Beiträge von Halbliter

    Hallo,

    ich habe das jetzt alles mit großen Interesse gelesen. Eine Frage hätte ich mal: Warum ist die SH eher für die Stadt prädistiniert und die Forza eher für Überland?

    Ich dachte immer große Räder sind gut für Spurtreue. Und das ist ja bei hohen Geschwindigkeiten ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Und kleine Räder dachte ich sind wendiger, also gut für die Stadt?

    Der Forza hat aber auch über 1cm mehr Breite und mehr Radstand, dazu sind die verkleidungsfesten Spiegel nicht mal eben mit einer Lenkerbewegung vor Fremdberührung zu schützen - durchschlängeln ist mit dem Forza schwieriger.


    Dazu sitzt man auf dem Forza inaktiver und die typische Stadtnutzung beinhaltet ja nen Hop on-Hop off: Kurz mal auf dem Weg zur Arbeit bei nem Bäcker gehalten, danach mal zum Supermarkt und Apotheke, von dort was zu Muttern bringen, dann nach Hause... ein niedriger Durchstieg ist da eher nutzbar als auf Touren.


    Und am wichtigsten sind große Räder bei Schlaglöchern und auf Kopfsteinpflaster. Beides eher in der Stadt vorkommend.

    Dazu kommen große Räder besser auf den Bordstein. Beim SH überdies 158 mm Bodenfreiheit statt nur 135 beim Forza. Da sind ganz andere Bordsteine überwindbar, beim Forza musst du uU immer ne Einfahrt suchen, mit dem SH fährste überall rauf.


    Dann ist der SH noch über 10kg leichter, bessere Sicht nach vorn, aktivere Sitzposition: Für die Stadt ist der SH schon fein.


    Über Land sind 16Zöller auch klasse, allerdings sind Tiefeinsteiger-Roller rahmenmäßig eher im Nachteil, was Steifigkeit angeht. Dazu der fehlende Windschutz - da spielt der Forza seine Stärken wieder aus.


    Ich finde aber beide für die Stadt an sich zu schwer und würde eher etwas Leichteres wählen, wenn man v.a. in der Stadt fährt.

    Die EU-Kommission ist kein Gericht und hatte auch kein Problem mit der PKW-Maut:


    https://www.lto.de/recht/nachr…ng-verfahren-eingestellt/


    Die Maut wurde dann aber doch gerichtlich gestoppt. Schauen wir erst mal, wie ein Gericht über die Klage des Ducati-Club Tirol entscheidet.

    SORRY und Danke für die geduldige Richtigstellung meiner Falschaussage zur gerichtlichen Bestätigung. Da hätte ich vorher googlen sollen, dann hätte ich die vor ein paar Wochen gelesene Nachricht über die Haltung der Kommission nicht als einen Gerichtsentscheid im Kopf.


    Tatsächlich sollte ein Verfahren vor dem österreichischen Verfassungsgerichtshof angestrengt werden, dazu habe ich noch keinen Entscheid gefunden.


    In der Tat war es 2020 ein Testlauf und die Evaluation dieses Tests wird wohl diesen Monat veröffentlicht. Man kann aber von Nachahmern ausgehen, denn vorab gab es ja viele Meldungen, dass in der Tat weniger die Anwohner störende Motorräder unterwegs waren. Wobei das ja evtl. auch ein wenig auf Corona-bedingte Reisezurückhaltung zurückzuführen sein mag.


    Wir werden sehen - langfristig geht es eh weg zum Verbrenner, da werden wir noch ganz andere Einschränkungen als regional und zeitlich eng begrenzte Fahrverbote für ganz wenige Motorräder erleben.

    Ich sehe die Ursache für das eigene Handeln auch in der Technik.

    Jedenfalls ist das bei mir so: Mit meinem 25 Jahre alten PKW fahre ich mit 110 bis 120 Reisegeschwindigkeit, mit einem höher motorisierten, leiseren, bequemeren schneller.

    Auch beim Motorrad ist es so: Mit der Cub fahre ich nicht Dauervollgas, sondern außerorts eher gemütlich, mit der CBF schon ganz anders. Und auf Probefahrt mit einem hochmotorisierten Tourer war ich auf der Landstraße immer wieder schnell bei 140.


    Wer ein hochmotorisiertes Motorrad kauft und dann mehr als 10 bis 15 PS abruft: Ist der dann wirklich das Problem?

    Finde ich nicht. Ich finde, das Fahrzeug macht den Fahrer- zumindest zum Teil. Man sieht es ja an den Haftpflichtklassen, die die Schadensumme der Leistungskategorien darstellen: Mehr Leistung bedeutet mehr Versicherungsschäden, also vermutlich auch anderes Fahrverhalten.


    Und die Versicherung nimmt von mir mehr Geld, wenn ich statt der Cub eine Hayabusa führe. Nicht ich bin dann anders, das Fahrzeug lässt mich anders fahren.


    Wir haben uns in Europa entschieden, keine Grenzen in Sachen Leistung, Hubraum oder Geschwindigkeit des Fahrzeugs mehr einzuführen und auch die Zulassungsvorschriften für Geräuschimmissionen sind besonders für leistungsstarke Fahrzeuge milde - alles im Interesse der Industrie, das Zeug zu verkaufen.

    Dafür müssen wir auf der anderen Seite mit argen Restriktionen leben, Temporeduzierungen, teils drastische Strafen bei Überschreitung (Schweiz, Norwegen etc.) und eben auch Fahrverbote, nun wohl zunehmend auch wegen "Lärms".


    Mein Tipp: Wer sich darüber nicht ärgern mag, kauft sich ein weniger leistungsstarkes Bike mit weniger Geräuschentwicklung. Da muss man sich wenigstens nicht ständig mäßigen - mir würde das jedenfalls keinen Spaß machen; mit einem Wuthobel ist ja jeder Sonntagsfahrer vor dir, jedes Tempolimit eine gefühlte Einschränkung der Freiheit.

    Das Standgeräusch als Parameter für die Bewertung der Geräuschentwicklung eines Fahrzeugs herauszupicken, ist alles andere als ideal.

    Aber eben - gerichtlich bestätigt - auch keine Willkür.


    Ich habe noch keine bessere Idee gelesen, die real die gleiche schalldämpfende Wirkung in einem Gebiet hätte abseits von generellen Fahrverboten für alle, auch ausgesprochen leise Bikes.

    Ausgesprochen leise Bikes trifft es hier nicht.


    Und die Wirkung ist enorm: In den Testzeitschriften wird das Standgeräusch dadurch als technisches Datum aufgeführt und die Geräuschbewertung kommt hinzu. Kunden machen sich Gedanken beim Kauf über die Geräuschentwicklung und künftige Restriktionen. Die Nachfrage nach leiseren Fahrzeugen dürfte bereits gestiegen sein.


    Dass eingehaltene Zulassungsvorschriften ein Freibrief für laute Karren sein soll, sie überall betreiben zu dürfen, ist doch auch gerichtlich geklärt. Vielleicht liegt es ja daran: Bei Zulassungsvorschriften hat die Industrie mitunter ihre Finger mit im Spiel, kann sich dort "einkaufen". Wenn es um Krankheit und Tod durch Lärm geht, gibt es aber von der Industrie sehr unabhängige Wissenschaftler, deren Expertisen hier einen wichtigen Wissensstand darstellen.


    Im Vergleich zur Lockdown-Politik gegen ein Virus, die vielen Menschen sehr viel abverlangt, natürlich im Einzelfall immer auch mit nicht gerechten oder fundierten Maßnahmen, um einige zu schützen, ist das Vorgehen Tirols in der Lärmsache doch sehr milde, oder? Denn auch hier geht das um Menschen, die mitunter leiden, deren Blutdruck steigt, die eher einen Schlaganfall oder Herzinfarkt bekommen - auch durch Motorradlärm. Wir kennen btw auch Fahrverbote für PKW wegen Stickoxidbelastungen wie pauschal alle Diesel kleiner Euro6. Auch da oft ungerecht, aber seit Jahren Usus.


    Lärm macht krank, Lärm ist nervig. Aber Lärm ist immer subjektiv. Ein Motorrad kann lärmen, aber im Prinzip ist es nur ein Schallemittent, es macht Geräusche. Für den Einen Wohlklang, für den Anderen Lärm.

    Diese Schwimmerkammern sollte man spätestens nach ein paar Wochen (oder noch besser vor der Standzeit von ein paar Wochen) entleeren.

    Wenn ich das vorher weiß, lasse ich den Motor auslaufen mit Benzinhahn auf off und drehe anschließend die Vergaserschwimmerkammernablassschrauben auf und fange das ablaufende Benzin aus den Ablassschläuchen auf (bei der CB, je nach Modell fehlt aber auch mal so ein Schlauch).


    Auch wichtig: Die Vergaser-CBF hat einen Choke - über dessen Wirkungsweise und Anwendung bist du vertraut? Leider wissen immer weniger Leute, was das ist und wundern sich über Startschwierigkeiten, gerade bei Kälte.

    Dass eine neue Mittelklasse-Enduro kommt, ist ja seit Jahren ein Gerücht. Und ich bin seit Jahren sicher, dass eine kommt. Nur wie (eher Reiseenduro, eher Luxus, eher spartanisch, eher off-roadig) und wann, das ist ja die Frage, die man sich stellt.

    Erst einmal sollte aber die neue Monkey kommen und das finde ich inzwischen sogar interessanter, da es im Mittelklassesegment der (Reise)enduros ja eine große Auswahl gibt.


    Bei der Monkey würde ich kein großes Update erwarten. Also den Euro5-Motor mit 5 Gängen natürlich. Erhoffen würde ich mir aber zusätzlich einen besser ablesbaren Tacho und Honda Smart Key. und erträumen einen 200er Motor mit 15 PS.

    können wir dieses mal wieder völlig entglittene thema damit abschliessen, dass hier jeder seine maschine so kaufen und verkaufen kann, wie er oder sie möchte und dass es da offenbar viele verschiedene wege und arten gibt?

    Gern. Schön, dass du dich hast überzeugen lassen, dass es verschiedene Einstellungen dazu geben darf.

    Ihr habt ja alle etwas recht.

    Die verschiedenen Sichtweisen liegen eben an unterschiedlichen Einstellungen. Manche haben eine Vollkaskomentalität, die auch sehr unwahrscheinliche Szenarien (jemand kommt mit nem geklauten Auto, um sich nen gebrauchten Vision zu ergaunern) zu 100% vermeiden wollen.

    Andere sind da ohne Skrupel und lassen munter zur Probe fahren.

    Und Dritte gehen nach Menschenkenntnis und gutem Gefühl.


    Alles ist okay. Ich würde zwar auch ohne Probefahrt kaufen (habe ich ja, obwohl es mir angeboten wurde), aber nicht von jemandem, der keine Probefahrt erlaubt. Gerade wenn Zweifel über den technischen Zustand bestehen.

    Zitat von rollermachtspass

    Weder mir noch irgend einem Bozo, den ich noch nie vorher gesehen habe, traue ich zu, bei einer Probefahrt den technischen Zustand eines Kfz beurteilen zu können

    Das geht mir z.B. ganz anders. Ich traue mir und anderen nur zu, den technischen Zustand beurteilen zu können, wenn sie Probe fahren. Zumindest bei nicht neuwertigen Gebrauchten.

    Die komplette Angebotssumme vorab in bar würde ich weder geben noch einfordern. Eine Probefahrtvereinbarung und eine vorherige Überprüfung aller Daten und ein gutes Gefühl sind für mich aber ausschlaggebend.


    Am sichersten ist natürlich die Inzahlungnahme durch einen Händler.

    Die Kofferträger sind für die Originalkoffer. Die sind ja wohl zu den V35 von Givi sehr ähnlich - keine Ahnung, ob die auch passen. Der Topcaseträger ist Zubehör.


    Der Zubehörauspuff ist nicht so pralle, den kannst du ja an alles anschrauben, also naja... würde ich verkaufen und den montierten Originalen nutzen.


    Die Sitzbank lässt nur eine feste Position zu, die dann aber durch die Lehne irre bequem sein kann. Für mich ist es gar nix, da ich gern mal ne Position verändere und die ganze Länge nutze.


    Der Pirelli Angel GT (1) hat wohl eine extrem harte Karkasse, das ist nicht ideal, denn das direkt angelenkte Federbein leitet kurze Stöße allgemein recht hart weiter bis ins Gesäß, das wird mit dem Reifen nicht besser. Ansonsten aber sicher ein guter Reifen. Hinterradabdeckung gut.


    Ansonsten muss man sich das Teil man angucken, wie so der Wartungszustand ist. Sieht erstmal gut aus, muss man halt in Augenschein nehmen, mal sich bspw. die Bremsen oder die Kette genauer ansehen, da sehe ich nix Genaues auf den Bildern. Was man sieht, ist eben eine CBF, die wohl nicht im Winter gefahren wurde.

    Die Rastenträger sehen sehr gut aus, die Tauchrohre ohne Steinschlag - das war bei meiner damals ganz anders und ist es noch.

    Die SR400 wurde ja leider - trotz made in Japan und herausragender Qualität - kaum mehr gekauft. Lag sicher auch am fehlenden ABS und E-Starter. Aber wer ein topp verarbeitetes Motorrad mit Design und Eigenschaften wie früher haben wollte, also quasi nen fabrikneuen Young- bis Oldtimer, hätte bspw. bei der zugreifen können.

    Nachfrage war fast null.

    Bei der Super Cub ja auch, die ungemein praktisch und zuverlässig, sparsam und topp verarbeitet ist. Da könnte man ja auch ein Video zu verlinken als fehlendes Fahrzeug.


    Jedenfalls wurde die CB1100 ja auch nicht mehr groß verkauft und Kawasaki setzt auch nicht massenhaft W800er ab. Dieses Klassische wollen angeblich viele, aber gekauft wird es dann doch oft nicht, wenn es technisch nicht doch hochmodern daherkommt. Jedenfalls wenig bei Honda, Yamaha oder Kawasaki. Eher eben bei Mash oder Royal Enfield.


    Die Meteor ist ja nochmal gute 10kg schwerer als die CB350 und reißt schon nach Werksangabe die 190er Marke. Wird sich wohl etwas über den Preis verkaufen, aber eher nicht in den Charts ganz vorne liegen.


    Bei der Super Cub haben viele angekündigt, wenn sie käme, würde sie gekauft. Garantiert. Das ist DIE Honda und endlich offiziell bei uns. Und dann war Ebbe.

    Das wäre bei der CT wohl nicht anders und auch nicht bei einer CB350, die ich preislich btw nicht unbedingt oberhalb der CB125 sähe, da deutlich simpler bei Rahmen/Motor/Fahrwerk und fehlender Leichtbau. Kleiner Aufschlag auf die Meteor hielte ich für realistisch.


    Die Rasten weiter vorne bei der Meteor finde ich gar nicht unpassend. Bei den Daten sollte man mit dem Ding v.a. cruisen und warum dann nicht eine entspanntere Beinhaltung?

    Optisch ja nett, aber eben auch kein wirklicher Platz für ne zweite Person, kein richtiger Spritzschutz (btw, Stichwort "Cub": besseren Spritzschutz haben nur Roller), dazu zu schwer, zu schwach und zu klein. Weder Fisch noch Fleisch. Diese 20PS-Böcke mit 180kg Gewicht stelle ich mir wenig spaßig vor.

    Eine SR400 ist etwas leichter und deutlich stärker - samt Spritzschutz und Platz für zwei.

    Und eine GN250 ist bei ähnlicher Spitzenleistung 40kg leichter!