Speed in Kurven

  • Ist ganz einfach das mit der kurvengeschwindigkeit:


    Wenn dir nach einer Kurve das Adrenalin bei den Ohren rausrinnt und die knie weich wie warme butter sind, dann war die letzte Kurve für dein können zu schnell, denn scheinbar hat dich der tod gerade einfach übersehen ;)

  • Ich kann mich den ganzen Vorrednern nur anschließen.. Langsam in die Kurven reintasten, nie übertreiben.


    Rechtskurven nach oben finde ich auch besonders super leicht. Habe um die ecke ein paar Serpentinen mit verschieden engen kurven hintereinander. Super Strecke zum Testen. Da ist mir schon desöffteren die Fussraste in Schräglage links aufgesetzt^^


    Wichtig ist aber defintiv die Übersicht, der Reifen und der Kopf muss wollen^^

  • Ist doch eigentlich ganz einfach: Wenn nichts schrabbelt, dann geht noch was. :wink:

  • Vor zwei Wochen, in den Dolos, kam mir direkt nach einer Haarnadelkurve ein PKW rückwärts fahrend entgegen, weil die Staße zu eng war, als dass der PKW, der aus der Gegenrichtung bergab kam, vorbei kommen konnte. Also hat der vor mir in meine Richtung bergauf fahrende PKW, den ich natürlich nicht gesehen habe, weil er schon hinter der Kurve war und ich noch davor, den Rückwärtsgang eingelegt. Am liebsten hätte ich mich dort weggebeamt mit samt meinen 270 Kilo unterm Hintern. Irgendwas in mir hat irgendwas gemacht und letztendlich stand ich am Wegesrand und der rückwärts rollende PKW glitt irgendwie an mir vobei, da hätte keine Zeitung mehr zwischen gepasst. Nach dem Erlebnis (und eigentlich schon vorher) erübrigt sich für mich die Frage nach der "maximalen Kurvengeschwindigkeit" oder Schräglage. :o


    Unterm Strich hilft nur üben, üben üben... Ich hatte letztes Jahr ein Kurventraining auf einer Kartbahn. Das war richtig gut, da kam niemand entgegen und es fuhr auch niemand rückwärts. Und bei sowas kann man auch mal testen, was so geht, sowohl im eigenen Kopf als auch mit dem Material (Maschine und Reifen).

  • Ich schließe mich natürlich den anderen an, Kurventraining ist sicher am Besten.
    Ergänzen möcht ich noch, was ich letzten Sommer bewusst zu üben begonnen hab:


    *) auf die Rasten gehören die Fußballen, nicht der Mittelfuß
    *) Knieschluss am Tank
    *) Innenknie vor, d.h. man schiebt das kurveninnere Knie vor, am Anfang mal nur 2, 3cm, dann kann man auch das Becken leicht mitdrehen, bzw. die Sitzfläche nach innen verschieben.


    Die Tips hab ich aus dem Buch "Die obere Hälfte des Motorrads" von Bernt Spiegel. Geniales Buch, habs letzten Sommer zum ersten mal gelesen und dann bewusst verschieden Punkte durchgeübt während dem Fahren. Die oben genannten Punkte haben mein kurvenfahren wirklich verbessert, auch wenns zuerst absurd klingt, dass ein "minimales Knieverschieben" wirklich was verändert ^^
    Dass die Fußballen auf die Rasten gehören, wird für die meisten wahrscheinlich selbstverständlich sein, habs leider anders in der Fahrschule gemacht und wär dann nie auf die Idee gekommen, das zu ändern..


  • Dass die Fußballen auf die Rasten gehören, wird für die meisten wahrscheinlich selbstverständlich sein, habs leider anders in der Fahrschule gemacht und wär dann nie auf die Idee gekommen, das zu ändern..


    Hah, dann schau Dich mal um, wie viele (ich vermeide jetzt den Begriff "die meisten") fahren. Charlie-Chaplin Haltung auf den Fußrasten, es sieht so besch***** aus und man sieht es so oft. Natürlich gehören die Ballen auf die Rasten, aber ich glaube, das wissen nur die, die mal ein Sicherheitstraining gemacht haben. Die Fahrschulen scheinen das nicht zu lehren.

  • Meine Fahrschule hat mir das beigebracht.. Liegt aber glaube daran, dass mein Fahrlehrer das mit Herz gemacht hat. Er war Rennsport Profi :D


    Für mich gehört das defintiv dazu, wenn ich mal rasanter und schneller fahre.. Nach 200-300km wird die Position aber auch mal anstrengend, und man platziert die Füsse mal etwas anders^^

  • In der F-Schule wurde mir gesagt,


    auf der Landstrasse u. Ä. Fußballen auf die Rasten, aber auf der Autobahn (Wenns mal sein muss) gehts auch anders. Und so mache ich das...............meistens

  • Ja, klar muss man zwischendurch mal auf eine bequemere Position wechseln ^^
    Ich habs vor dem Buch sicher auch mal gehört, dass man mit Ballen auf den Fußrasten fahren kann/sollte, nachdems aber ungewohnt war und "man ja dann extra vorrutschen muss zum schalten" hab ichs nie so lang gemacht, dass es zur Gewohnheit wurde. Jetzt möcht ichs nimma zurück ändern :wink:

  • Hmm, ein lustiges Thema... :D
    Der Erik darf nur nicht mitspielen, weil er immer so gnadenlos schnell ist ;)


    Die Frage ist ja, ob nun die Geschwindigkeit der ganzen Maschine, des Vorder- oder Hinterrades gemeint ist...Bradl und Marquez also Beispiel lassen hinten durchdrehen... ;)


    Besser als ein Kurven - oder Fahrsicherheitstraining sind zwei an der Zahl und eine nicht unerhebliche Kilometerleistung, denn ein Motorrad kann man nur erfahren ;) Ist wie mit der Liebe - ARBEIT, ARBEIT, ARBEIT!


    Blickführung, Selbstkritik, Positioniernung, Blickführung, Bereifung, Fahrbahnbeschaffenheit, Blickführung, Füllstand des Tanks, Witterung, Blickführung, Erfahrung, Wohlbefinden, Blickführung...einiges hab ich sicher vergessen ;) Wie z.B. Gottvertrauen, wenn hinter der Kehre was ist (s.o.), dann kann das helfen ;)

  • Ist doch eigentlich ganz einfach: Wenn nichts schrabbelt, dann geht noch was. :wink:


    *zustimm*


    Die meisten leute eiern zu langsam in Spitzkehren herum, dadurch können sie nicht richtig Schräglage fahren.


    Das hier ist ein Video von einem Teil meiner Hausstrecke ... ICH FAHRE DA NICHT!!! ... da wird einem auch gleich gezeigt wie man so Kurven NICHT fahren soll. Der hat die Kamera am Helm, blickt nicht 1x in die Kurve vor einer Kehre (andere auch nicht) und fährt dann noch in den Gegenverkehr ... abgesehen davon schneidet der sowieso dauernd und ist eine Gefahr für andere. Auf der Strecke kann dir sogar am WE ein Milchlaster entgegenkommen -> KTM am Hals oder wie man nicht fahren sollte.

  • Tach auch,


    zu der Diskussion Geschwindigkeit in Haarnadelkurven fällt mir immer wieder, manchmal recht plötzlich und gerade zum Saisonstart erschreckend :-), auf, was gerade im Kurveninneren für ein Schotter, Sand, Steine usw. auf der Fahrbahn rumliegen. Geschickt ist es dann nicht auf der letzten Rille zu fahren.....
    Bezüglich der Fussstellung bin ich ich einmal in Charlie Chaplin Haltung durch die Kurve, Fußspitze hatte Bodenkontakt und hat den ganzen Fuß in eine recht unangenehme Streckstellung gebracht. Danach macht man sowas nicht mehr :-)


    Gruß in die Runde

  • Ist doch eigentlich ganz einfach: Wenn nichts schrabbelt, dann geht noch was. :wink:


    Da geht (bei den meisten Motorrädern) noch WESENTLICH mehr, selbst wenn es schrabbelt...:D
    Wer es mal richtig wissen will, sollte unbedingt mal (am besten mit Instruktor) auf eine Rennstrecke gehen. - Beim "leichten Einschwingen" (nur 3. Gang ohne Bremsen und viel Gas) sind bei meiner VFR gleich die Rasten in jeder Kuve aufgekommen. Auf Anraten des Instruktors habe ich die Schleifnippel abgeschraubt, damit ich ein bissl mehr Schräglage habe. Gegen Ende sind dann rechts der Fußbremshebel und links der Schalthebel aufgesessen. Fehlenden Grip konnte ich immer noch nicht feststellen...
    Ich war nur froh, dass es die VFR war, mit der ich unterwegs war und nicht die CBF, die ich vorher hatte. Da ist mir auch auf der Landstraße öfter mal die Raste aufgesetzt, als es mir mit der VFR passiert....
    Damit wir uns richtig verstehen: Auf öffentlichen Straßen sollte man nie sooo schräg fahren. - Es geht aber mehr als man denkt.
    Und: Von Mopped zu Mopped unterschiedlich:
    CBF sitzt zum Beispiel früh auf - Viel Toleranz! (- JA, ich weiß, Chopper setzen noch eher auf...)
    Eine Fireblade aufsetzen zu lassen ist da schon knackiger (wenn´s überhaupt geht, habe ich noch nie testen dürfen)...

  • @MadMax
    Manchmal hilft es das Startposting zu lesen was den der eigentliche Sinn des Threads ist.
    Rennstrecke, VFR, 3.Gang und Haarnadelkurven sind eine unmögliche Kombination :nono:


    Und das Gerede von "da geht noch WESENTLICH mehr wenns schrabbelt" ist im öffentlichen Straßenverkehr absolut daneben und gefährlich.
    Ich hatte Schwein als ich ohne Gegenverkehr wegen soner Schei$$e in Graben geknallt bin, bei anderen stehen dort jetzt Holzkreuze und brennende Kerzen.
    Nix ging da mehr als es schrabbelte, Ende im Gelände, Aus die Maus.


    :idea:

    Immer gut drauf bleiben!
    Gruß - Kolle
    Ohne Navi wär ich schon da :D______________ Adblock+ :topX:

  • Kolle
    Manches mal hilft es auch, das zu kritisierende Posting ganz zu lesen :D
    Ich muss MadMax jetzt aber in Schutz nehmen, er schreibt ja auch ...

    Damit wir uns richtig verstehen: Auf öffentlichen Straßen sollte man nie sooo schräg fahren. - Es geht aber mehr als man denkt.


    Das mit dem Schrabbeln heißt ja auch nur, dass man ruhig runter kann und wenn die Raste streift ist es auch nicht so tragisch da das Moped immer noch mehr könnte. Das bedeutet aber auch, dass man trotzdem mit Hirn fahren soll!!! Wenn jetzt einer hingeht und dauernd auf der Raste schleift und im Hängoff fährt, ist ihm eh nimmer zu helfen.