TomTom und Garmin unterschiedliche Streckenführung??

  • Hallo,


    Konnte schon mal jemand bei den aktuellen TomTom und Garmin unterwegs (!) direkt vergleichen, ob und wenn wie sich die Streckenführung bei identischen Startpunkt und Endpunkt unterscheiden?

    Ich habe im Moment ein TomTom Rider 40. im Normalfall navigiere ich so, dass ich von meinem Standpunkt aus einen grob nach Streckenlänge und Örtlichkeiten gewählten Endpunkt auf der Karte suche, den markiere, und mich kurvenreich dort hin navigieren lasse. Nach ein paar Jahren kennt man die Streckenführung des Geräts ziemlich gut, wenn ich in meinem bevorzugten Gebiet unterwegs bin.


    Die Frage wäre, ob ein Garmin dort aufgrund anderer Kartenmaterialien oder anderer Logarithmen eventuell eine alternative Streckenführung zum TomTom anbieten würde?


    Alternativ nutzbare Straßen mit in etwa gleich langer Gesamtstrecke zum Ziel gibt es dort genug, so ist das nicht.

  • Wenn du mal eine andere Strecke fahren möchtest:


    Einfach mal einen anderen Zwischenpunkt eingeben.

    Oder zwei, oder.....

  • Ich nutze Kurviger.de auf Handy.

    (....auf dem.Motorrad)


    Da kann man viele

    Zwischen - Punkte eingeben.


    Ist schon auf der Karte ein Vergnügen.

    Lässt sich speichern und abfahren.

  • Andere Zwischenpunkte bringen da in meinem Fall nur wenig bis gar nichts, leider. Klar, man kann ein bisschen tricksen in dem man die vorgeschlagene Route spontan etwas verändert. Aber es wäre schon interessant zu wissen, ob Garmin da anders rechnet ...

  • Da Garmin eigene Software verwendet, hat es auch einen eigenen Algorithmus.

    Wichtiger dürften aber die zugrundeliegenden Kartendaten sein. Hat Garmin da eigene oder bezieht es die Daten von TomTom oder von HERE?



    Ich habe auf meinem MP35 eine (modifizierte) iGo-Software, die kann sowohl die iGo-Karten auf TomTom-Datenbasis wie auch die iGo-Karten auf HERE-Basis verwenden. Und wenn ich die Karten wechsele, ändert sich - bei ansonsten unveränderten Parmetern - die Streckenführung doch deutlich, weil die Streckenklassifizierungen unterschiedlich sind.


    Nach meiner Erfahrung bringen die kurvig-Algorithmen es aber nur begrenzt (TomTom- und Garmin-Algorithmus konnte ich noch nicht testen, weil ich für 'nen Test kein Geld ausgeben will und in meinem Umfeld keiner sowas hat). MapTrip hat da die wirrsten Streckenführungen ausgeworfen, iGo kann auch seltsame Ideen produzieren (siehe Bilder), und das erwähnte Calimoto hat mich bei ein paar Tests in Frankreich sehr viel auf Strecken geschickt, auf denen ich nicht über 30 km/h rauskam, weil es Nebenstrassen letzter Ordnung in entsprechend schlechtem Zustand waren. Die für meine Vorstellungen besten Strecken liefert immer noch das alte Navigon MobileNavigator im Modus "schöne Strecke", wobei das nicht auf Kurvigkeit rechnet und ich die verfügbaren Parameter zur Streckenpriorität nach meinen Vorstellungen modifiziert hab.

    Aber in Frankreich, wo die "unwichtigeren" Strassen oft deutlich schlechter sind als die kleinen Landstrassen hierzulande, werden auch die Navigon-Routen schnell anstrengend - da nehme ich lieber gute Strassenkarten (mit etwas Erfahrung lässt sich da schon abschätzen, welche Strecken besser im Zustand sind) und nötigenfalls noch die Luftbilder vom IGN zu Hilfe und plane mit gezielt gesetzten Zwischenpunkten ...


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    :wavey:

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    Meine Maschinen sind alt genug, um selbst zu entscheiden, das macht es manchmal etwas anstrengend, mit ihnen unterwegs zu sein.
    Wenn meine Fähigkeiten nachlassen und ich meine CM 400T nicht mehr fahren kann, dann hole ich mir 'n Motorrad - und wenn's damit nicht mehr geht, 'n Lanz Bulldog.

  • Wie wir OSM-Liebhaber leidvoll erfahren haben, genügt es bei einem Navi oder einer Navi-App nicht, tolle Karten zu haben. Die Daten müssen gepflegt und auf dem neuesten Stand gehalten werden. Ob eine Einbahnstraße eingerichtet oder ein Feldweg eingezogen worden ist, wird auf Karten nicht angezeigt.

    Historisch gab es nur zwei Datensammlungen für Navis, auch wenn sie durch Unternehmenverkäufe usw. immer mal 'nen neuen Namen bekommen haben:


    Teleatlas - für Navman, Blaupunkt, TomTom

    NAvteq - für Garmin, Navigon, Medion, Becker, Falk usw.


    Das ist die Erklärung dafür, daß mir bei der unglückseligen Anschaffung eines TomTom bzw. deren App die Daten so verdammt ähnlich denen meines alten Navman F35 vorkamen, als ich ihre Qualitätsunterschiede auf hiesigen asphaltierten Feldwegen ausprobieren wollte.


    Und das ist auch die Erklärung, warum Dein TomTom evtl. eine andere Strecke finden würde als Dein Garmin. Ob es heute bei aktuellem Datenbestand aber überhaupt signifikante Unterschiede gibt? Ich glaube nicht.

  • Wegen der Streckenführung..

    wir habe den Zumo 660 und den Zumo 595, selbst bei denen haben wir sehr oft Meinungsunterschiede, der eine sagt links, der andere sagt an der gleichen Kreuzung rechts :roll1:

    da hat jedes seinen eigen Kopf :D

    Mitglied 221 im Bol d'or Club e.V.
    Turtle-Hilfe
    "Monty Burns" made by Terpi :)

  • also ich kann das zumindestens bei


    Zumo 660 und TT Urban Rider

    Zumo 660 und TT 550


    ebenfalls mit dem eigene Kopf bestätigen. Tw. ist das echt kurios welche Strecken da raus kommen.


    Ich fahr übrigens einfach irgendwelche Strassen rein die mir gefallen auf einer Route und dann ist dadurch automatisch die weitere Streckenführung nach der

    staffindenden Neuberechnung eine Andere. Irgendwelche Zwischenziele oder Wegpunkte erspare ich mir da einfach und entdecke dabei tw. wunderschöne

    Strecken (die ich dann oft nicht wiederfinde weil ich sie mir nicht merke :heheha:)

    149318

  • Ich weiß, ich bin jetzt böse:


    Aber nachdem ich zwanzig Jahre lang täglich ein Navi benutzen musste, ärgere ich mich heute lieber nur über mich selber und freue mich andererseits über viel gespartes Geld.


    Wenn ich etwas finden muss, hilft mir mein Smartphone, selbst in größeren Gebäuden.:nono:

    Man muss nicht immer schreiben, was man denkt.
    Man muss es aber auch nicht immer für sich behalten. :D
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  • Zumindest mein Garmin Autonavi nimmt andere Strecken, die oft aber ähnlich schön führen. Für ein Ausprobieren wäre eine Neuanschaffung eines Zumo aber wohl etwas teuer.


    Wenn ich etwas finden muss, hilft mir mein Smartphone, selbst in größeren Gebäuden.:nono:



    Finden müssen und Der Weg ist das Ziel, sind dann schon unterschiedliche Dinge.

  • Sehe ich auch so.


    Neben dem Kartenmaterial gibt es immer wieder Detailunterschiede in der Software, einschließlich sogsnannter "Bugs".


    Ich könnte da jetzt trotz umfangreicher Praxis keinen Favoriten nennen.

    Sollte man sich wirklich mal wegen der Streckenführung ärgern, ist Geld in eine Brotzeit und ein Bier vermutlich besser investiert als in ein anderes Navi. :bier:

    Man muss nicht immer schreiben, was man denkt.
    Man muss es aber auch nicht immer für sich behalten. :D
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  • Ich ärgere mich ja auch gar nicht über die Streckenführung, sondern frage mich, ob eine andere Marke schlicht mehr Abwechslung in die Touren bringen würde. In einem 50x50km großen Gebiet mit sehr vielen Straßen führen halt alle Wege nach Rom. Befindet man sich irgendwo wo es sowieso nur drei Landstraßen auf zig Quadratkilometer gibt, ist das aber sicherlich sinnlos mit dem Naviwechsel.

  • Mit 'nem zweiten Navi bekommst Du eine zweite Standard-Tour von A nach B. Bei Calimoto kannst du das schon über die Wahl verschiedener "kurvig"-Modi erreichen (haben Garmin und TomTom auch mehrere verschiedene "kurvig"-Modi? :nixweiss:). Und wenn Du Software nimmst, die nicht verriegelt und verrammelt ist wie die Systeme von TomTom und Garmin, kannst du - sofern ein bischen Interesse besteht im Programmtext rumzufrickeln - noch mehr erreichen.

    Für die iGo-Software habe ich mir 7 verschiedene Kurven-Modi gebastelt - ergeben von A nach B nicht unbedingt 7 verschiedene schöne Kurvenstrecken, aber meistens 3 oder 4 mit unterschiedlicher Länge. Und für Navigon habe ich auch 7 "schöne Strecken"-Modi mit unterschiedlichen Streckenpräferenzen (von "mehr Bundesstrassen" bis "überwiegend kleine Land- und Kreisstrassen"), die je nach Laune mehr schnelles Vorankommen über Land (Autobahnen und autobahnähnliche Strecken sind in den Präferenzen dabei immer ganz unten) oder mehr rumdödeln durch die Landschaft ergeben. Dazu noch MapTrip mit dem seltsam kurvigen "Motorrad Tour"-Modus und die Software vom Becker Mamba (ist auch iGo, aber mit den Kurven-Parametern von Becker).


    Alles auf einem Gerät :crazy: weil das alles Programme sind, die auf WindowsCE laufen.






    :wavey:

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    Meine Maschinen sind alt genug, um selbst zu entscheiden, das macht es manchmal etwas anstrengend, mit ihnen unterwegs zu sein.
    Wenn meine Fähigkeiten nachlassen und ich meine CM 400T nicht mehr fahren kann, dann hole ich mir 'n Motorrad - und wenn's damit nicht mehr geht, 'n Lanz Bulldog.

  • Beim TomTom lassen sich die Grade von Anstiegen und Kurven in der Tat einstellen. Das würde jeweils auch durchaus andere Strecken ergeben.


    Alle anderen Möglichkeiten sind aber eben Smartphone-basiert, was mir persönlich nicht zusagt. Das ist mit der Einstellerei meist ein elendiges Gefummel und Probieren in der Software und mein teures Alltags-Phone werde ich dafür auch nicht nutzen.

  • Klingt jetzt so ein ganz kleines bisschen nach:


    " Bitte wascht mich,

    aber macht mich dabei nicht nass!"


    Oder?


    ;)

    Man muss nicht immer schreiben, was man denkt.
    Man muss es aber auch nicht immer für sich behalten. :D
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