Honda FT500 - Nockenwelle und Kipphebel verschlissen

  • Hallo,

    ich habe vor kurzem eine optisch gut dastehende FT500 gekauft. km-Stand: 22000; Da habe ich eigentlich keine Probleme erwartet. Heute den Ventildeckel abgemacht - ach du meine Güte.... Nockenwelle an den Nocken eingelaufen, an den Kipphebeln ist Material ausgebrochen. Ich habe nach Ersatzteilen gesucht, es wird aber nur gebrauchtes angeboten. Wie kann das nach 22tkm sein? Und was schlagt Ihr vor? Evtl. überarbeiten lassen? aber wo?

    Gruß WoW

  • Wie das sein kann?

    Die Vorbesitzer haben es mit dem Ölstand nicht so genau genommen.

    Aber das hilft dir jetzt nur insofern, dass du genau drauf schauen solltest, ob Öl zum Zylinderkopf gelangt.

    Die Ersatzteil-Frage ist bei einem Mopped aus den Achtziger Jahren natürlich ein Problem.

    (Ich habe gerade zähneknirschend eine heftige Summe für einen Schloss-Satz für ein anderes Achtziger Jahre Modell zahlen dürfen…. :fetch: )

    Die FT 500 war das letzte Modell mit dem Motor aus der XL (auch X-Öl genannt, weil die alle am Zylinderkopf geölt haben).

    Es könnten Teile einer XL 500 S passen.

    Dieser Thread wird zu Schulungszwecken aufgezeichnet !!! :wink1:

  • Es könnten Teile einer XL 500 S passen.

    Die Nockenwelle und Kipphebel sind baugleich - nutzt aber nichts, weil ich keine Neuteile bekomme. Hat jemand mit einer Auftragsschweißung und Schleifen/Härten bei einem Instandsetzer Erfahrung? Zudem - wie prüfe ich, ob dieser bei der FT interne Ölweg in den Kopf frei ist?

  • Hallo,

    was auch passt: die Nockenwelle von XL250S bzw XL250R MD03. In der Oldtimer Praxis 2/26 fand sich ein interessanter Hinweis. Bei aliexpress gibt es NW mit Kipphebeln für XL250 zu einem absoluten Spottpreis, ca 33 $. Die Kipphebel sind halt nur für die 250er Motoren.

    EGU bietet überholte Kipphebel für die XL500 für 100 Euro im Tausch.

    Testen ob Öl gefördert wird: das Zylinderkopfoberteil ist ja wohl demontiert, also Zündkerze raus, Wartungsdeckel am linken Motorseitendeckel entfernen, dann kann man die Kurbelwelle mit einem Rohrschlüssel oder einer Nuss durchdrehen. Spätestens nach ca 50 Umdrehungen sollte sichtbat Öl ankommen.

    Die Ölundichtigkeiten zwischen Kopf und Kopfoberteil lassen sich vermeiden, wenn die obere Motorhalterung entfernt wird. 1980 habe ich eine neue XL500 gekauft. Lt. meinem Händler war das eine Empfehlung von Honda Deutschland.

    Gruß

  • Hallo,

    die Nockenwelle - original Honda von CMSNL - ist gestern gekommen, die überarbeiteten Kipphebel von EGU habe ich auch bekommen. Beim Ausbau der Kipphabel habe ich aber graue Haare bekommen. Diese Stahlbolzen, die per Preßpassung in den Lagerbolzen der Kipphebel sitzen, habe ich fast nicht herausbekommen. Also diese Konstruktion überzeugt mich nicht. Ich habe zwar von EGU neue Bolzen für die Montage bekommen, aber da ich beim Ausbau so große Probleme hatte, würde ich lieber eine Spannhülse verwenden. Gibt es dazu Erfahrung von Euch?

    Gruß WoW

  • :wink1:

    Handelsübliche Spannhülsen sind nicht gehärtet und demzufolge verschleissanfällig. Habe schon welche gehabt in Autotür-Scharnieren (die nicht so viel bewegt werden wie Kipphebel), die soweit durchgescheuert waren, dass 'ne Tür abfiel :o

    Inwieweit das Spritzöl im Zylinderkopf den Verschleiss bremst :nixweiss: ich nehme an, dass es ihn nicht vollständig verhindern kann.


    :wavey:

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    Meine Maschinen sind alt genug, um selbst zu entscheiden, das macht es manchmal etwas anstrengend, mit ihnen unterwegs zu sein.
    Wenn meine Fähigkeiten nachlassen und ich meine CM 400T nicht mehr fahren kann, dann hole ich mir 'n Motorrad - und wenn's damit nicht mehr geht, 'n Lanz Bulldog.

  • Handelsübliche Spannhülsen sind nicht gehärtet

    Bestehen die nicht aus Federstahl? Die müßten gehärtet sein.Zudem geht es ja um die Kipphebellagerwelln. Die werden durch die Stifte gehalten und erfahren nur ein kleines Drehmoment durch die darauf drehende Kipphebellagerung.

    Gruß WoW

  • :wink1:

    Wenn Du hier die Teile Nr. 17 meinst, sollte auch ein rostiger Nagel halten :roll1:


    :wavey:

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    Meine Maschinen sind alt genug, um selbst zu entscheiden, das macht es manchmal etwas anstrengend, mit ihnen unterwegs zu sein.
    Wenn meine Fähigkeiten nachlassen und ich meine CM 400T nicht mehr fahren kann, dann hole ich mir 'n Motorrad - und wenn's damit nicht mehr geht, 'n Lanz Bulldog.

  • :wink1:

    Bei meinen CMs sind die Kipphebelwellen nur "reingeworfen" und mit einfachen Blechteilen am rausrutschen gehindert (hier Teile Nr. 3 und 4).

    Ich denke, diese Fixierstifte sind vielleicht etwas überkonstruiert - wie die Wellen am richtigen Ort gehalten werden, dürfte egal sein, Hauptsache sie können nicht wandern.

    Zuerst dachte ich tatsächlich, Du wolltest die Kipphebelwellen ersetzen ...


    :wavey:

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    Meine Maschinen sind alt genug, um selbst zu entscheiden, das macht es manchmal etwas anstrengend, mit ihnen unterwegs zu sein.
    Wenn meine Fähigkeiten nachlassen und ich meine CM 400T nicht mehr fahren kann, dann hole ich mir 'n Motorrad - und wenn's damit nicht mehr geht, 'n Lanz Bulldog.

  • Zuerst dachte ich tatsächlich, Du wolltest die Kipphebelwellen ersetzen ...

    Hahaha - das habe ich aber nicht geschrieben, das ist deiner Phantasie geschuldet :roll:

    Ich schau mir das gleich nochmal an und entcheide dann, was ich mache. Der Ausbau der Paßstifte - nach Hondamanual - war so martialisch, daß ich die Dichtfläche nacharbeiten mußte, obwohl ich mich sehr bemüht hatte, die Kollateralschäden gering zu halten....

    Gruß WoW

  • :wink1:

    Ja, das lag daran, dass ich eine Fixierung mit irgendwelchen martialischen Bolzen noch nicht gesehen hatte.

    Mit den angedachten Spannhülsen bist Du da wahrscheinlich besser dran, wenn Du denn nochmal da ran musst.


    :wavey:

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    Meine Maschinen sind alt genug, um selbst zu entscheiden, das macht es manchmal etwas anstrengend, mit ihnen unterwegs zu sein.
    Wenn meine Fähigkeiten nachlassen und ich meine CM 400T nicht mehr fahren kann, dann hole ich mir 'n Motorrad - und wenn's damit nicht mehr geht, 'n Lanz Bulldog.

  • Ein gutes Forum für dich wäre auch XL500.de.

    Die superstramm sitzenden Passstifte haben schon viele zur Weißglut gebracht. Am 500er Motor bekommt man sie aber, so weit ich weiß, oft sogar mit der Gripzange heraus. Auch du hast sie ja zerstörungsfrei entfernen können. Am 250er (den ich habe) ist es oft noch schwieriger, Beim Entfernen nach Handbuchmethode (mit Dremel-Kerbe im Passstift und herausschlagen mit Beitel oder Schraubenzieher) brechen sie oft ab. Dann bleibt nur, den Zylkodeckel von oben anzubohren und sie herauszuschlagen. die Löcher verschließe ich mit Madenschrauben.

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    Du willst dir das Reinprügeln der neuen Passstifte ersparen, volles Verständnis. Die Gefahr ist, dass deine Spannhülsen während der Fahrt nach unten herausfallen. Der 250er-Motor - siehe Foto - hat Angüsse, die zumindest ein komplettes Herausfallen verhindern. Die 500er haben diese Angüsse wohl nicht. Wenn die Spannhülse herausfällt, gibts vermutlich erstmal nur Krach. Was aber, wenn sich der Stift in die Windungen einer der Ventilfedern reinklemmt? Oder sogar bei der Nockenwelle ankommt?

    Bei den XL 500-Cracks habe ich die Empfehlung gelesen, schon auf die günstigeren Passstifte 5x?? Millimeter von ebay zu verzichten - weil sie nicht die genau richtige Passung haben. Es hat wohl schon seinen Grund, dass die originalen Passstifte so stramm sitzen, Herausfallen wäre wohl fatal. Wenn das mit den lockerer sitzenden Spannhülsen klappen sollte - berichte doch mal im XL 500-Forum darüber.

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    Gruß, rob

  • Hallo,

    ich habe das Problem inzwischen so gelöst:


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    Wenn ich auf eine längere Tour gehe - was wäre zu empfehlen an Ersatzteilen mitzunehmen? Denke da an Zündanlage/Regler. Wie robust sind die?

    Gruß WoW