Nasse Straße, Gewitter im Vergaser! Weiß mir keinen Rat mehr.

  • Servus, ich hab nen offenen Luftfilter nach hinten unter dem Sitzblech. Der Lufteinlass hinter dem Lufi ist auf ca. 4-5 qcm mit einem Drehschieber reduziert. Der Vorbesitzer hatte da nur geschlitztes Gaffatape drin. Das ist irgendwann gerissen und ich hab dann den Drehschieber gebaut, der bestens funktioniert. Seit das Gaffa draussen ist, saugt mein Vergaser schon die kleinste feuchteste Stelle von der Straße weg und der Karren fängt an zu spucken und wird laut wie ein Hubschrauber. ich komm dann einigermassen mit gezogenem Choke nach hause. Offensichtlich Wasser im Vergaser. Ich hab dann 'nen Heckfender angebaut um ein direktes Anschmeissen mit Wasser vom Reifen zu verhindern - keine Veränderung, dann eine passgenaue Luftfiltersocke gefunden drübergemacht - keine Veränderung! Kennt jemand das Problem oder bin ich mit dem Wasser im Vergaser auf dem Holzweg?


    Danke schon mal für eure Antworten!

    Dateien

    • IMG_7915.JPG

      (3,6 MB, 29 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • IMG_9427.JPG

      (2,38 MB, 33 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
  • Ja, was denn jetzt?


    „Offensichtlich Wasser im Vergaser“ oder Holzweg?

    Das widerspricht sich doch.


    Ich denke nicht, das Ferndiagnosen hier hilfreicher sein können als weitere eigene Optimierungsversuche.

    Der selbst gebastelte Luftansaugweg ist naturgemäß störungsanfälliger als ein geschlossener Filterkasten im Rahmendreieck.

    Man muss nicht immer schreiben, was man denkt.
    Man muss es aber auch nicht immer für sich behalten. :D
    [SIGPIC][/SIGPIC]

  • Hast du schon mal das Wasser aus den Vergasern entfernt? Von selbst wir das nicht passieren. Nur so, der Vergaser saugt, wenn die angesaugt Luft mit Spritzwasser angereichert ist, nutzen Löcher und Lappen rein gar nichts!

    Es gibt immer den Einen der es besser weiß, auch wenn er keine Ahnung hat.

  • :wink1:


    Wenn in der angesaugten Luft feine Wassertröpfchen drin sind, sollte das den Versager nicht nennenswert beeinträchtigen (durch die Socke geht das Wasser hemmungslos durch - wird nur feiner verteilt :D ). Du müsstest schon 'ne Menge Wasser in der Ansaugluft haben, bis das die Verbrennung stört.

    Und "Wasser im Vergaser" heisst üblicherweise "Wasser in der Schwimmerkammer" - da dürfte es bei laufendem Motor noch nichtmal das Spritzwasser vom Hinterrad hinschaffen :o


    Wie sieht Dein Zündgeschirr aus? Wenn etwas Wasser dazu führt, dass die Hälfte der Zündfunken von einem Zylinder nur ein bischen Wasser aussen am Kerzenstecker (oder am Kabel oder sonstwo) zu entzünden versucht und der unverbrannte Sprit, der dabei in den Puff gerät, von der nächsten Zündung nachverbrannt wird, hast Du auch viel Lärm und wenig Leistung ... :roll1:






    :wavey:

    [SIGPIC][/SIGPIC]
    Meine Maschinen sind alt genug, um selbst zu entscheiden, das macht es manchmal etwas anstrengend, mit ihnen unterwegs zu sein.
    Wenn meine Fähigkeiten nachlassen und ich meine CM 400T nicht mehr fahren kann, dann hole ich mir 'n Motorrad - und wenn's damit nicht mehr geht, 'n Lanz Bulldog.

  • „sollte nicht nennenswert beeinträchtigen“

    ist mitunter Wunschdenken.


    Aber egal!


    Wassereinspritzung hat sich andererseits schon im WW II als leistungsfördernd gezeigt.


    Hier ist die Störungsursache bekannt:

    Spritzwasser vom Hinterrad.

    Ein Fender würde vermutlich das Problem abstellen.

    Man muss nicht immer schreiben, was man denkt.
    Man muss es aber auch nicht immer für sich behalten. :D
    [SIGPIC][/SIGPIC]

  • Hier ist die Störungsursache bekannt:

    Spritzwasser vom Hinterrad.

    Ein Fender würde vermutlich das Problem abstellen.

    Eben nicht, ich habe deswegen einen Heckfender angebaut! Was aber zu keiner Änderung geführt hat.

    Dateien

    • IMG_9429.JPG

      (2,82 MB, 15 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
  • Wie sieht Dein Zündgeschirr aus? Wenn etwas Wasser dazu führt, dass die Hälfte der Zündfunken von einem Zylinder nur ein bischen Wasser aussen am Kerzenstecker (oder am Kabel oder sonstwo) zu entzünden versucht und der unverbrannte Sprit, der dabei in den Puff gerät, von der nächsten Zündung nachverbrannt wird, hast Du auch viel Lärm und wenig Leistung ... :roll1:



    :wavey:

    So hört sich das an! Vor allem, weil aus dem Endtopf ne veritable Flamme rauskommt und der elend Heiß wird dabei. Die Frage ist, wo kommt das Wasser hin? CDI und Co liegen trocken verpackt. Muss ich von den 4 Kerzensteckern aus rückwärts suchen? Twin Spark sollte ja genau das verhindern, Weil, wenn eine Kerze schwächelt, zumindest die andere ihren Dienst verrichtet.

  • Hast du schon mal das Wasser aus den Vergasern entfernt? Von selbst wir das nicht passieren. Nur so, der Vergaser saugt, wenn die angesaugt Luft mit Spritzwasser angereichert ist, nutzen Löcher und Lappen rein gar nichts!

    Nach 500m trockener Straße schnurrt der Bock wie immer! Wenn das Wasser über den LuFi reinkommt, gehts auch wieder raus ... wohl wieder über den Krümmer ... ???

  • Die nächste Optimierungsstufe wäre Filtermatte vor dem Drehschieber. Im übrigen ist das mein 2. Drehschieber. Der angesaugte Luftstrom vom Vergaser ist so enorm, dass mein erster aus 0,7 Stahlblech nach 3.000km in Stücke gerissen wurde. Der hier ist 1mm.

  • :wink1:

    Muss ich von den 4 Kerzensteckern aus rückwärts suchen?

    So würde ich das machen.

    Oder Meterware Schlauch, der etwas größer ist als der Kerzenstecker, über die Zündkabel schieben, so dass er an der Zündspule am Gehäuse und am Zylinderkopf am Metall etwas aufstaucht und die Zündkabel auf voller Länge möglichst gut umhüllt sind. Würde wahrscheinlich Schlumpfschrauch 3:1 nehmen und direkt am Zündspulen-Anschluss wie am Kerzenstecker (am Stecker etwas überstehend) anschrumpfen, dass er möglichst abschliesst.

    Ich weiss jetzt nicht, wie beim VT500-Motor die Zündkerzen eingesetzt sind - gibt es da "Kerzenlöcher", in denen sich Wasser sammeln kann? Wenn ja, ist es natürlich wichtig, dass diese so abgedeckt sind, dass da kein Wasser reinkommt - auch wenn es so aussieht, als ob nur der Sechskant an der Kerze etwas feucht wird (und durch die Hitze schnell wieder trocknet), kann dort Wasser schon zu Störungen führen ...


    Sind die Zündspulen auch so gut verpackt, dass da kein Wasser rankommt? Die Niederspannungsseite (von der LiMa über die CDI bis zur Zündspule) ist wenig empfindlich gegen Feuchtigkeit (nur die Folge von Feuchtigkeit - Korrosion - führt da bald zu Störungen), die Hochspannungsseite ist hochempfindlich.






    :wavey:

    [SIGPIC][/SIGPIC]
    Meine Maschinen sind alt genug, um selbst zu entscheiden, das macht es manchmal etwas anstrengend, mit ihnen unterwegs zu sein.
    Wenn meine Fähigkeiten nachlassen und ich meine CM 400T nicht mehr fahren kann, dann hole ich mir 'n Motorrad - und wenn's damit nicht mehr geht, 'n Lanz Bulldog.

  • Olaf vermutet völlig richtig, das Nässe in die Kerzenlöcher gelangen kann.

    Bei.meinen zahlreichen Honda-V2 sind diese Löcher durch Gummikappen der originalen Elektrik geschützt.


    Meine Empfehlung:


    1. Den Fender oben testweise noch mal um 15cm nach hinten verlängern.

    Ein Stück Plastik-Lebensmittel-Verpackung und Panzerband reichen dafür schon.


    2. Kerzenlöcher der Zylinder provisorisch dicht machen. Die originale Elektrik hat ( bei meinen ) dafür Gummideckel. Alufolie oder was anderes nicht Brennbares reicht.

    Der hintere Zylinder scheint mir besonders verdächtig, insbesondere das rechte Kerzenloch.

    Man muss nicht immer schreiben, was man denkt.
    Man muss es aber auch nicht immer für sich behalten. :D
    [SIGPIC][/SIGPIC]

  • :wink1:


    Hab mir die Konstruktion jetzt mal näher bebildert ...

    Das Loch im Ventildeckel dürfte ja genug Wasser fassen, um immer schnell mal 'nen Espresso machen zu können :o

    Die originale "Dichtung" darüber dürfte heute bestenfalls noch Steinchen und Split abhalten - selbst als Staubschutz nach 40 Jahren nicht mehr viel taugen. Und wenn der andere Zündungsstrang nur den Hauch einer Schwäche (Feuchtigkeitsempfindlichkeit) zeigt, dürfte auch die Doppelzündung nix mehr nützen.


    Wenn dann noch vom Hinterrad mehr Wasser Richtung Motor geworfen wird, als die Original-Konstruktion abschirmen konnte (ausser dem originalen Kotflügel waren da vielleicht noch mehr Teile im Weg :nixweiss:), wird es schwierig.






    :wavey:

    [SIGPIC][/SIGPIC]
    Meine Maschinen sind alt genug, um selbst zu entscheiden, das macht es manchmal etwas anstrengend, mit ihnen unterwegs zu sein.
    Wenn meine Fähigkeiten nachlassen und ich meine CM 400T nicht mehr fahren kann, dann hole ich mir 'n Motorrad - und wenn's damit nicht mehr geht, 'n Lanz Bulldog.

  • Mmmmh, Olaf, du bringst mich da auf eine Idee … :D


    Aber natürlich stimmt es, das altes Gelumpe nach 40 Jahren nicht mehr viel taugt.

    Es zeigt aber, dass es da immer schon eine Problematik gab.

    Es gilt, den Bereich trocken zu halten.

    Man muss nicht immer schreiben, was man denkt.
    Man muss es aber auch nicht immer für sich behalten. :D
    [SIGPIC][/SIGPIC]

  • Stimmt, die alten Dichtungsgummies an den Zündkabeln sind spröde und passen nicht mehr so gut! decken aber noch ringsum ab. ich werd das mal genauer untersuchen.

  • Danke, ich denke auch, dass ich als nächstes in die Richtung arbeiten muss! Die Schächte im Verntildeckel sind ziemlich verbaut und da braucht man schon Spinnenfinger um überhaupt annähernd an die Kerzen zu kommen. Ich fürchte da muss der Tank und die Luftführung wieder runter. Vorher gehe ich noch an die Zündspulen, die liegen zwar geschützt hinter dem Kühler, aber das Vorderrad schaufelt trotzdem noch einiges an Feuchtigkeit hoch.