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Thema: Leistungsabfall an meiner CBF 600 PC38

  1. #46
    Hajo Avatar von HJ.Burkhardt
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    Hallo zusammen!

    Ich habe mich eine lange nicht gemeldet, weil ich selten an meiner Maschine gewerkelt habe und auch nicht wirklich weiter gekommen bin.
    Inzwischen zerlege ich die Maschine im Schlaf, doch so ganz allmählich macht sich Verzweiflung breit, denn zu meinem Problem ist ein neues hinzu gekommen:

    Wie beschrieben habe ich die Vergaser zerlegt und gereinigt.
    Nach dem Einbau lief die Maschine unrund, synchronisieren hat nichts gebracht, wobei die mittlere Synchronschraube ein wahrer Sche... ist, sie ist fast nicht zu finden.
    Rauch, Qualm, stotter, der dritte Zylinder blieb kalt. Nachdem zeitgleich neue Kerzen drin sind, Kabel und Kerzen geprüft, versuchsweise eine Zündspule getauscht, nichts zu machen.

    Also Vergaser nochmals raus (geht inzwischen recht flott) und folgendes festgestellt:

    Vergaser 1: Hauptdüse liegt im Schwimmergehäuse!
    Vergaser 3: Weißer Belag und Dreck.

    Ich hatte mir Curil besorgt, um die Dichtungen der Vergaser wieder abzudichten, wie es ab Werk war.
    Curil ist NICHT Kraftstoff beständig! Es löst sich auf und zurück bleibt ein gelblich/weißes Pulver.

    Zudem habe ich in meinem Eifer ein Silikonfett für die O-Ringe im Wasserkreislauf verwendet (aus dem Heizungsbau).
    Wenn das Zeug auch an den Kraftstoffleitungen ist - davon gehe ich aus, dann gute Nacht.
    Jetzt werde ich die Vergaser nochmals komplett zerlegen und erneut ultra schallen.

    Typisches Beispiel für 'Verschlimmbessern'

    Ein Tipp für euch:
    Wenn ihr die Vergaser raus nehmen wollt, kommt ihr schlecht an die Bowdenzüge dran.
    Vergaser nach rechts oben herausziehen, dann kommt ihr von unten an die Nippel.
    Mit eine Spitzzange kann man sie dann leicht aushängen.
    Einbau umgekehrt.

    Nach links geht es nicht, weil das Kupplungsseil im Weg ist.

    Grüße an alle
    Hajo

  2. #47
    Muldensteher Avatar von DL1ZAM
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    Hallo Hajo,
    das klingt ein bisschen so als hättest Du Dir die Fallen alle selbst gestellt
    Normalerweise steht im WHB ja drin, welche Substanzen man an welcher Stelle einzusetzen hat. Wenn man sich dran hält, kann eigentlich nichts passieren.

    Und wenn die Hauptdüse ins Schwimmergehäuse fällt, hat sie jemand nicht richtig reingeschraubt...
    Gruß, Martin

    Klopapier bitte beidseitig benutzen, der Erfolg liegt auf der Hand ....

  3. #48
    Erfahrener Benutzer Avatar von Rastaman
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    Jo, da is der Zusammenbauer Schuld. Wenn man sowas aber schon mehrfach gemacht hat, schleicht sich leider zuviel Routine ein.

    Mir wäre fast mal die Befestigungsmutter des dritten Ansaugstutzens in den Zylinderkopf gefallen. Die Ventile standen offen und der Kram wäre vermutlich in den Brennraum durchgefallen. Wasn Glück dass ich den Zylinderkopf nicht runternehmen musste (Alternativ Zündkerze raus und fischen...oder den Motor ausbauen und rumdrehen bis es rausfällt ^^).

    Hat mich dann gelehrt auch in Eile (muss ja langsam fertig werden!) durchdacht zu arbeiten und vor allem direkt Lappen überall reinzustopfen, wo was reinfallen/rauslaufen könnte.


    Zu deiner Maschine: Wenn du die jetzt wieder gründlich zusammengebaut hast und Sie immer noch nicht richtig läuft, könnte auch schon der Verschleiß erste Spuren an den Brennräumen gelassen haben. Hast du häufig viel Schmodder im Luftfilterkasten bzw. der Kurbelgehäuseentlüftung?
    Wenn ja: Kolbenringe verschlissen, zuviel Blow-by und daher Druckaufbau im Kurbelgehäuse. Der Druck reisst dann Öl in den Luftfilterkasten mit.

    Andererseits könnten auch die Ventile (oder nur eins) nicht mehr richtig abdichten. Prüfung relativ einfach: Kurbelwelle so stellen dass nur das Auslaßventil offen ist (also irgendwo in den Auslaßtakt stellen).

    Dann Zündkerze raus und irgendeinen Rauch oder Dunst davor. Zigarette nur, wenn man vorher gründlich die Asche abgeklopft hat. Dann nen Staubsauger an den Auspuff (bischen mit Tape abdichten).
    Wenn jetzt der Rauch durchs Kerzengewinde in den Brennraum zieht, ist schonmal das Auslaßventil undicht. Prüfung beim Einlaß ähnlich, nur halt Staubsauger an den Luftfilterkasten und entsprechend abdichten.

    Der Rauch zieht recht gut sichtbar rein.


    Das aber nur, wenn wirklich nichts anderes hilft. Das komplette Gemischsystem ist weitaus anfälliger als Zündung und der Motor selbst.

    Gruß, Sascha
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  4. #49
    Muldensteher Avatar von DL1ZAM
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    Zitat Zitat von Rastaman Beitrag anzeigen
    Andererseits könnten auch die Ventile (oder nur eins) nicht mehr richtig abdichten. Prüfung relativ einfach: Kurbelwelle so stellen dass nur das Auslaßventil offen ist
    ....
    Dann Zündkerze raus und irgendeinen Rauch oder Dunst davor. Dann nen Staubsauger an den Auspuff (bischen mit Tape abdichten).
    Wenn jetzt der Rauch durchs Kerzengewinde in den Brennraum zieht, ist schonmal das Auslaßventil undicht.
    KaBIER ich gerade nicht. Wie willste bei einem geöffneten Auslaßventil prüfen, ob es dicht ist
    Gruß, Martin

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  5. #50
    Erfahrener Benutzer Avatar von Rastaman
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    Naja Bier war nicht Schuld, aber die Ventile müssen natürlich ZU sein ^^
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  6. #51
    Muldensteher Avatar von DL1ZAM
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    Tja, bei mir ist's in soonem Fall dann auch eher der Rotwein...
    Gruß, Martin

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  7. #52
    Hajo Avatar von HJ.Burkhardt
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    Ich lach mich tot!
    Einer haut auf meine Schmach noch drauf, die anderen treten einen Hund, der schon am Boden liegt!
    Was seid ihr bloß für Biker-Kumpels!
    Aber es freut mich wie Kleinkind, wenn ich etwas zur allgemeinen Feierabendbelustigung beitragen kann, immer gerne wieder, das Leben ist trist genug...

    Genug die Sau durch's Dorf gejagt:

    Das mit der Hauptdüse ist klar, ich habe sie nicht fest genug angezogen. Aber ganz sicher: Jetzt isse fest! (nach fest kommt ab...).
    Und aus den anderen Fehlern habe ich gelernt, wie das Zeugs funktioniert, war also auch nicht für die Katz'.
    Wenn einer seine Vergaser ausbauen will, kann er gerne zu mir kommen, das geht jetzt im Schlaf!

    Den Tipp mit den Ventilen würde ich doch eher durch eine ordentliche Kompressionsprüfung abändern.

    Verschleiß in den Brennräumen bei 48.000 Km? Wäre wohl eher ungewöhnlich.
    Ich drehe die Maschine zwar gerne mal aus, aber das kann ich mir nun wirklich kaum vorstellen - wir werden sehen.
    Ruß oder Schmodder gibt es im Luftfilterkasten nicht. Das Plastikteil am Ende der Kurbelgehäuseentlüftung ist auch absolut sauber.
    Ich habe mir logischerweise auch die Ventile vom PAIR angeschaut, auch die haben keine nennenswerte Beläge.
    Auch der Zylinderkopfdeckel ist innen sauber.

    Noch was:
    Ob Bier oder Rotwein - Sch...egal, Hauptsache es wird lustig!

    LG
    Hajo

  8. #53
    Muldensteher Avatar von DL1ZAM
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    Tjaja. Spass muss sein auf der Beerdigung (sagt mal ja so schön)....
    Aber mal was anderes, Du hast die Vergaser jetzt nochmal gereinigt, die Düse wieder eingeschraubt und es geht immer noch nicht gescheit?

    Kompressionstest ist natürlich eine gute Idee, es gibt Kompressionsprüfgeräte im einschlägigen Flachhandel und sie sind nicht mal sooo teuer. Ich weiss jedoch nicht, ob es dabei auch "Schrott" gibt. Was ist mit dem Ventilspiel, bei 48Tkm wäre eine Prüfung dran, ist das OK? Wenn ein Ventil zu wenig Spiel hat und nicht richtig schließt, kann das fatale Folgen haben.
    Gruß, Martin

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  9. #54
    Hajo Avatar von HJ.Burkhardt
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    Wie heißt's in Bayern?

    A scheene Leich is gwean, vial Leit' ham g'lacht!
    ...oder so.

    Also bislang steht die neuerliche Vollreinigung noch aus, werde vermutlich vor Freitag nicht dazu kommen, gebe euch aber gerne Bescheid.
    Ich werde den ganzen Krempel samt Benzinleitungen nochmals durch den Ultraschall lassen.
    Hilumar M habe ich mir heute besorgt, das sei wohl das richtige.

    Ventilspiel ist ok, die habe ich überprüft, alles innerhalb der Toleranz.

    p.s. Bin grad beim Rotwein!

  10. #55
    Hajo Avatar von HJ.Burkhardt
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    Hallo Leute, seid herzlich gegrüßt!

    Mein letzter Beitrag zu diesem Thema ist lange her, sorry dafür.
    Der Grund ist ein einfacher, es war bitterkalt, ich habe die Maschine zwar zusammengeschraubt und kurz laufen lassen, aber ich weiß erst seit heute, wie sie läuft.

    Lasst euch berichten:

    Nach meinem letzten Post habe ich die Vergaser nochmals komplett zerlegt und diverse Kleinigkeiten gereinigt.
    Vor allem die Siebe vor dem Schwimmerkammerventil scheinen sehr empfindlich zu sein, die waren ziemlich dicht. Das hatte ich bei der ersten Durchsicht nicht gesehen, erst unter dem Mikroskop fiel es auf.
    Als Dichtmittel für die Kammer habe ich diesmal Hilumar M (blau) verwendet. Das Zeug wird schnell fest und ist kraftstoffbeständig.

    Ausgiebige Probefahrt (knapp 100 Km bei schönem Wetter):
    Die Maschine springt gut an, stottert aber im Leerlauf.
    Gibt man Gas, hört das Stottern sofort auf und sie läuft super, auch das Loch bei Vollgas ist weg, egal bei welcher Drehzahl man Vollgas gibt.
    Geht man ganz vom Gas, beginnt das Stottern wieder. Die Synchronisation scheint zu stimmen, sonst würde sie nicht laufen wie Teufel.

    Ich habe jetzt den Verdacht, dass es sich um ein reines Problem im Leerlauf handelt.
    Die Leerlauf-Einstellschrauben wurden lt. WHB 2 1/4 Umdrehungen aufgedreht. Das ist vermutlich nur eine Grundeinstellung und bedarf der Justage.
    Aber wie? Gibt es da Anhaltspunkte, wie die 4 Schrauben eingestellt werden? Selbst wenn ich ein Abgasmessgerät hätte, habe ich 4 Schrauben und nur einen Auspuff als Messpunkt.

    Ach ja, und Ende des Monats sollte ich zum TÜV, deswegen wird's langsam eng.

    Liebe Grüße an alle
    Hajo

  11. #56
    Muldensteher Avatar von DL1ZAM
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    Das "Loch" bei Vollgas wäre ich auch gerne los. Meinst Du, es lag an den Sieben, Hajo?
    Gruß, Martin

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  12. #57
    Hajo Avatar von HJ.Burkhardt
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    Hi Martin,

    da bin ich mir ziemlich sicher, die Siebe sind extrem feinmaschig.
    Im Gegensatz zum Sieb im Tank geht da nichts durch.
    Ich frage mich allerdings, wozu die Siebe feiner sein müssen als die Düsen.
    Wenn was durch geht, dann verbrennt es doch, oder?

    Jedenfalls vermute ich, dass die Sieb das Grundproblem des Leistungsabfalls meiner Mashine waren.
    Wenn ich jetzt den Leerlauf wieder hinbekomme, bin ich die nächsten 48.000 Km glücklich...

  13. #58
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    Die Siebe müssen feinmaschiger als die Düsenöffnung sein, damit nichts in den Düsen stecken bleibt würde ich sagen. Aber ich hab keine Vergaser und noch keinen von innen gesehen.

    Dass du jetzt stottern im Leerlauf hast, ist nicht weiter verwunderlich. Deutet auf stark mageren Leerlaufbereich hin. Einfach ganz langsam schrittweise aufdrehen und gucken obs besser wird.
    Leider fettet man damit auch wieder den mittleren Lastbereich mit an, aber mit Glück fällt das nicht auf. Vorsicht: Nicht zu stark anfetten, sonst bleibt die Mühle irgendwann mit nassen Kerzen stehen und springt erstmal nicht wieder an. Sehr ärgerlich, wenn das am A**** der Welt passiert.

    Gibts wirklich 4 einzelne Leerlaufschrauben für jeden Zylinder? Ich dachte die wären über eine Welle alle verbunden.

    Dass die Maschine ordentlich zieht ist doch schon mal gut. Zum rumtuckern im Leerlauf ist der Motor eh nicht da ^^

    Gruß, Sascha
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  14. #59
    Hajo Avatar von HJ.Burkhardt
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    Hallo Sascha,

    ja, es gibt für die Gemischregulierung tatsächlich 4 Einstellschrauben.
    Das was du meinst ist die Leerlaufdrehzahl, die wird über die Welle geregelt. Dazu gibt es einen Drehgriff neben dem Choke.

    Das mit dem fetter stellen habe ich mir auch schon überlegt, aber man sollte einen Schraubendreher haben, der 90° abgewinkelt schrauben kann und etwa 40 cm lang ist.
    Ohn den kommst du nur an die beiden äußeren Schrauben dran, den gibt es von Honda, kostet schlappe 160 Euronen...

    Gruß
    Hajo

  15. #60
    Muldensteher Avatar von DL1ZAM
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    OK, Hajo, das issen guter Hinweis... Wenn ich sie im Juni wieder entdrossle muss ich da eh "ran" und bei dieser Gelegenheit werde ich mir die Siebe besonders ansehen. Da ich dann auch das Ventilspiel kontrollieren will, wird das sicher ein sehr nettes Wochenend-Programm, freue mich schon drauf, die Finger jucken schon
    Gruß, Martin

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