Cosaheiner,

danke für Deinen informativen Post.

Alles fängt doch schon mit der Definition eines "guten Fahrwerks" an.

Was will man überhaupt?

4 Leute, 5 Meinungen.


Für viele ist ein gutes Fahrwerk eher "sportlich-straff", die finden das Original zu ausgelutscht, zu viel Bewegung im Fahrwerk, nicht zielgenau, geht beim harten Bremsen fast auf Block etc.

So ein Fahrwerk kenne ich, hat nix mit Rollerns zu tun, von meiner KTM Duke 5 R.

Fantastisch, federt auf schlechten "Hubbelpisten" auch viel weg und man hat auch bei scharfer Fahrweise auf schlechten Strassen stets gute Rückmeldung und volle Kontrolle.

Allein, richtig komfortabel im Sinne von "kreuzschonend" ist es nicht, wäre ja auch kontraproduktiv zum Einsatzzweck.


Wirklich das Einzige, was ich (und ich nehme an, viele Andere auch?) an meinem SH 150 wünschen würde, wäre hinten ein sensibleres, gut ansprechendes, alles in allem ein "komfortables" Fahrwerk,
welches mir auf schlechten Wegstrecken die Schläge nicht gerade 1:1 ins Kreuz weiterleitet. Mit 30 war mir das noch egal, man wird nicht jünger :hahaha:

Dafür würde ich auch gutes Geld ausgeben, wenn ich wüsste, daß es funktioniert. Ich habe schon einige Roller mit Triebsatzschwinge gefahren, auch Probefahrten, Tagesmiete, im Urlaub etc.

Kein Einziger war dabei, der insbesondere hinten auch nur annähernd komfortabel war.


Und aus meiner Sicht ist diese Anforderung bei Rollern mit Triebsatzschwinge aufgrund der hohen ungefederten Massen gar nicht erfüllbar.


Die ganze Chose, also Schwinge, Antrieb, Motor mit allem Gedöns bewegt sich doch bei jedem Schlagloch und jedem Hubbel mit.

Und die ganze Masse (Massenträgheit) soll in Millisekunden die Unebenheiten ausgleichen, und weiter oben merkt man nichts, bei gleichzeitiger guter Strassenlage und Kontrolle? Die Physik kann man nicht überlisten.

Andere mögen das anders sehen, Videos in der Tube überzeugen mich nicht.

Und einen echten Qualitätsdämpfer, mit einstellbarer Zug/ Druckstufe habe ich für den SH 150 noch nicht gefunden.

Ciao
Alex