge raus die gesintert sind. aber von lucas gibs da nichts und ebc wäre da auch nicht wirklich zu empfehlen. von ferodo gibt es, glaube ich, sinterbeläge für deine möhre. ansonsten musst du halt bei deinem ABS (Anti-Brems-System) bleiben...

  8. #8
    Boldurist Avatar von BikerBär
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    Standard Doppelkolbensättel

    über kurz oder lang wird dir nix anders übrig bleiben als umzurüsten, die Teile für Einkolbensättel (im speziellen für die RC01) werden immer weniger und wie Wichtel schrieb, Bremsbeläge gibt´s nur noch organische, sinter wohl gar nimmer.
    Die Doppelkolbensättel wurden viel häufiger verbaut, musst nur mal die Typliste anschauen die beim Überholsatz aufgedruckt ist, hab zwar grad kein da, aber es ist einiges aufgelistet.

    Du möchtest aber ja original lassen, versteh ich auch, dann musst du entweder damit leben das die Bremswirkung "suboptimal" (copyright bei Diedaa) ist, oder du gehst den Weg der neu(en/wertigen) bzw. frisch plan geschliffenen Bremsscheiben.

    Wie schon geschrieben, ich stand damals auch vor der Wahl, hab die Doppelkolben draufgebaut und gut ist

  9. #9
    Standardgruppe für User Avatar von Ossibolle
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    ...selbst nach meinem Umbau auf gelochte Scheiben mit Sinterbelägen (Doppelkolben) hat es gut 500km gedauert bis die Bremsleistung zufriedenstellend war. Hab im normalen Fahrbetrieb ca.300-350km zurückgelegt und dann kam die Tour über den Großglockner...
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