Zündplatte am rechten Anschlag CB 250

  • Hallo Gemeinde,


    habe mir vor 4 Wochen eine Honda CB 250 K3 gekauft und nun einige Probleme.
    Zündplatte steht im Anschlag und da mußte ich noch einen Millimeter abfeilen,
    damit die Zündung sauber steht. Wo liegt der Fehler.
    Beim Vorbesitzer (der hatte das Moped 20 Jahre) stand die Zündung ähnlich.
    Die Honda ist lt. Papiere leistungsreduziert. Ist die Nockenwelle um einen Zahn versetzt?


    Danke für Eure Infos
    Carsten

    Einmal editiert, zuletzt von carden ()

  • Was bedeutet "leistungsreduziert"? Was steht denn in den Papieren drin?

    Grüße
    Emil


    Ever tried? Ever failed? No matter. Try Again. Fail again. Fail better.
    Samuel Beckett


  • Zahnversatz könnte sein, aber auch extrem falscher Kontaktabstand.


    Gruß
    Jens

  • Kontakte hatte ich natürlich als erstes eingestellt. Motor ist zwischen 1973 und 1976 reduziert worden, ich vermute das war ein Fachmann.
    Sollte der so blind sein??


    Gruß Carsten

  • Hallo Carsten, prüfe über den OT, ob die Nockenwelle dort genau überschneidet. Oder die Andere Version, ist etwas schwieriger, du müsstest etwas unter den Kipphebel klemmen, dass das Ventil beim drehen gegen den Kolben stößt. Dort macht du eine Markierung auf das Polrad, dort wo der Feil am Gehäuse ist. Jetzt die Kurbelwelle in die andere Richtung drehen, bis der Kolben erneut das Ventil berührt. Wieder an diesem Punkt eine Markierung machen. Diese beiden Markierung müssen im gleichen Abstand zum OT Strich auf dem Polrad sein. Diese Methode ist aber nur mit Vorsicht zu praktizieren, da dass Ventil bei zu schnellem Drehen schnell krumm ist. Auch solltest du den Sitz des Polrad prüfen, ist OT auch wirklich OT? Mit einem kleinen Schraubendreher in das Kerzengewinde halten, Kolben hoch drehen, an der höchsten Stelle, sollte auch die OT Markierung stimmen.
    Gruß Peter

  • Ja, es scheint schon so. Der Versatz um einen Zahn beträgt ca, 10 1/2 Grad. Der Verdrehwinkel der Zündungsplatte hängt vom
    Durchmesser der Unterlagscheiben der Kipphebelwellen ab. Nach Entfernen dieser läßt sich die Zündungsplatte im Ring rum
    drehen. Wenn diese Scheiben original sind, läßt sich die Zündungsplatte aber auch schon um weniger als einen Zahnabstand
    verdrehen. Mit dem Unterbrecherabstand lassen sich solch große Abweichungen auch nicht herstellen. Es gibt also nur eine
    Erklärung: Ein Zahn versetzt, sprich Murks. Murks von "Fachleuten" ist nicht unüblich, hat mich auch schon ordentlich Geld
    gekostet.

  • Ok, das bedeutet Motor raus und Nockenwelle um einen Zahn versetzen. Da kann ich ja gleich die Kolben mit wechseln.
    Ich hatte auf eine einfachere Lösung gehofft.


    Gruß Carsten

  • :wink1:


    Ok, das bedeutet Motor raus ...


    Erst prüfen wie von Peter beschrieben!






    :wavey:

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    Meine Maschinen sind alt genug, um selbst zu entscheiden, das macht es manchmal etwas anstrengend, mit ihnen unterwegs zu sein.
    Wenn meine Fähigkeiten nachlassen und ich meine CM 400T nicht mehr fahren kann, dann hole ich mir 'n Motorrad - und wenn's damit nicht mehr geht, 'n Lanz Bulldog.

  • OT stimmt mit der Markierung des Polrades überein, habe ich mit dem Schraubendreher durch das Kerzenloch getestet.
    Meine erste Idee war ja: die haben mit der Verstellung der Nockenwelle um einen Zahn, die Leistung reduziert und gar keine geänderte Nockenwelle verbaut.


    Carsten

  • Die Überschneidung im OT solltest du aber auch prüfen, bevor du den Motor ausbaust.
    Können auch schlechte Zubehörkontakte sein.
    Den Kontaktabstand kannst du ja auch extra falsch einstellen, damit die Löcher wieder passen.
    Vielleicht sitzt der Nocken auch falsch, weil der Arretierungspin weg ist, also auch da nachschauen.
    Zündung möglichst mit Stroboskoplampe bei Frühzündung (bei ca 3000 Umdrehungen innerhalb des Doppelstrichs) einstellen.
    Ball erstmal flach halten.

  • Der Versatz um einen Zahn beträgt ca, 10 1/2 Grad.


    Das heißt dann, dass das Zahnrad der Nockenwelle ca 34,285714285714285714285714285714 Zähne hat.


    Allein dass finde ich für einen Motor dieser zeit beachtlich.


    mfg GS_man

    Backup not found:
    A>bort R>etry P>anic?


    PS: Ich nehme mich selbst nicht ernst, Du bist selbst schuld, wenn Du es tust!

  • :wink1:


    ... ca, 10 1/2 Grad.


    ... ist was anderes als "genau 10 1/2 Grad." :o


    Und 10,5882353 darf man schon als ca, 10 1/2 bezeichnen :wink1:



    Ich habe aber Zweifel, ob der Motor mit 10 Grad versetzten Steuerzeiten wirklich gut läuft.






    :wavey:

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  • das mit dem Überschneiden im OT verstehe ich nicht. Das sagt mir doch nur etwas zur Kurbelwelle aber nichts zur Nockenwelle.
    @ olaf-frankfur,t über die Leistung kann ich nichts sagen: V-max =120km/h, 10,8 bar Kompression links und 11,4 bar rechts.
    Ich versuch mal über die Gradzahl von öffnen und schließen der Ventile was zu erkennen.


    Grüße Carsten

  • :wink1:


    Natürlich sagt Dir die Überschneidung was zur Stellung der Nockenwelle zur Kurbelwelle.


    Das Einlassventil beginnt mit der Öffnungsbewegung kurz vor OT. Das Auslassventil beendet seine Schliessbewegung erst kurz nach OT. Wenn die Nockenwelle einen Zahn zu spät steht, beginnt die Öffnung erst kurz nach OT und die Schliessung endet deutlich nach OT.


    Wenn tatsächlicher Kolben-OT und Markierung an der Kurbelwelle übereinstimmen (wie Du ja schon bestätigt hast), muss beim Drehen der Kurbelwelle kurz vor OT (musst natürlich den richtigen OT nehmen, nicht Zündungs-OT) der Einlassnocken den Hebel auf das Einlassventil drücken und erst nach OT der Auslassnocken den Hebel vom Auslassventil entlasten.
    Einlassbeginn ist meist 5-10 Grad vor OT, Auslassende ist meist 5-10 Grad nach OT (die genauen Werte hast Du vielleicht in irgendeinem Buch). Bei mehr als 10 Grad Versatz (1 Zahn) sollte das aber schon so deutlich sein, dass Du die genauen Werte nicht brauchst.






    :wavey:

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