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Thema: CB 550 K3 - startet schlecht

  1. #1
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    Standard CB 550 K3 - startet schlecht

    Moin im Forum.

    Seit ein paar Monaten wohnt eine CB550K3 mit Beiwagen bei uns. Macht eine Menge Spaß, das Teil, wenn sie denn läuft. Sie springt immer schon schlecht an, außer an dem Tag, als wir sie kauften

    Na ja, bisher geprüft: Ventile: Spiel stimmt bestens. Kontakte: picobello, Zündzeitpunkt: ebenfalls (hatte auf zuviel Frühzündung getippt, stimmt aber statisch sehr gut. Prüflampe verwendet).
    So, nachdem Ventile und Zündung wohl ausscheiden bleiben noch die Versager. Bevor ich diese Wunder der Feinwerktechnik ausbaue noch eine Frage an die Gemeinde: gibt es noch andere Fehlerquellen, die ich vorher prüfen sollte? Es sind z.B. Kerzen NGK DR8DS eingebaut, es sollen laut Handbuch DR7DS (heute DR7ES) verwendet werden. Aber nur der etwas andere Wärmewert bringt ja wohl keine Startprobleme, oder doch? Jedenfalls gibts morgen neue.

    Wenn der Motor läuft, dann läuft er gut. Etwas mechanische Geräusche, aber noch im Rahmen. Leerlaufschraube muss bedient werden, da bei warmem Motor Drehzahl sonst an die 3.000 geht. Bei kühlerem Motor und ohne Choke geht sie aus, daher etwas mit der Leerlaufschraube angehoben, bis warm.

    Am Motor war schonmal jemand bei, da quillt überall so Silikonsch... raus. Na ja, vielleicht nächsten Winter

    Für sachdienliche Hinweise immer empfänglich, mit besten Grüßen
    Chris, R 80 RT
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  2. #2
    Standardgruppe für User Avatar von Shadow RC14
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    Aurich
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    Hast den Silikonschmodder auch an den Vergasern?

    Falls ja dann auseinandernehmen. Hatte ich bei der CBX550F die ich reparieren soll auch und da liefen die Vergaser unregelmäßig aus dem Überlauf über.
    Klar bei der Pampe die da drin war konnten die Schwimmernadeln nicht schließen. Auch der Motorlauf hat sich seitdem gebessert (abgesehen von der noch immer rasselnden Steuerkette)

    Ich tippe bei dir auf Dreck in den Vergasern bzw Feuchtigkeit / Wasser in den Schwimmerkammern.

    Vergaser aufmachen und alles schön sauber machen (wenns unbedingt sein soll auch Ultraschallen), hab ich mir bisher aber immer erspart. Bisher haben alte Zahnbürste und Druckluft ihr bestes gegeben und das reichte bisher auch.

    Also sauber machen und dann weiter sehen.

    Ach und ich arbeite auch öfter mal mit Dichtmasse wie z.B. Dirko HT usw aber alles im dezenten Rahmen. Hier hilft die Devise "Viel hilft viel" nicht wirklich. Eher soviel wie muss aber sowenig wie möglich.
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  3. #3
    Erfahrener Benutzer
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    Moin Shadow.

    Die Vergaser sind silikonfrei, soweit ich das von außen sehen kann. Da scheint nur am Motor an Originaldichtungen gespart worden zu sein. Die senile Bettflucht hat mich heute Morgen in den Schuppen getrieben und ich habe mal einen Kerzenstecker durchgemessen: die üblichen 5kOhm Widerstand. Schade nur, das die Kerzen ebenfalls solche mit Widerstand sind (DR8ES eingebaut, soll D7ES). Ich kann mir gut vorstellen, das hier schon mal ein guter Grund ist, warum die so schlecht anspringt. Leider machen die einschlägig bekannten Ersatzteilhändler erst gegen 9.30 Uhr auf, so das Ersatzkerzen bzw. die richtigen erst später eingebaut werden können. Batteriekasten ist auch gerade ausgebaut, kann also noch bis morgen dauern, das ich mal einen Startversuch wage. Falls sie sich dann immer noch ziert werden wohl die Vergaser rausmüssen.

    Besten Dank für deine Hinweise. Sprit läuft klar und trocken, also wasserfrei, aus den Schwimmerkammern. Das Leerfahren der Vergaser vor der heimischen Garage ist leider bei den letzten Fahrten entfallen, da der Benzinhahn sehr schwergängig ist - noch eine Baustelle. Na ja, so ein 31 Jahre altes Teilchen darf schon seine Zipperlein haben.

    An Dichtmasse hab ich bisher nur Curil T an einem CBF500 (PC26) eingesetzt, sehr sparsam auf der Kurbelgehäusenaht. Hatte da mal einen CB125er Motor auf der Werkbank: total vollgeschmiert das Teil. vermutlich Ölbohrungen zu etc. Nicht lustig.

    Beste Grüße,
    Chris, R 80 RT
    in Pflege: CBF 500, K 100 RT, F 650 ST, XBR500, CB550K3

  4. #4
    Solexfahrer Avatar von Horst
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    Meine 550 K3 reagierte seinerzeit immer sehr empfindlich auf eine nachlassende Batteriespannung.
    Nach einer Standzeit von 1 .. 1,5 Wochen musste schonmal der Kickstarter "ran".
    Als ich die Kondensatoren an den Unterbrechern getauscht hatte wurde es besser.
    Die Unterbrecher tauschte ich regelmäßig einmal pro Saison, d.h. etwa alle 5000 .. 6000 km.
    In der Beziehung war sie einfach eine Mimose.
    Aber erst mit der elektronischen Zündung kam ein zuverlässiges Startverhalten.
    ...

    Die Instandhaltung von Luftschlössern ist ein kostspieliges Vergnügen.

  5. #5
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    moin,

    Auch mal über evtl. Falschluft nachdenken. Einfach mal den Ansaugtrakt mit Bremsenreiniger ordentlich einsprühen ( wenn sie denn laufen sollte ) und sehen ob die Drehzahl steigt oder sinkt. Lufi kontrolle fällt mir noch ein, oder Kompressionsdruck. Sehr viele Möglichkeiten.
    Wie sieht die Kerze aus ( Kerzen Bild / -Gesicht ) Sollte nicht schwarz ( zu fett, Öl wird mitverbrannt ) oder hellgrau ( zu mager ) sein. Irgent wo zwischen Rehbraun und Graubraun.
    Elektrodenabstand Zündkerze ( 0,7-0,6 ) und Kontaktabstand ( Herstellerangaben ) prüfen. Kondensator durchmessen. Auf durchgescheuerte Kabel achten ( Kurzschlußgefahr )
    Batterie Leerlaufspannung, Ladestrom, Massekabel ( Durchgang ) prüfen.
    Gaser Reinigen ist schonmal gut, jedoch schreibst du nichts von Problemen wenn sie denn läuft bzw während der Fahrt ausser eben Leerlaufdrehzahl regulierung. Deswegen kommen auch die anderen Möglichkeiten in betracht.

    Nun denn, is ja Winter. Die beste Zeit zum schrauben.
    Hoffe Du bekommst es hin

    gruß rolf

    Cogito ergo sum


  6. #6
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    Zitat Zitat von Horst Beitrag anzeigen
    Aber erst mit der elektronischen Zündung kam ein zuverlässiges Startverhalten.
    immer ne Überlegung wert. Ich hab seit Jahren ne CB550K0 im Kundenkreis, selbst mit nagelneuen Kontakten/Kondensatoren etc. war der Motorlauf eher fragwürdig. Der Besitzer (eigentlich der Originalität verschworen) organisierte über den CB-Four-Club ne kontaktlose Anlage - das Motörchen schnasselt so friedlich in allen Bereichen, der würde den ursprünglichen Kram nie wieder reinbauen. Zusätzlich hatte ich die Zündspulen über ein Relais (statt direkt über den Kabelbaum) mit Spannung versorgt mit dem Ergebnis einer top-Zündanlage!

    Thomas

  7. #7
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    Ja,

    besten Dank für die Beiträge. Hab heute noch keine passenden Kerzen bekommen, muss morgen nochmal los. Der Batteriekasten ist gestrahlt und hat neuen Lack aus der Dose bekommen, sollte morgen dann auch trocken sein.

    @ Thomas W. & Horst: genau so etwas habe ich gebraucht, nämlich die Aussage, das eine elektronische Zündung etwas bringt, selbst wenn das Kontaktgeraffel sonst optimal eingestellt ist. Aber das kommt dann im Janauar, jetzt werde ich erstmal so weitersuchen.

    @ rolf: Kerzen DR8ES sehen prima aus, genau das lehrbuchmäßige rehbraun bis grau. Kein Fett,Öl oder Ruß. Werde mal weiter suchen, mir scheint sie eher etwas mager zu laufen als zu fett. Kontaktzündung sieht ebenfalls sehr sauber aus, Kondensatoren habe ich eher nicht in Verdacht, werde aber mal auf Durchgang prüfen. Werde mal die Kerzen ohne den Vorwiderstand versuchen, die im Stecker sollten reichen.

    Demnächst mehr an dieser Stelle, beste Grüße,
    Chris, R 80 RT
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  8. #8
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    Hallo,
    anstatt Kerzen ohne Widerstand kannst Du auch versuchen, ob Du die Einsatzwiderstände herausbekommst. Also den Einsatz aus dem Stecker (Kerzenseite) herausdrehen, Widerstand raus, Metallteil rein, Einsatz wieder reindrehen und schon hast du 5kOhm weniger im Kreis. Danach weißt Du wenigstens, ob Du wirklich andere Kerzen kaufen willst.
    Darüber hinaus würde ich die Schwimmerkammern immer leerfahren und zusehen, daß alle Chokeklappen richtig schließen.

  9. #9
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    Aaaalso,

    nachdem ich wieder eine Batterieladung vernudelt habe hab ich heute den Tip eines Bekannten ausprobiert: Luftfilter ausgebaut und einen benzinfeuchten Lappen in den Kasten gelegt. Die Gute sprang sofort an, also liegt das Problem auf der Spritseite.
    Vergaser rausgerissen. Entgegen den im Haynes und im Bucheli gelisteten Vergasern sind hier Keihin PD46A verbaut, die nicht 22 mm Schwimmermaß haben, sondern nur 14,5 mm (waren alle bei nur um 13 mm). An Hauptdüsen sollen da 90er rein, verbaut sind 105er. Ok, aber das wird's ja wohl nicht sein. Alles mit Bremsenreiniger eingesprüht und mit Pressluft durchgepustet. Schieber und Nadeln hab ich drin gelassen wg. Justage.

    Morgen wieder einbauen und mal schauen, ob sich was geändert hat.

    Die linke (jetzt schmutzige) Hand zum Gruß,
    Chris, R 80 RT
    in Pflege: CBF 500, K 100 RT, F 650 ST, XBR500, CB550K3

  10. #10
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    Hallo,
    PD46-Vergaser. Wie schon geschrieben, sieh zu, daß die Chokeklappen (beide Hälften der Chokewelle!) vollständig schließen.
    Deiner Beschreibung mit der Leerlaufeinstellerei nach solltest Du außerdem mal die Synchronisierung optisch überprüfen. D.h. beim Herausdrehen der manuellen Leerlaufschraube müssen alle vier Schieber ganz zugehen (und nicht einer die übrigen etwas offen halten) und beim Hineindrehen müssen alle vier Spalte unter den Schiebern gleichzeitig sichtbar werden.
    Die Leerlaufeinstellung zum Starten nicht zu weit hereindrehen, lieber den Choke etwas länger drin lassen.

  11. #11
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    Die 550er sind mit verschiedenen Vergasern geliefert worden. Hier sind Keihin PD46A verbaut, auf die nur in einem Nachtrag zum Honda-Handbuch eingegangen wird (CB550 K ab Rahmennummer 2000001 und folgende), welcher glücklicherweise in den Weiten des I'nets zu finden war.

    Danach sind 90er Hauptdüsen verwendet worden, 105er sind drin.
    Der PD46A hat keine Luftregulierschraube, sondern eine Gemischregulierschraube, für die 1,5 Umdrehungen vorgeschlagen werden.

    Schwimmer habe ich auf die angegebenen 14,5 mm eingestellt, als Maß hat ein Meßschieber hergehalten. Alle Vergaser waren eher bei 13 oder weniger eingestellt, hatten also höheren Spritlevel.

    Die ganzen Vergaser sehen innen sehr schön sauber aus. Leider liefen sie am Sonnabend über, als ich den Benzinhahn öffnete und ich hatte die Befürchtung, ich hätte an den Schwimmernadeln was verschlimmbessert. Etwas gefrustet den Schraubendrher weggelegt und auf ein Bier zu Freunden gefahren.
    Gestern (Neujahr) Morgen fiel mir beim ersten Kaffee, noch im Bett, ein, das es da ja die Ablassschrauben an den Schwimmerkammern gibt. Hatte ich die zugedreht?
    Nein, hatte ich nicht. Situation korrigiert, sie springt nach ca. 3 Sekunden orgeln an.
    Beiwagen angebaut und Testrunde über die Hausstrecke gemacht. Jetzt erstmal fahren und sehen was noch kommt. Nächsten Winter vielleicht Schwingenlager richten und gaaaanz vielleicht das Ölleck am Gehäuse unten suchen und abdichten.

    Fogi schrub: "Die Leerlaufeinstellung zum Starten nicht zu weit hereindrehen, lieber den Choke etwas länger drin lassen."
    Tja, der PD46A hat an der Choke-Welle einen Nocken, der die Schieberwelle etwas bewegt und so die Schieber etwas anhebt. Das passiert unabhängig von der Leerlaufschraube. Clevere Jungs, die Keihins vor 35 Jahren. Jedenfalls war hier die Justierschraube soweit rausgedreht, das diese Funktion nicht griff. Hab das etwas nachgestellt, vielleicht lag es sogar nur daran, aber das will ich jetzt garnicht so genau wissen. Hauptsache die Schüssel springt an.

    Guten Rutsch allseits und viele erfreuliche Kilometer in 2012,
    Geändert von ChrisR80RT (02.01.2012 um 19:06 Uhr)
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