Beiträge von dirty-harry

    Hmm.... ich hab die Bescheinigung für meine SC 01 noch. Aber eine neue ABE wird da nicht erwähnt. Nur, dass das Fahrzeug auch mit dem geänderten Seitenständer dem genehmigten Fahrzeugtyp entspricht.

    Seitenständer_0001.jpg


    Ich habe alle meine Bollen wieder auf den nicht einklappenden Seitenständer zurückgebaut, weil mir die Bollen mit dem Selbsteinklapper ein paar mal umgefallen sind :mad:! Zusätzlich eine Seitenständerschaltung angebracht, die die Zündung bei ausgeklappten Ständer unterbricht. Bei der ersten HU nach der Rückrüstung hab ich den Prüfer gefragt, ob das eingetragen werden müsse. Er hat abgewunken. Seitdem schon etliche HUs durchführen lassen. Nie wurde die Schaltung beanstandet.

    Zu SC09 Nr. 2 15.1 100/90V18 Tubl. und 15.2 130/80V18 Tubl. * Zu 15.1/15.3 Reifenfabrikatsbindung gem. Betriebserlaubnis beachten* - Du darfst ausschließlich die in der uralten Honda Freigabe gelistete OEM Reifen verwenden. Jegliche Abweichung erfordert eine Änderungsabnahme nach § 19 StVZO

    Das finde ich besonders "witzig"!

    Genau die wurde von mir nach 15 Jahren Standzeit restauriert und im August 2019 mit den radialen Continental RoadAttack 3 in den originalen Reifengrößen beim TÜV Süd zur Begutachtung incl. Oldtimergutachten vorgestellt und auch so abgenommen (HU war seit 14 Jahren abgelaufen). Zu der Zeit hätte der Prüfer doch schon von der Problematik der neuen Regelung wissen müssen und die Reifeneintragung dem entsprechend ändern können? Aber es wurden "nur" die Eintragungen aus dem alten Fahrzeugbrief 1:1 übernommen :boese:! Nur unter 14 steht jetzt "Oldtimer" :D.

    Und bei der HU 2021 wollte der Prüfer nicht mal die Freigabe des Reifenherstellers sehen (DOT 2017).

    Bei dem ganzen Quatsch blickt doch fast keiner mehr durch. Als ich im Juli mit meiner SC 01 bei der Dekra war, hab ich das Problem mal angesprochen.

    Ich besitze 3 zugelassene Bollen:

    1x SC 01 mit eingetragener Gabel und eingetragenen Felgen der SC 09. Im Schein steht unter 20 3.25 V19/4PR, unter 21 4.00V18/4PR. Zusätzlich: "Ziff. 20 bis 23 a.gen. vo. 100/90-19 57 V mit 130/80 - 18 66 V auf Serienfelgen. Reifen Bridgest. BT 45 od. and. m. spez. Herst.Freigabe." Weiterhin eingetragen ist: "Ziff 20 bis 23 a.gen. vo. 100/90 R 18 Bridgest. BT 45 F auf Felge 2.50 x 18 u. hi 130/80 R 18 66V Bridgest. BT 45 R a. Felge MT 3.00 x 18 (Serienfelgen der SC 09)"


    2 x SC 09 mit Serienfelgen, aber unterschiedlichen Reifeneintragungen. Bei einer steht: "15.1 100/90 - 18 M/C 56 V, 15.2 130/80-18 M/C 66 V *Zu 15.1 bis 15.3 gl. Hersteller *Reifenfabrikatsbindung gem. Betriebserlaubnis beachten* *Zu 15.1/15.3 Reifenpaarung nur zul. m. mitzuführender Freigabe des Reifenherstellers*"

    Bei der zweiten SC 09 steht: 15.1 100/90V18 Tubl. und 15.2 130/80V18 Tubl. * Zu 15.1/15.3 Reifenfabrikatsbindung gem. Betriebserlaubnis beachten*"Es fehlt der Zusatz *Zu 15.1/15.3 Reifenpaarung nur zul. m. ....*


    Also 3 Bollen mit 3 verschiedenen Reifeneintragungen, wobei die beiden SC 09 im originalen Zustand sind. Mit der alten Regelung war alles in Ordnung.

    Mit der neuen Regelung:


    1. Problem: Für die eingetragenen Radialreifen der SC 01 gibt es nur einen Hersteller und das war und ist nicht Bridgestone! Lt. Eintragung dürfte ich ja keine Diagonalreifen auf den SC 09 Felgen fahren. Nur auf den Serienfelgen der SC 01. :o

    2. Problem: Bei der zweiten SC 09 wäre ja lt. Eintragung die Reifenbindung gültig. Jeder andere Reifen müsste eingetragen werden.


    Der Prüfer hat sich die 3 Scheine durchgelesen und meinte dann: Solange die eingetragenen Größen und Geschwindigkeitsindexe stimmen und ich zusätzlich die Herstellerbescheinigungen (bzw. die alten, nicht mehr gültigen Freigaben) für die montierten Reifen zusätzlich mitführe, wäre alles ok! Es müsste nichts Weiteres mehr eingetragen werden! Auch bei Reifen, die ab 2020 hergestellt wurden. Bei den zwei SC 09 wären auch Radialbereifung ok (mit mitgeführter Herstellerbescheinigung).

    Selbst die biasbelted Reifen von Michelin würden unter Diagonalreifen fallen. Deshalb auch keine Eintragung notwendig!

    Hat er nun recht? :frage:

    Wenn ich jeden Reifen eintragen lassen müsste, könnte ich bald (nur für Reifen) einen Leitz Ordner mitführen :crazy:.

    Hast du noch die 4 in 2 Auspuffanlage verbaut? Mit einer 4 in 1 verweigert der TÜV die Eintragung von offenen Luftfiltern.

    Bei den offenen Luftfiltern nur die originalen ovalen K&N Filter verwenden. Mit den "Billigheimern" bringst du den Motor nie richtig zum Laufen.

    Aber auch mit den K&N Filtern ist ein Dynojetkit und eine Abstimmung auf einem Prüfstand zu empfehlen. Also viel Geld und Zeitaufwand! Außer mehr "Sound" und höherem Spritverbrauch bringen die Filter aber nichts! Ob sich das lohnt, musst du entscheiden.

    Zum Ölverbrauch: Der Bolle-Motor genehmigt sich schon mal einen "Schluck" Öl. Das wird mit verbrannt. Allerdings sind 0,4l / 200km schon etwas viel. Ist deine Bolle länger gestanden? Dann erst mal ein paar Kilometer fahren und den Verbrauch beobachten. Evt. sind die Ölabstreifringe verklebt. Bessert sich der Verbrauch nicht, hast du 2 Optionen: Entweder damit leben ..... oder eine Komplettrevision des Motors! Und der kostet mindestens 2 Mille!

    Für längeren Standzeiten (kann schon mal passieren, wenn man mehrere Mopeds zur Auswahl hat) schließe ich immer einen Batteriewächter an. Dann kann die Uhr die Batterie nicht leer saugen und sie evtl. in die Tiefentladung bringen. Das ist für Batterien leider tödlich. Das Moped, das benutzt wird, wird vor dem Starten vom Wächter abgestöpselt und mit voll geladener Batterie gestartet.

    Nur über den Winter werden die Batterien ausgebaut und voll geladen in der Garage eingelagert.

    Ich habe in meinen Bollen bisher auch nur die klassischen Blei/Säure Akkus gefahren. Gute Erfahrungen hatte ich mit den Akkus von Bosch gemacht. Die hielten in der Regel 8 Jahre. Die Billigheimer von "Prolo" und "Tante Louise" hielten meistens keine 3 Jahre. Aber leider hat bei Bosch auch die Qualität nachgelassen und die Preise sind exorbitant gestiegen: Dieses Jahr ist mir bei der Fd die zweite Batterie nach 5 Jahren zusammengebrochen. Ein Jahr davor bei der F2b nach nur 4 Jahren. Deshalb habe ich mir auf Empfehlung die JMT Gel YB14L-A2 12N14-3A zum halben Preis der Bosch in der Bucht geschossen. Bisher kann ich nicht meckern: Damit zieht der Anlasser genauso kraftvoll durch wie mit der Bosch und wenn sie genauso lange hält, ist es ok. Der Vorteil der Gel ist die Wartungsfreiheit, die Bosch brauchen doch ab und zu mal einen Tropfen destilliertes Wasser.

    Die Reifen sehen gleich aus?

    Naja.... der TrailAttack ist ein Reifen für dicke Reiseenduros.

    https://www.continental-reifen…-enduro/contitrailattack3

    Der RoadAttack ist ein Reifen für Sporttourer.

    https://www.continental-reifen…-touring/contiroadattack3

    Da sieht das Profil schon unterschiedlich aus.

    Und laut der Reifeninformation von Conti dürfen diese Reifen auf einer CBF 600 nicht gemischt werden.

    Welche Reifenkombinationen für deine CBF freigegeben sind, findest du auf der Conti-Seite unter "Freigaben"

    Das ist nicht ganz richtig :wink:.

    Für die 35er Fz Gabel ist die Füllmenge nach Überholung 175 cm³, bei Ölwechsel 155 cm³ pro Holm.

    Für die 35er Fa Gabel mit Luftunterstützung ist die Füllmenge nach Überholung 190 +/- 2,5 cm³ und bei Ölwechsel 170 +/- 2,5 cm³.

    Luftdruck sollte ca. 0,7 bar sein. Da kann man aber etwas rumprobieren. Nur nie den Druck größer als 1 bar einstellen. Da können sonst die Simmerringe durchknallen.

    Wenn die Gabel etwas härter sein soll und auch das Ansprechverhalten nicht ganz so feinfühlig, kann man auch ein 20er Gabelöl verwenden. Besser ist aber Dexron 2!

    Afrikaans

    Das ist eine sehr schöne Strecke! Über die Hälfte davon gehört zu meiner "Hausstrecke" :wink:.

    Ein paar kleine Empfehlungen habe ich aber:

    Hersbruck und Ellenbach würde ich ausklammern und von Pommelsbrunn direkt nach Happurg fahren. Am Stausee dann die ehemalige Bergrennstrecke bergauf bis zum Ende nach Deckersberg abfahren. Da macht sie mehr Spaß als bergab :wink:.

    Dann über Deckersberg, Engelthal, Offenhausen, Breitenbrunn Richtung Schupf/Alfeld. Von Alfeld dann wieder Richtung Hersbruck. Am Happurger Stausee dann Richtung Kainsbach. So fährst du die Strecke zwischen Kainsbach und Offenhausen zwar nochmal, aber in die entgegengesetzte Richtung. Bei der halben Strecke dann Richtung Kucha abbiegen und du kommst wieder auf die ursprüngliche Streckenführung.

    Dann kann ich ja mal einen Termin beim Anhängerverleih .... machen.

    Wozu das denn?

    Meine F2c war beim Kauf seit 8 Jahren abgemeldet und hatte seit 14 Jahren keine HU mehr.

    Für die Wiederzulassung war eine neue HU fällig. Also mit einem Versicherungsdeckungsnachweis zur Zulassungstelle, das zukünftige Kennzeichen beantragt und von der eine schriftliche Bescheinigung erhalten, dass ich, ohne Zulassungs- und TÜV-Stempel auf dem Kennzeichen, von meinem Wohnort auf dem direkten Weg zur nächsten Prüfstelle und danach zur Zulassungsstelle fahren dürfe. Nach bestandener HU wieder zur Zulassungstelle, die Stempel aufs Kennzeichen kleben lassen und die neuen Papiere ausgehändigt bekommen. Der alte Brief wurde entwertet und mir ausgehändigt.

    Optimieren: Ja, aber mit Sinn! Und dazu gehören die Iridium Kerzen imho nicht! Das ist raus geschmissenes Geld! Bei zwei meiner Bollen verrichten auch SC 24 Spulen ihren Dienst. Bei den anderen noch die originalen. Kerzen sind entweder Denso X 27 ES-U oder NGK DR 8 ES, also die ganz normalen Kerzen. Ich habe es mir im Laufe der Jahre angewöhnt, kurz vor der heimischen Garage den Benzinhahn zu schließen und die Motoren so lange laufen zu lassen, bis sie von selbst ausgehen. Meine Bollen stehen manchmal 6 Wochen (in der Winterpause länger). Die Startprozedur danach ist: Benzinhahn auf, kurz warten bis die Schwimmerkammern gefüllt sind (bei ausgebautem U-Hahn), Choke ziehen und dann aufs Knöpfchen drücken. Schon laufen die Motoren rund! Also nichts mit "Hampelmann" und Kerzen schrauben :wink:. Wichtig ist aber: Wenn der Motor läuft, auch sofort mit der Bolle losfahren! Sonst verrußen die Kerzen. Und das mögen die normalen Kerzen leider nicht.

    Statt mit VX Kerzen Probleme zu kaschieren, sollte eher das Problem beseitigt werden. Dann halten auch die einfachen Kerzen. :wink1:.

    Und dazu gehört auch: Wird ein Bolle Motor gestartet, sollte er auch gefahren werden. Unnötiges Starten und im Stand laufen lassen ist zum Ersten schädlich für die Umwelt und zum Zweiten auch schädlich für den Motor!

    Und noch ein Tipp: Ist es bekannt, dass die Bolle länger als 2 Wochen steht, die Vergaser leer laufen lassen. Entweder mit geschlossenem Benzinhahn den Motor so lange laufen lassen, bis er von selbst abstirbt oder vor dem Starten die Schwimmerkammern über die Ablaufschrauben leeren. Die Schwimmerkammern mit frischem Sprit aus dem Tank füllen und dann erst starten..

    Läuft der Motor denn sonst normal? Was sind das für Vibrationen? Etwa hochfrequente Vibrationen in den Lenkstummeln und in den Rasten?

    Die Bolle Motoren haben alle mehr oder weniger mit Vibrationen zu kämpfen. Deshalb hatte Honda auch bei der SC 09 "Nägel mit Köpfen" gemacht und den Motor in Gummi gelagert, um die Vibrationen zu bekämpfen. Das hatte auch Erfolg! Leider wurde dadurch das Fahrwerk wieder etwas instabiler :o.

    Deshalb habe ich bei meinen SC 09ern die Motoren wieder starr gelagert: Lieber ein paar Vibrationen, als ein "Wabbelfahrwerk" :wink:.

    Ich vermute, dass die Gummilagerung deines Motors nicht mehr in Ordnung ist und deshalb die Motorvibrationen wieder aufs Fahrwerk durchschlagen.

    Btw: Wie wurde die Kompression gemessen? Im warmen oder kalten Zustand? Bei warmen Motor sind 10 bar schon kurz vor der Verschleißgrenze.