Lenkerarmaturen/Schalter Kunststoff reparieren!

  • Hallo Leute,
    ich bin auf der Suche nach einer Methode, die Lenkerarmaturen bzw. deren Kunststoffgehäuse zu reparieren. Der Zahn der Zeit hat an den Gehäuseteilen meiner 250er XL auch dort Spuren hinterlassen. Insbesondere die Gewinde (ebenfalls Kunststoff) bedürfen einer Überholung. Ich habe z.B. noch eine 2K-Knete, nennt sich Quiksteel, am Lager. Kann man nach Aushärtung wie Metall bearbeiten, auch Gewinde schneiden. Soll sich auch mit den meisten Kunststoffen verbinden. Das wäre mein erster Versuch. Aber vielleicht ist das auch nix und jemand von Euch hat eine bessere Idee oder hat eine solche Reparatur mit anderen Mitteln erfolgreich durchgeführt.
    Vielen Dank und Grüsse, Maxx

  • So, ich habe die Gewinde der Lenkerarmaturen wieder repariert. Als brauchbarste Lösung schien mir die Verwendung von M5 Gebindebuchsen aus Messing zum Einpressen oder Kleben. Zuerst habe ich die alten Gewinde im Gehäuse aufgebohrt, gereinigt und 2K-Epoxydkleber von JD-Weld in das Bohrloch gefüllt und die Gewindebuchse, in die ich vorher eine Schraube bis zum Buchsenende reingedreht habe, in die Bohrung mit dem Kleber eingedrückt. Durch die Schraube konnte kein Kleber in das Gewinde eindringen und der Kleber drückte sich schön aussen an der Buchse nach oben. Schraube rausdrehen, überschüssigen Kleber vorsichtig entfernen und dann trocknen lassen, fertig. Hält gut, zumal ich den Lenker im Bereich der Schaltergehäuse mit exat einer Lage Panzertape umwickelt habe. Sieht man nicht und die Gehäusehälften haben besseren Grip, so braucht man die Verschraubung nicht zu stark festziehen. Vielleicht hilft das ja jemand anderen.
    V G, Maxx

  • Gute Anleitung :sup1:

    Jeder Morgen bietet die Chance eines ganzen Tages
    LG Heike

  • Ja, top. Besser geht es nur mit 3D Drucker.

    SAVE THE EARTH IT´S THE ONLY PLANET WITH CHOKOLATE

  • Jaja,

    da war die Freude groß, aber verfrüht....

    Die Messingbuchsen haben nicht gehalten. Der Zug der Schraube auf die Buchsen hat der 2K-Kleber nicht verkraftet. Es fand gar keine Materialverbindung statt. Die Buchse konnte man jetzt nach mehreren Monden komplett mit dem Kleber aus dem Bohrloch wieder herausziehen. Ich habe jetzt mal diesen HG-2K-Kleber mit Primer geordert. Dieser soll auch bei ABS, aber auch geprimert mit PP / PE funktionieren. Das ist ein Granulat bzw. Pulver was mit dem Kleber zu einer harten Masse reagiert und sich dann mechanisch bearbeiten lässt. Mein Plan ist es die alten Löcher aufzufüllen um dann einen kleinen Gewindeeinsatz anstelle der Messingbuchsen einzusetzen. Ich werde berichten, wie es geklappt hat.

    V G, Markus

  • Für den Aufwand hättest Du ja die Gehäuse aus GfK fast selbst nachbauen können. :iwsn:

    Gruss Streusel

  • Hinterher ist immer gut Hellsehen. :D


    Versuch macht kluch!


    Gesendet von meinem moto g(7) power mit Tapatalk

    Je mehr ich übe, desto mehr Glück hab ich!
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  • Bei diesen komischen Kunststoffen bei Honda klebt fast nichts ohne Wärme. Habe ich schon verschiedene Male ausprobiert.


    Das ist wie Verkleidung reparieren. Dran pappen geht, fällt nicht ab, aber belasten geht nicht. Und selbst mit Wärmej und dem richtigen Kunststoff ist es ein Glücksspiel.

    Gruss Streusel

  • Ich habe es jetzt ganz anders gemacht...

    Bevor ich einen höheren 2-stelligen Betrag für einen Supi-Kleber verpulvere und dann auch erst hinterher oder nach längerer Zeit weiß ob es überhaupt funktioniert (von der ganzen Arbeit mal abgesehen), habe ich ganz einfach einen neuen Schalter gekauft.

    So macht man das...

    ;-)

  • Bei diesen komischen Kunststoffen bei Honda klebt fast nichts ohne Wärme ...

    PP, PE und einige andere Kunststoffe sind nicht klebbar, weil unlöslich. Kann man nur schweißen. Und das auch nur bedingt.

    ABS löst sich mit Aceton. Damit kann man sich einen "Klebebrei" herstellen, hat aber auch so seine Tücken. Die frische Oberfläche der Klebestelle verschließt sich sehr schnell und das Aceton aus dem Inneren kann dann nur noch diffundieren .... und das dauert !


    H.

    der mit zwei 3D-Druckern und diversen Kunststofflötkolben u.dgl. ausgestattet ist.