Neues Lenkkopflager ragt aus dem Lenkkopfrohr heraus

  • Hallo Leute,


    habe heute mein altes Lenkkopfkugellager gegen ein neues Lenkkopfkegellager getauscht! Hat auch alles super geklappt. Mir ist nur aufgefallen
    das die neue Lagerschale und somit auch das Lager selbst aus dem Rohr ca. 4 mm rausragen also größer(siehe Bild) sind als das alte Kugellager! Was denkt Ihr
    ist das ein Problem? ich meine außer das meine Süße jetzt 4 mm tiefergelegt ist? Von der Funktion her geht alles einwandfrei, kein Wackeln oder so..


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    Gruß Rainer

  • Hi Rainer,


    bist Du sicher, dass der Aussenring ganz bis unten im Sitz ist? Wenn ich mich recht erinnere, gingen bei meinen Moppeds (sind zwar 400er, aber an der Stelle baugleich) die Ringe weiter rein, so dass nur noch ein schmaler Rand oben rausschaute.
    Hattest Du den Lagersitz gründlich saubergemacht und entrostet? Jetzt nochmal die Gabel rauszunehmen und mit einem gebogenen Draht zu prüfen, ob unter dem Ring noch eine Nut geblieben ist (darf nicht sein, wenn der Ring ganz unten ist, ist da nichts mehr, wo der Drahthaken einhaken kann), ist natürlich unschöne Arbeit :o


    Müsste jetzt aber erst ein Mopped auseinandernehmen, um das genau sagen zu können :wink1:






    :wavey:

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    Meine Maschinen sind alt genug, um selbst zu entscheiden, das macht es manchmal etwas anstrengend, mit ihnen unterwegs zu sein.
    Wenn meine Fähigkeiten nachlassen und ich meine CM 400T nicht mehr fahren kann, dann hole ich mir 'n Motorrad - und wenn's damit nicht mehr geht, 'n Lanz Bulldog.

  • Hatte der selige Wanderfalke nicht auch auf dieses Phänomen hingewiesen?
    Sollte ich die Lager bei meiner wechseln müssen, würde ich wohl auf die Kugellager zurückgreifen. Im MOTORRAD wurde seinerzeit auf die mangelnde Präzision der Lagersitze japanischer Rahmen hingewiesen und die Tatsache, dass die original verbauten Kugellager damit besser fertig würden.

  • :wink1:


    Hier in #45 schrieb er, dass das Kegelrollenlager ein paar Millimeter aus dem Rahmenrohr herausschaut. Weiter vorne hatte er geschrieben, dass es die Lager in unterschiedlicher Bauhöhe gäbe - vieleicht ist da irgendwo die Erklärung für unterschiedliche Erfahrungen zu finden ...


    @ Jürgen: das mit der Präzision hattest Du damals auch schon geschrieben - und ich kann Dir (wie damals auch schon :roll1:) nur Kegelrollen wärmstens empfehlen. Und das Geduldsspiel, das ich auch damals schon zum Einstellen der Lager beschrieben hab. Im Mai habe ich Projekt5 andere Gabelbrücken verpasst - die Einstellfahrt (mit Werkzeug im Rucksack und immer mal wieder an geeigneter Stelle angehalten und nachjustiert :o) hat ungefähr genauso lange gedauert wie der Wechsel der Brücken ...






    :wavey:

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    Meine Maschinen sind alt genug, um selbst zu entscheiden, das macht es manchmal etwas anstrengend, mit ihnen unterwegs zu sein.
    Wenn meine Fähigkeiten nachlassen und ich meine CM 400T nicht mehr fahren kann, dann hole ich mir 'n Motorrad - und wenn's damit nicht mehr geht, 'n Lanz Bulldog.

  • Was ist denn das Problem beim Einstellen?
    Will die 250 auch umrüsten.

  • Hallo Leute,


    danke für eure Beiträge! Habe mir heute am Sonntag nochmal die Mühe gemacht und die obere Gabelbrücke entfernt um zu sehen ob alles in Ordnung ist...die Kirche möge mir verzeihen:wink: Also die obere Lagerschale sitzt komplett im Lagersitz, absolut keine Nut vorhanden! Habe mir kurz überlegt ob ich vieleicht die Lagerschalen oben und unten vertauscht habe, aber das ist unmöglich eines hat 48,5mm und das andere 50mm Durchmesser, also zumindest eines wäre dann nicht reingegangen! Ich habe den offenen Zustand genutzt um die Chrom-Muttern am Gabelrohr zu Polieren und die Lager nochmal dick mit MoS²-Langzeitfett einzuschmieren. Alles sitzt gut und läuft leichtgängig, ich denke es ist gut so! Ich werde nochmal ein paar Kilometer fahren und dann die Hakenschraube oben nochmal etwas nachziehen, dann dürfte für die nächsten vierzig Jahre wieder ruhe sein:)-

  • :wink1:


    Was ist denn das Problem beim Einstellen?
    Will die 250 auch umrüsten.


    Hier in #28 beschrieben ...
    Aber das bezieht sich auf die 250N und verwandte - ob Deine die gleiche Lagerkonstruktion hat :nixweiss:


    Der wesentliche "Haken" an der Sache resultiert daraus, dass die Hutmutter oben auf der Brücke die Kontermutter für den Einstellring unter der Brücke ist. Der Einstellring hat zwangsläufig etwas Spiel im Gewinde, sind zwar nur ein paar Hundertstel, aber mit dem Festziehen der Hutmutter drückst Du ihn nach unten und veränderst damit das Lagerspiel.
    Wenn das Lager einen Hauch zu fest ist, ist es schwergängig, die Maschine rollt nicht locker von alleine geradeaus (Du musst dann freihändig ständig mit Gewichtsverlagerung aktiv lenken), und das Lager hält nicht lange. Wenn es einen Hauch zu lose ist, hast Du bei 90 auf gerader Strecke ständig ein Zittern im Lenkkopf (mit Kugellagern mehr als mit Kegelrollen) und der Kegelrollen-Käfig bewegt sich beim starken Bremsen mit spür- und hörbarem "Knack".
    Etwas zu lose eingestelltes Kegelrollen-Lager wird vom TÜV normalerweise nicht bemerkt, aber das Knacken ist ein eindeutiges Zeichen.






    :wavey:

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    Wenn meine Fähigkeiten nachlassen und ich meine CM 400T nicht mehr fahren kann, dann hole ich mir 'n Motorrad - und wenn's damit nicht mehr geht, 'n Lanz Bulldog.

  • Hallo Glorfindel,

    Wie ist das jetzt mit dem Überstand ausgegangen? Scheint bei mir auch der Fall zu sein.

  • Hallo, bei meinen zwei CB400 und der CB250 stehen die Lager auch über, hab extra bei meinen CB400N "Freestyler" noch einen anderen Satz von nem anderen Hersteller bestellt, in der Hoffnung das es da besser aus sieht... Waren zwar andere Lager (mit kleineren Rollen), standen aber trotzdem über.

    Ist wohl Konstruktions bedingt. Die Mulde für die Lager ist ja nicht sehr tief...

    Gruß Didi

  • Hallo das Thema ist nicht neu.


    Ich frag mich immer wieder was ein Kegelrollenlager in ein so alten Maschine soll.


    Auf Treffs sieht man immer wieder solches Gebastel.

    Kegelrollenlager sind intolerant gegen zu großen Massentoleranzen in der Aufnahme. Auch das Einstellen ist nicht ohne. Das sind Kugellager etwas toleranter.


    Der Einbau sollte nur von Spezialisten vorgenommen werden, die Erfahrung mit dem Zeug haben.


    Und der Aufwand lohnt sich nicht für eine alte CB

    Ich nehme die Materie aller Welt in einer allgemeinen Zerstreuung an und mach daraus ein vollkommenes Chaos.

  • Es erschließt sich mir nicht, warum die originalen Lenkkopflager schlecht sein sollen. Von 1961 bis ca. 1985 wurden diese Lager in allem, was

    1/4 l und mehr hatte verbaut. sogar in den 750ern bis K6. Sie haben alle eine 268er Nummer (CB72), die untere Lagerschale im Rahmen sogar

    eine 250er Nummer (C71, Bj. '59). Kegelrollenlager haben eine deutlich höhere Tragfähigkeit, ob diese unter 200 kg Fahrzeuggewicht und daher

    eher moderaten Fahrleistungen nötig ist, erscheint mir einigermaßen fraglich. Daß der Außenring oben rausschaut ist normal, die Tiefe des

    Lagersitzes ist etwa 8 mm, für den originalen Lagerring mit 7,5 mm Höhe völlig ausreichend, der Kegelrollenlagerring ist aber 12-13 mm hoch.

    Unten sind die Verhältnisse anders, Der Sitz ist so tief, daß das Lager komplett hineingeht und der Dichtring seine Aufgabe erfüllen kann.

    Daß ein neues Kegelrollen-Lager besser als ein ausgelutschtes Kugellager ist, steht wohl außer Frage, wäre schlimm, wenn nicht. Und billiger als

    als neue Originallager sind die Sätze auch.

  • Praeziese eingebaute und justierte Kegelrollenlager fuehren einfach viel genauer und stabiler in alle Richtungen.

    Sie sind auf jeden Fall besser als die meist verwendeten mehrteiligen Kugellager die dies weder achsial noch radial wirklich gut koennen.

    Die hoeheren Laufgeraeusche spielen in dieser Funktion keine Rolle

    Aber wem die einfachen Lager ausreichen, der darf sie auch gerne weiterhin verwenden.

    mfg hermann

  • Das ist schlicht falsch. Kegelrollenlager sind in der Lage, hohe Kräfte aufzunehmen, sie wurden deshalb über Jahrzehnte als Radlager verwendet.

    Die allermeisten Spindellagerungen in Werkzeugmaschinen sind aber Schrägkugellager, manchmal gepaart mit spieleinstellbaren Rollenlagern,

    um höchste Radialkräfte aufnehmen zu können. Kegelrollenlager findet man hier so gut wie gar nicht. Die Rundlaufgenauigkeit von Kegelrollen-

    Lagern ist für Wälzlagerverhältnisse relativ niedrig, spielt für die vorgesehene Anwendung auch keine Rolle, der wichtige Vorteil dieser Bauart

    ist die hohe Tragfähigkeit und die Möglichkeit der Spieleinstellung. Die Empfindlichkeit gegenüber Formfehlern im Lenkkopf kommt von dem

    recht kleinen Druckwinkel der Rollen, er liegt zwischen 10° und 15°. Bei den Kugellagern beträgt der Druckwinkel 35°-40°, Formfehler des

    Außenrings wirken sich deshalb weit weniger aus. Daß vollrollige Lager ungenauer sein sollen ist übrigens auch ein Märchen, sie sind nur

    nicht für hohe Drehzahlen geeignet, aber tragfähiger.

  • was ist falsch?


    Bitte Leute bastelt keine Kegelrollenlager in euere Mopeds.


    Hier gibt es Leute die das empfehlen, warum machen die das ist mir schleierhaft?


    1. Du verlierst die Betriebserlaubnis.

    Es ist ein maßgeblicher Eingriff in die Betriebssicherheit.


    2. Die Kegelrollenlager gibt es in unterschiedlichen Bauarten und in den meisten Fällen passen sie nicht in die Lagerschalen.


    Es gibt keinen vernünftigen Grund Original Lenkkopflager gegen nicht geprüfte Lager aus zutausch. Ich hab hier eine Ninja und noch eine Daytona stehen, beide Kugellager.

    Und in der Laufruhe und Fahrgenauigkeit unübertrefflich. Und die Tona ist im Kringel unterwegs.


    Also Leute lasst den shice und baut Originale rein und hört nicht auf diese Bastelwastels.


    In Oldtimer werden oft Kegelrollenlager ein gesetzt wenn nicht mehr lieferbar, bzw. das Alte irreparabel sind


    Mein Tipp hol diese Dinger raus und bestell Originale. Die gibt es noch für die CB.

    Ich nehme die Materie aller Welt in einer allgemeinen Zerstreuung an und mach daraus ein vollkommenes Chaos.