Tankentrostung - Eure Erfahrungen / Tipps

  • Hallo zusammen,

    Mein Tank hat leider ein paar (evtl. ein paar mehr) Roststellen und der Boden sieht „versifft“ aus.

    Wie habt Ihr Eure Tanks entrostet / gereinigt?

    Habt Ihr hier Tipps für mich / uns wie Ihr das gemacht habt?

    Evtl selbst gemacht?

    Hier wären Eure Erfahrungen hilfreich.

    Oder durch eine Firma machen lassen.

    Beim wem und zu welchen Kosten?

    Wäre super wenn wir hier ein kleines Kompendium für alle erstellen könnten.

    Grüße

    Raphael

    Honda CBR 600 F PC35 Bj.: 2000 (Vergaser) & Kawasaki Z125 Bj.: 2020

  • Dabei kommt es auf die eigenen Möglichkeiten an.

    Die Arbeit und den Dreck dabei sollte man nicht unterschätzen.


    In einer Mietwohnung würde ich mir sowas schenken.

    Wenn man dagegen Platz,

    Zugang zu Wasser/Abwasser und genug Mucki's hat,

    um den vollen Tank mehrfach zu wuppen,

    kann man das machen.
    Es kann aber auch was schiefgehen,

    beispielsweise Überläufe verkleben.

    Dazu kommt noch die Tankform.

    Wenn es da tief, unzugängliche "Taschen" gibt,

    ist es schwieriger.

    Mir wäre es (jetzt inzwischen) die Ersparnis nicht wert.

    Das Geld für einen Fachbetrieb beinhaltet immerhin Garantie.

    Dieser Thread wird zu Schulungszwecken aufgezeichnet !!! :wink1:

  • Alle Tanks bisher mit Zitronensäure entrostet, keiner ist innen beschichtet.

  • Alle Tanks bisher mit Zitronensäure entrostet, keiner ist innen beschichtet.

    und danach immer möglichst voll halten. Ab und an ein Schuss Zweitaktöl mit reingeben!

    Würde ich beim 4 Takter mit Öl aber nicht machen

  • Abkleben, ein und auslauf verstopfen und anschließend mit Zitronensäure innen behandeln. anschließend nüscht, wenn man ganz eifrig ist kann man aber danach den noch Innenbeschichten.

    Das mit dem 2 Takt öl würd ich bei Katalysatormaschinen nicht machen, bei allen vor 1980 dürfte es aber völlig egal sein.

    Mit freundlichen Grüßen
    Grischa

  • Habe das mit einem Tank einer Sevenfifty durch.

    Es gab Rost und Bodensatz, der Händler als Vorbesitzer hatte wohl gedacht ich merke das nicht...

    Was mußte neu : Benzinhahn plus Dichtung, komplette Benzinschläuche, Benzinfilter, 4 x Vergaserdichtsätze, Vergaserbank ultraschallen, Tank entrosten, Tank mit durchsichtigem Kunstharz versiegeln plus die komplette Arbeit! Das Ganze wollte der Händler über seine Werkstatt mit der Garantieversicherung abrechnen!

    Ach ja, und er wollte mit so einer Pampe a la POR 15 arbeiten... wahrscheinlich ohne vorher mechanisch und chemisch zu entrosten...

    Das habe ich verneint, er hat nur die Teile besorgen dürfen. Die "Arbeit" des Entrostens habe ich an eine spezialisierte Firma hier aus der Nähe gegeben, die Vergaserbank hat mir ein befreundeter Schrauber geschallt.

    Dann habe ich das Puzzle wieder zusammengebaut und der Schrauber hat die Vergaser am Ende synchronisiert.

    So hatte ich das Optimum ( mit Garantie auf die Entrostung und Dichtheit ) erreicht und nebenbei einen Haufen Geld gespart, der dann in den nächsten Mopped- Urlaub floß ?

    Solche Spezialisten gibt es fast überall...

    Das Ganze, vor Allem die Entrostung, in Eigenregie zu lösen, hätte meine Möglichkeiten sicher überstiegen !

  • Stark das sich so viele beteiligen.

    Ein paar Fragen/Anmerkungen zum Thema Zitronensäure zur Tankentrostung.

    Muss man hier vorher den Tank entfetten (Aceton)?

    Und wie bekommt man die Säure zum Schluss wieder komplett raus? Ausspülen ist klar aber da bleibt ja immer etwas zurück.

    Und zum Thema Rostio was muss man hier vorbereiten oder hinterher beachten?

    Das könnte den ein oder anderen der in einer ähnlichen Situation ist sicher interessieren.

    Danke fürs mitmachen ?

    Honda CBR 600 F PC35 Bj.: 2000 (Vergaser) & Kawasaki Z125 Bj.: 2020

  • Wenn du nicht häufig Diesel getankt hast,

    sollte Benzin den Tank fettfrei gehalten haben.

    Ebenso sollte man wegen der Säure nicht übergrübeln.

    Dreimal spülen, 10x, dann 20x, dann 30x schwenken und du kannst dir mit dem Wasser bedenkenlos einen grünen Tee kochen.

    Dieser Thread wird zu Schulungszwecken aufgezeichnet !!! :wink1:

  • Hi Raphael,

    mach doch mal ein Bild vom Tank, also vom Inneren.

    Ich denke es hängt auch davon ab, wie stark die Verrostung ist.

    Bei leichtem Rost haben sich wohl die ganzen Säure-Methoden gut bewährt.

    Hab sogar mal gehört, daß es auch mit Cola gehen soll.

    Bei richtig starkem Rost kommt man wohl um mechanisch, abrasive Methoden nicht herum.

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    Ich habe bislang mit den Produkten von Ammon (Horex Restaurator) gute Erfahrung gemacht.

    Die Reiniger- und Entroster-Chemie gibt es einzeln und als Bundle mit einer wirklich guten Beschichtung (Kreem).

  • :wink1:

    Bei modernen Tanks, die aus mehreren Stücken zusammengestzt sind, hilft die mechanisch-abrasive Methode nicht wirklich, weil der schlimmste Rost in den Sicken und Falzen sitzt, wo Split nicht reinkommt.

    Ich hab mal einen Tank in eigentlich katastrophalen Zustend hier bearbeiten lassen. Der war aus 2 Tanks zusammengesetzt - Originaltank für die CM oben weitgehend weggeschnitten, nur einen Stabilisierungsbügel stehengelassen, dann einen Yamaha-Tank ohne Unterseite draufgesetzt und verlötet. Passten über 22 Liter rein.

    Wer das wann gemacht hat :nixweiss: als der Tank zu mir kam, war er innen heftig rostig und hatte unten schon Durchrostungen. Gelötet, entrostet, innen beschichtet - hat 10 Jahre gehalten, dann kam an einer Stelle Sprit durch die Spachtelmasse, die die Schweissnaht abdeckt.

    Wenn der Tank also schon Rostfraß hat (unten wo es "versifft" aussieht), ist Nachdenken über einen besseren Tank vielleicht zielführender ...


    :wavey:

    [SIGPIC][/SIGPIC]
    Meine Maschinen sind alt genug, um selbst zu entscheiden, das macht es manchmal etwas anstrengend, mit ihnen unterwegs zu sein.
    Wenn meine Fähigkeiten nachlassen und ich meine CM 400T nicht mehr fahren kann, dann hole ich mir 'n Motorrad - und wenn's damit nicht mehr geht, 'n Lanz Bulldog.

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    Guten Morgen und danke für Eure Zahlreichen Informationen

    Hier ein paar Bilder meines Tanks:

    Bild 1 und 2 zeigen den Boden des Tanks. Der Tank hat links und rechts noch „Rillen die Richtung Lenker gehen“. Hiervon kann ich leider keine Bilder machen (mein Endoskop hat Füße bekommen … mmmmhhh )

    Dieser Teil sieht auch so aus wie der Boden.

    Bild 3 zeigt den Tank oben. Hier sieht alles „gut“ aus.

    Reicht hier Zitronensäure aus?

    und wieviel würdet Ihr hier nehmen?

    Der Tank hat 17 Liter. Reicht da 1/2 Liter aus?

    olaf-frankfurt leider finde ich keinen neuen Tank für meine 26 Jahre alte Maschine

    Honda CBR 600 F PC35 Bj.: 2000 (Vergaser) & Kawasaki Z125 Bj.: 2020

  • :wink1:

    Es könnte durchaus 26 Jahre alte Tanks geben, die besser im Zustand sind.

    Selbst für meine über 40 Jahre alten Maschinen gibt es noch Tanks, die kaum Rost haben. Die kosten dann allerdings schon fast wieder Neupreis :o


    :wavey:

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    Meine Maschinen sind alt genug, um selbst zu entscheiden, das macht es manchmal etwas anstrengend, mit ihnen unterwegs zu sein.
    Wenn meine Fähigkeiten nachlassen und ich meine CM 400T nicht mehr fahren kann, dann hole ich mir 'n Motorrad - und wenn's damit nicht mehr geht, 'n Lanz Bulldog.

  • Ich entroste immer, bzw. normalerweise in 4 Stufen, bei komplett verrostet - also "worst case"

    1: Kugeln, Muttern etc. rein und schütteln, bewegen - wenn möglich sauber und fest in einem Karton eingeklemmt, der wiederum in nem Betonmischer verkeilt ist. Sonst über Muskelkraft.

    2: Über Elektrolyse mit Reinigungsmittel (gibts Anleitungen in der U Röhre) - Masse an Tank, Anode über langen Baunagel durch Einfüllstutzen. Alte KFZ Batterie die am Ladegerät hängt. Ab un zu den Schmodder abschöpfen. Kann bis zu 3 Tage dauern.

    3. Zitronensäure - randvoll. Kann auch bis zu 3 Tage dauern.

    gut trocknen lassen aber nicht spülen

    4. Rostumwandler, also de facto Phosphorsäure (hier kommt evtl die Cola ins Spiel). Ich nehme eine Flasche Nigrin und kippe die rein. schwenke die durch und seh zu das alles überall hinkommt. Dann wieder raus und zurück in die Flasche - kann öfter verwendet werden. Ob das wirklich notwendig ist - nicht sicher - aber ich fühl mich besser dabei.

    Zum Schluss gut spülen, je nach Wasser am Wohnort, zum Schluß eventuell destiliertes Wasser nehmen. Dannn gut trocknen lassen, ggf. auch mehrere Tage, eventuell Backofen bei 40 - 50 Grad über mehrere Stunden (aber auf den Lack aupassen).


    PS: und niemals niemals niemals diesen Mist von Tankversiegelung rein. Es soll gute geben, aber das halte ich für ein Mythos, normalerweise setzt sich was drunter, es kondensiert und der Rost entsteht dadurch erst. Überwintern entweder ganz leer oder ganz voll.

    Alteisenfahrer & Öl Fred Lover