CB400T-Rumpfmotor mit CB400N-Zylinderkopf – Ölverlust zwischen den Zylindern

  • Hallo zusammen,

    ich habe eine etwas ungewöhnliche Kombination und hoffe, dass jemand hier Erfahrung mit diesem Motoraufbau hat.

    Ich habe einen CB400T-Rumpfmotor mit CB400T-Zylinder und einem CB400N-Zylinderkopf.

    Der Motor hat etwa 40.000 km gelaufen und stand anschließend ca. 30 Jahre. Die Zylinder wurden überholt und es wurden zwei neue Kolben eingebaut. Außerdem wurden eine neue Zylinderfußdichtung und Zylinderkopfdichtung montiert. Der Rumpfmotor und die Kurbelwelle wurden nicht überholt.

    Der Motor läuft nach dem Zusammenbau ausgesprochen gut und ruhig.

    Unterschied der Ölversorgung T zu N

    Beim originalen CB400T-Motor wird der Zylinderkopf über die beiden hinteren äußeren Stehbolzen mit Motoröl versorgt.

    Der CB400N-Zylinderkopf besitzt diese Ölführung des T-Kopfes dagegen nicht, da der N-Kopf über eine externe Ölsteigleitung mit Öl versorgt wird. Entsprechend fehlen am N-Kopf auch die entsprechenden Bohrungen für die ursprüngliche T-Ölversorgung.

    Da mein T-Rumpfmotor den beim N-Motor vorhandenen zusätzlichen Ölanschluss am Motorgehäuse nicht besitzt, habe ich die Ölversorgung des N-Kopfes über einen Ölkühler in den Ölkreislauf integriert. Von dort führt eine externe Ölsteigleitung zum N-Zylinderkopf.

    Der Ölkühler und die Leitungen selbst sind dicht und die Ölversorgung des Kopfes funktioniert.

    Ein interessanter konstruktiver Punkt

    Soweit ich sehen kann, unterscheiden sich T- und N-Zylinderkopf bei den inneren Stehbolzen in diesem Bereich nicht grundsätzlich: Die inneren Stehbolzen liegen beim Durchgang durch den Zylinderkopf frei bzw. sind nicht von einer besonderen Hülse umgeben.

    Daher vermute ich nicht, dass der Ölverlust einfach durch eine grundsätzlich andere Ausführung der inneren Stehbolzen beim N-Kopf verursacht wird.

    Das Problem

    Trotzdem tritt nach längerer Laufzeit und bei warmem Motor Öl aus:

    • zwischen den beiden Zylindern auf der rechten Seite
    • ungefähr im Bereich des hinteren inneren Stehbolzens
    • das Öl scheint aus dem mittleren Zwischenraum rechts am Zylinderkopf zu kommen und läuft anschließend nach unten.

    Ob das Öl tatsächlich oben am Stehbolzen austritt, kann ich momentan nicht sicher sagen.

    Interessant ist dabei die Konstruktion des N-Kopfes: Die externe Ölsteigleitung endet unmittelbar vor dem hinteren inneren Stehbolzen. Von dort führt offenbar ein kleiner Kanal in Richtung Stehbolzenbereich.

    Meine Vermutung ist daher, dass möglicherweise Öl über die verjüngte Schraube bzw. den Anschluss der Steigleitung am Kipphebel-/Kopfbereich und eventuell über deren Gewinde in Richtung des hinteren inneren Stehbolzens gelangen könnte. Ich bin mir aber nicht sicher, ob dieser Ölweg tatsächlich existiert.

    Wichtig: Der Ölverlust an exakt dieser Stelle bestand bereits vor dem jetzigen Zerlegen und dem Einbau der neuen Kolben und Dichtungen.

    Meine Fragen

    Kennt jemand diese Kombination aus CB400T-Rumpfmotor/Zylinder und CB400N-Zylinderkopf und insbesondere diese Ölundichtigkeit?

    Mich interessieren vor allem folgende Punkte:

    1. Gibt es beim CB400N-Zylinderkopf im Bereich des hinteren inneren Stehbolzens eine Ölbohrung oder einen Ölkanal, der mit diesem Zwischenraum kommuniziert?
    2. Gibt es an dieser Stelle eine zusätzliche Dichtung, einen O-Ring oder eine besondere Abdichtung, die leicht übersehen werden kann?
    3. Könnte Öl tatsächlich vom Anschluss der externen Ölsteigleitung über das Gewinde bzw. den kleinen Ölkanal in Richtung des hinteren inneren Stehbolzens gelangen?
    4. Könnte es bei der Kombination von T-Zylinder und N-Kopf zu einer Ölverbindung bzw. einem Ölraum kommen, der bei der originalen Kombination anders abgedichtet wird?
    5. Ist dieser Bereich als mögliche Ölverluststelle bei der CB400N bekannt?

    Ich wäre besonders an einer Antwort von jemandem interessiert, der bereits mehrere CB400T/CB400N-Motoren zerlegt oder aufgebaut hat.

    Vielen Dank!

  • Kommt vermutlich vom Zylinder selbst. Wenn du den abbaust und von unten betrachtest ist da ein ca. 1mm breiter Kanal der nach vorde ins freie führt. Dafür haben die beiden linken Stehbolzen Gummidichtungen angebracht, die diesen Kanal abdicghten. Wofür der eigentlich da istg weiss wohl nichtzmal Honda selbst. Abhilfe ist, die Sacklöcher der beiden Stehbolzen akriebisch reinigen und neue Bolzen verwenden, dann wird es auch wieder dicht.

    Vergiss das Pferd - echte Ritter kommen auf dem Motorrad.

    Das Internet is nur ein Hype - Bill Gates 1993

  • Danke für den Hinweis. Die von dir beschriebenen ca. 1 mm breiten Kanäle habe ich beim Zusammenbau tatsächlich gesehen. Bei meinem Zylinder befinden sie sich allerdings auf der anderen Seite, also links und nicht rechts, während mein Ölverlust rechts auftritt.

    Ich habe außerdem bereits mehrere verschiedene Stehbolzen ausprobiert, allerdings immer solche, die am unteren Ende die entsprechenden Gummidichtungen haben. Bei allen vier innenliegenden Stehbolzen sind diese Gummidichtungen vorhanden.

    Deshalb bin ich mir momentan noch nicht sicher, ob dieser Kanal bei meinem Problem tatsächlich die Ursache sein kann.

    Ist das von dir beschriebene Problem bei diesen Motoren denn häufiger bekannt? Und wenn dieser Kanal bzw. die Stehbolzen dort undicht sind: Tritt das Öl dann tatsächlich innerhalb des Zylinders nach oben und kommt oben am Zylinderkopf bzw. am Stehbolzen wieder heraus? Das wäre für mein Fehlerbild natürlich eine wichtige Erklärung.

    Herzliche Grüße

  • :wink1:

    Du hast die Schrauben mit den aufvulkanisierten Dichtungen (hier 16 und 17) nicht (oder nicht an den richtigen Stellen) eingebaut. Die müssen links von der Steuerkette sein, wenn nicht (oder alte Dichtungen nicht wieder dicht), ölt es unten zwischen den Zylindern raus.


    :wavey:

    [SIGPIC][/SIGPIC]
    Meine Maschinen sind alt genug, um selbst zu entscheiden, das macht es manchmal etwas anstrengend, mit ihnen unterwegs zu sein.
    Wenn meine Fähigkeiten nachlassen und ich meine CM 400T nicht mehr fahren kann, dann hole ich mir 'n Motorrad - und wenn's damit nicht mehr geht, 'n Lanz Bulldog.

  • Danke für den Hinweis. Die unterschiedlichen Längen der Stehbolzen habe ich berücksichtigt: Die vier vorderen Stehbolzen sind länger als die vier hinteren.

    An den vier inneren Stehbolzen, also jeweils zwei kurze und zwei lange, sind bei mir auch die aufvulkanisierten Gummidichtungen vorhanden. Ich habe beim Zusammenbau darauf geachtet, dass sie an den entsprechenden Positionen sitzen.

    Deshalb würde mich interessieren, ob du mit deiner Aussage meinst, dass die aufvulkanisierten Dichtungen trotz vorhandener Montage bei alten Stehbolzen mit der Zeit undicht werden können und dadurch genau dieser Ölverlust entsteht.

    Und falls möglich: Kannst du bitte kurz erklären, welchen Ölkanal diese Dichtungen abdichten und wie das Öl bei einer undichten Dichtung zwischen den Zylindern austritt?

  • :wink1:

    Ab Modelljahr "unbekannt" hatte Honda diese Schrauben - aber nur links vom Steuerkettenschacht zur Abdichtung von kleinen Kanälen, deren Sinn niemand kennt

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    (Bild eben mal bei i-bäh geklaut).

    Natürlich kann es passieren, dass diese Dichtungen - wenn sie einmal draussen waren - nicht wieder dicht werden. Habe da mehrfach mit Curil rumpfuschen müssen :o

    Ob diese Kanäle und Dichtungen zusammen mit dem Wechsel der Ölversorgung kamen :nixweiss: die Ölversorgung ist aber kein N- oder T-Unterschied, die Modelle wurden zu Anfang parallel gebaut und hatten beide die innenliegende Ölung. Die Umstellung kam wohl 1982 - von der CB 400N gibt es kein 1982er Modell, aber mit Baujahr 1982 gab es trotzdem ein paar kleine Änderungen (u. a. auch die besseren Gabelbrücken). Die 1982er CB 450T (hier nie auf dem Markt gewesen) und CM 400 Custom hatten schon aussenliegende Ölleitung.

    Dass Ölaustritt zwischen den Zylindern andere Ursache hat, ist mir noch nicht untergekommen. Wenn Du aber sicher sagen kannst, dass es rechts vom Steuerkettenschacht rauskommt, muss da was defekt sein. Riss im Zylinder eher nicht, aber vielleicht Riss im Steuerkettenschacht.
    Die inneren Kopfschrauben-Kanäle sind offen, die Dichtungen dichten normal gegen Öl von unten. Wenn es wirklich von oben kommt - hast Du die Kupferscheiben an den Schrauben? Ist da vielleicht eine marode/gerissen?


    :wavey:

    [SIGPIC][/SIGPIC]
    Meine Maschinen sind alt genug, um selbst zu entscheiden, das macht es manchmal etwas anstrengend, mit ihnen unterwegs zu sein.
    Wenn meine Fähigkeiten nachlassen und ich meine CM 400T nicht mehr fahren kann, dann hole ich mir 'n Motorrad - und wenn's damit nicht mehr geht, 'n Lanz Bulldog.

  • Danke Olaf, das hilft schon einmal sehr weiter.

    Bei mir ist es tatsächlich rechts vom Steuerkettenschacht, also genau die Seite, auf der das Öl zwischen den Zylindern austritt.

    Die aufvulkanisierten Gummidichtungen sind bei mir an allen vier inneren Stehbolzen vorhanden; die unterschiedlichen Längen der Stehbolzen habe ich ebenfalls berücksichtigt. Die Kupferscheiben an den Schrauben sind auch vorhanden und wurden beim Zusammenbau erneuert bzw. wieder montiert.

    Einen Riss im Steuerkettenschacht hatte ich beim Zusammenbau bereits visuell kontrolliert und konnte dort keinen Riss feststellen. Der Schacht sah für mich völlig unauffällig aus.

    Was mich noch beschäftigt: Bei meinem CB400N-Kopf endet die externe Ölsteigleitung unmittelbar vor dem hinteren inneren Stehbolzen. Von dort geht ein kleiner Kanal in Richtung dieses Stehbolzenbereichs. Ich hatte deshalb den Verdacht, dass Öl eventuell über die verjüngte Schraube, mit der die Steigleitung am Kopf befestigt ist, bzw. über deren Gewinde in diesen Bereich gelangen könnte.

    Der Ölaustritt tritt erst auf, wenn der Motor warm ist und einige Zeit gelaufen hat. Er scheint aus dem mittleren Bereich zwischen den Zylindern rechts zu kommen und läuft dann nach unten. Ob er tatsächlich oben am Stehbolzen beginnt, kann ich momentan noch nicht mit absoluter Sicherheit sagen.

    Da der Ölverlust bereits vor dem jetzigen Zusammenbau vorhanden war, möchte ich natürlich möglichst vermeiden, den Kopf erneut abzunehmen, ohne vorher eine plausible Ursache zu haben.

    Du schreibst, dass die inneren Kopfschrauben-Kanäle offen sind und die Dichtungen normalerweise gegen Öl von unten abdichten. Könnte bei einer Undichtigkeit das Öl tatsächlich im Durchgang des Stehbolzens nach oben steigen und dann oben am Kopf austreten?

    Und falls es doch ein feiner Riss im Steuerkettenschacht wäre: Gibt es eine Möglichkeit, diesen Bereich gezielt zu prüfen, ohne den Kopf wieder komplett abzunehmen?

  • :wink1:

    Wenn Öl oben am Kopf oder knapp unter demn Kopf austritt, ist da was kaputt. Zwischen den Ölkanälen in den Kiphebelböcken und den Löchern für die großen Schrauben ist original kein Durchlass (und auch keine Schwachstelle bekannt).
    Die offenen Bereiche an den langen Schrauben (zu den Luftdurchlässen zwischen Zylindern und Steuerkettenschacht hin) fangen kurz über den Dichtungen an - dass Öl da bis zum Zylinderkopf hochsteigt, ist äußerst unwahrscheinlich.

    Bist Du sicher, dass es wirklich Motoröl ist, was da austritt? Kondensat, das an einer undichten Stelle der Zylinderkopfdichtung rausdrückt, ist ähnlich schwarz und schmierig.

    Du wirst nicht drumrumkommen, den Kopf wieder runterzunehmen. Du kannst zwar (wenn die Versager draussen sind) mit Spiegel und Lampe oder ggfs. mit Periskop-Kamera etwas in die Luftdurchlässe reinschauen, müsstest aber über längere Zeit den Zylinderkopf mit 130° heissem Öl bedrücken (was theoretisch über die aussenliegende Leitung ja möglich wäre).

    Und was meinst Du mit "vor dem jetzigen Zusammenbau"? Vor dem Umbau auf den Aussenöl-Kopf im Originalzustand?


    :wavey:

    [SIGPIC][/SIGPIC]
    Meine Maschinen sind alt genug, um selbst zu entscheiden, das macht es manchmal etwas anstrengend, mit ihnen unterwegs zu sein.
    Wenn meine Fähigkeiten nachlassen und ich meine CM 400T nicht mehr fahren kann, dann hole ich mir 'n Motorrad - und wenn's damit nicht mehr geht, 'n Lanz Bulldog.

  • Danke Olaf, jetzt kann ich die Vorgeschichte genau erklären.

    Das Motorrad war vor etwa 30 Jahren noch im Originalzustand mit dem CB400T-Zylinderkopf. Dann blieb ein Ventil am rechten Zylinder hängen und beschädigte Kolben und Ventil. Da auch der Zylinderkopf beschädigt war, habe ich damals einen CB400N-Zylinderkopf als Ersatz verwendet.

    Das Motorrad wurde danach allerdings nur lose zusammengebaut und ist in den letzten 30 Jahren praktisch nicht mehr gelaufen.

    Jetzt haben wir es erstmals wieder komplett fertiggestellt. Dabei lief der Motor zunächst schlecht und hatte unter anderem Klappergeräusche und den bekannten Ölverlust an dieser Stelle. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass ich damals einen falschen Kolben eingebaut hatte – Standardmaß in einem Zylinder, der bereits 1. Übermaß hatte. Das Klappern war also sehr wahrscheinlich ein Kolbenkipper.

    Daraufhin wurde der Motor nochmals zerlegt. Beide Zylinder wurden jetzt korrekt gehont und mit zwei neuen Kolben einschließlich neuer Kolbenringe versehen. Außerdem wurden Zylinderfuß- und Zylinderkopfdichtung erneuert und alles wieder zusammengebaut.

    Jetzt läuft der Motor wirklich wunderbar und völlig ruhig – nur der Ölverlust an exakt dieser Stelle ist weiterhin vorhanden.

    Der wichtige Punkt ist also: Der Ölverlust trat erst nach dem damaligen Umbau auf den CB400N-Kopf auf. Im ursprünglichen CB400T-Zustand gab es ihn nicht. Deshalb halte ich einen Zusammenhang mit der Kombination aus T-Rumpf/Zylinder und N-Kopf bzw. deren unterschiedlicher Ölversorgung weiterhin für möglich.

    Und ja: Ich habe das austretende Öl nochmals genau kontrolliert. Es ist definitiv Motoröl – Konsistenz, Farbe und Geruch entsprechen eindeutig dem Motoröl. Kondensat bzw. eine Flüssigkeit aus der Zylinderkopfdichtung können wir daher meines Erachtens ausschließen.

    Wenn der Kopf tatsächlich wieder runter muss, würde ich vorher trotzdem gerne möglichst genau eingrenzen, woher das Öl kommt, da ich den gerade wieder aufgebauten Motor ungern auf Verdacht erneut zerlegen möchte.

  • :wink1:

    Hast Du inzwischen was ergründen können? Ich habe heute im Keller geräumt und dabei einen Innenöl- und einen Aussenöl-Kopf verglichen - nichts zu sehen, und die Zylinder (alt mit Buckelkolben und neu mit Flachkolben) lassen auch keine Unterschiede erkennen.

    Das einzige, was mit dazu einfällt: Riss irgendwo, oder eine der Kupferscheiben an den inneren Schrauben nicht ok. Den schlimmsten Fall (eine Schraube garnicht angezogen) schliesse cih jetzt mal aus :roll1:


    :wavey:

    [SIGPIC][/SIGPIC]
    Meine Maschinen sind alt genug, um selbst zu entscheiden, das macht es manchmal etwas anstrengend, mit ihnen unterwegs zu sein.
    Wenn meine Fähigkeiten nachlassen und ich meine CM 400T nicht mehr fahren kann, dann hole ich mir 'n Motorrad - und wenn's damit nicht mehr geht, 'n Lanz Bulldog.

  • Wir haben es jetzt endlich zeitlich geschafft und haben als erstes mal die Kipphebel wieder abgebaut, da wir bei laufendem Motor festgestellt haben, dass das Öl sichtbar aus dem hinteren rechten inneren Stehbolzen von oben kommt . Wie wie mir schon beim Zusammenbau aufgefallen ist, endet das Gewinde derSchraube der Öl Druckleitung an einem Kanal, der zu diesem Stehbolzen führt. (Siehe Bilder) Diesen Kanal verstehe ich nicht da wenn das Schraubengewinde undicht ist und den Öl Druck durchlässt das Öl direkt von hier über den Stehbolzen nach außen laufen kann.

    Ich habe jetzt schon überlegt diese Schraube der öldruckleitung mit einem Schraubendichtmittel einzubauen , aber irgendwie gefällt mir diese Lösung noch nicht wirklich.

  • :wink1:

    Den Kipphebelbock wollte wohl mal einer von Aussenöler auf Innenöler umbauen - und hat diesen Kanal da reingefräst, aber an der falschen Stelle (inneres statt äusseres Lager).
    Kein Wunder, wenn dann an der Schraube Öl runterläuft

    => Schrottkiste.

    Beim Innenöler wird ja nur das äussere Lager direkt mit Öl versorgt. Das fliesst dann in die "Wanne" zwischen den Lagern und erreicht so als "Sickerschmierung" das innere Lager. Deshalb sind bei den alten Motoren die inneren Lager meistens deutlich stärker verschlissen als die äusseren.

    Wenn man jetzt einen Aussenöler-Kipphebelbock so anbohrt und -fräst, dass das Öl von der äusseren hinteren Kopfschraube in den Verbindungskanal zwischen den Lagern gedrückt wird (und dann oben den Aussenöl-Anschluss verschliesst), gelangt es direkt zu beiden Lagern. Wäre durchaus vorteilhaft. Dazu müsste man den Verbindungskanal anbohren und von der Bohrung einen Kanal zur äusseren hinteren (nicht inneren) Kopfschraube fräsen. Ist in diesem Fall nur an der falschen Ecke gemacht worden :o


    :wavey:

    [SIGPIC][/SIGPIC]
    Meine Maschinen sind alt genug, um selbst zu entscheiden, das macht es manchmal etwas anstrengend, mit ihnen unterwegs zu sein.
    Wenn meine Fähigkeiten nachlassen und ich meine CM 400T nicht mehr fahren kann, dann hole ich mir 'n Motorrad - und wenn's damit nicht mehr geht, 'n Lanz Bulldog.

  • Danke Olaf, das war wirklich eine wegweisende Antwort. Damit ist die Ursache gefunden.

    Jetzt stellt sich nur noch die Frage nach der besten Reparatur. Ich möchte den falsch gesetzten Kanal dauerhaft verschließen.

    Was wäre dafür deiner Erfahrung nach die sauberste Lösung? Würdest du ihn z. B. mit einem passenden Gummi- oder Metallstopfen verschließen oder den Kanal verschweißen lassen?

    Löten erscheint mir wegen der Temperaturen am Zylinderkopf eher nicht ideal. Ich habe auch schon an Flüssigmetall gedacht oder spezielles Loctite, um an der Schraube bereits abzudichten.

    Einen gebrauchten Kipphebelbock zu suchen wäre natürlich eine Alternative, allerdings sind Kipphebel und Nockenwelle bei meinem Motor bereits aufeinander eingelaufen. Deshalb würde ich den vorhandenen Bock eigentlich gerne reparieren.

    Was würdest Du unternehmen?

    Oder hat sonst noch jemand eine Idee?