Beiträge von fogi

    Hallo,

    ein Motor ist nun mal keine perfekte Vakuumquelle. Aber die Unterschiede zwischen den Zylindern sind normalerweise klein, deshalb funktioniert die "Trockensynchronisation" (egal ob visuell oder mit der Pumpe) recht gut und reicht aus um ein vernünftig fahrbares Motorrad zu bekommen.

    Die Vakuumsynchronisation im eingebauten Zustand ist Feintuning. Die Ansaugkanäle können und werden z.B. etwas unterschiedlich lang, unterschiedlich dick, unterschiedlich gekrümmt oder unterschiedlich rauh sein. Strömungen reagieren auch gern mal spürbar auf minimale Unterschiede (man kennt ja z.B. auch den Schmetterlingsflügeleffekt auch wenn das hier nicht direkt vergleichbar ist). Deshalb kann eine Vakuumsynchronisation direkt am Motor die minimal von "alle Schieber perfekt synchron" abweicht eine etwas bessere Gasannahme usw. bringen ohne das irgendwas kaputt ist.

    Daher sollte man die Vakuumsynchronisatiion auch erst zuletzt machen wenn man sicher ist daß alles andere in Ordnung ist.

    Hallo,

    Habe gelesen es gäbe die Möglichkeit den Motor auf den Kopf zu stellen und den Freilauf über die Ölwanne zu demontieren.

    Dazu muß man den Anlasserfreilauf noch im Motor zerlegen, Am Stück paßt er so gerade nicht durch. Dazu muß man die drei Torx Schrauben auf bekommen.

    In selteneren Fällen ist es nicht der Anlasserfreilauf sondern es fehlen ein paar Zähne am Anlasserzwischenrad. Das kann man überprüfen wenn man den Motor bei ausgebautem Anlasser rückwärts dreht. Im Loch für den Anlassers kann man dann die Zähne inspizieren.


    Viel Grüße

    Hallo,


    mal abgesehen von der Dichtmasse im Vergaser die irgendwann ja auch mal raus sein sollte: wie sieht es in Deinem Tank aus (= die wichtigste Frage bei hondacb650.com :)-) oder hast Du einen zusätzlichen Benzinfilter in der Leitung? Der hat sich zusammen mit leer fahren vor dem Abstellen bewährt. Das Sieb innen am Benzinhahn ist viel zu grob für das Zeug das im Leerlaufsystem Ärger macht.


    Und trotzdem Vorsicht mit den Reibahlen an den Düsen. Bevor Du was erweiterst, schau ob alle 4 gleich sind. Irgendwie habe ich in Erinnerung daß es bei den Größenangaben auch so etwas wie effektiven Durchmesser gibt. Das war so etwas wie der Vergleich der Düse mit dem Fluß durch eine genormte Bohrung. Die Düsenbezeichnug ist dann schon einigermaßen nahe am Bohrungdurchmesser dran, aber halt nicht genau. Ich erinnere mich dunkel an eine Tabelle mit einem gewissen Versatz. Aber wie gesagt, ich finde das gerade nicht mehr und weiß auch nicht mehr ob das Keihin war. Aber da war was. Vielleicht komme ich noch drauf.:gruebelx:


    Viele Grüße

    Die Leerlaufdüsen der Vergaser PD51, sind ja leider die eingepresste Variante. Auf den Düsen ist die Zahl 35 eingestanzt. Würde ja bedeuten, dass der Durchmesser 0,35mm betragen sollte.

    Hallo,

    das ist allerdings ein Irrtum. Ich meine ich hatte mal etwas wo die Keihin Düsenbohrungen und die Bezeichnungen zusammen in Beziehung gebracht wurden so wie hier für Mikuni:

    https://www.langtuning.de/Shop…iles/Sonstiges/mikuni.pdf


    Find ich aber leider gerade nicht: :mecry:


    Das mit der Reibahle ist aber wahrscheinlich sowieso keine gute Idee. Curil in den Schwimmerkammern? Bei den PD Vergasern bekommt man die Düsen meist noch mit einem Draht sauber, die Kanäle dahinter sind aber schwieriger. Daher würde ich damit anfangen zu prüfen ob sich die optisch freien Düsen überhaupt nach innen durchblasen lassen. Dann sieht man weiter.

    Hallo,

    Wenn die Steuerkette ungleichmäßig gelängt ist, funktioniert der halbautomatische Kettenspanner nicht optimal und Kettenspannung einstellen wird auch schwierig. Dann rasselt die Kette oder sie wird zu stark belastet, je nachdem wie die Einstellung gerade zustande kommt.

    Die Steuerkette ist als Meterware günstig zu haben und es sollen jenseits der 70000km schon welche davon geflogen sein. Schlecht für den Ventiltrieb, daher würde ich bei Problemen mit der Steuerkettenspannung oder ab 50000km sowieso einfach mit tauschen wenn eh was am Motor gemacht wird. Die Steuerkettenspannung in verschiedenen Positionen der Kurbelwelle kann man bei abgenommenem, mittleren Ventildeckel mit einem Schraubendreher durch eine kleine Öffnung in der Abdeckung des Nockenwellenrades prüfen.

    Wenn es Dein erster CB650 Motor ist:

    Die Anzugsdrehmomente für die Gewinde der Zylinderkopfschrauben und der Zylinderkopfdeckelschrauben sind für das verwendete Material ziemlich sportlich. Daher unbedingt stufenweise nach Schema auf- und zuschrauben. Mit einem Drehmomentschlüssel, der auch im Bereich kleinerer Drehmomente richtig funktioniert. Dicht wird es durch sorgfältiges Reinigen der Dichtflächen, nicht durch mehr Drehmoment. Das kann durchaus die meiste Zeit überhaupt dauern.

    Ich würde vermuten daß inzwischen mindestens 90% der CB650 Motoren Gewindereparatureinsätze drin haben.

    Die originale Fußdichtung abzubekommen war ein unvergeßliches Erlebnis! Laß sie drin wenn es irgendwie geht. Die 5x2.5 O-Ringe im Zylinderkopf (und nicht die Kopfdichtung selbst) sind eine Schwachstelle für ein Ölleck. Dazu wurde wohl fast jeder Motor schon mindestens einmal aufgemacht (erklärt dann auch die vielen Gewindereparatureinsätze). Der Ölpumpendeckel wird auch gern undicht, da kommt man aber auch im eingebauten Zustand gut dran.

    Falls die Kopfdichtung selbst nicht hin ist würde ich vorher nochmal Kompression messen, vor allem ob alle vier gleich sind. Dann hat man schon eine Einschätzung zu dem, was man dann evtl. zu sehen bekommt.

    In einigen Dichtsätzen sind auch Dichtungen für die Ventilführungen dabei. Die Ventilführungen sollte man aber nicht nur wegen der Dichtungen herausnehmen, da macht man mehr kaputt als das es hilft.


    Weitere Tipps und Hinweise zur CB650 aber dort halt auf englisch kann man auch auf http://www.hondacb650.com/ finden.


    Viele Grüße

    Hallo,

    mit den Dämpfergummis habe ich keine Erfahrung. Falls da Spiel ist könnten kleine Schläge die Kleinteile mit der Zeit schon stressen, daher kann gut sein daß da wirklich ein Zusammenhang besteht. Merkt man ja ob das stramm ineinander sitzt oder nicht. Fall man die Gummis nicht mehr neu oder in vernünftigem Zustand bekommt hilft unterlegen oder selbst schnitzen.

    Wenn der Motor sowieso auf soll würde ich preiswerte Kandidaten wie Ventilschaftdichtungen und die Steuerkette (gibt es auch mit Nietschloß, dann kann man das sogar im eingebauten Zustand machen) auf jeden Fall neu machen, sonst nach Zustand.

    Nicht nur bei einer Restauration ist es immer eine gute Idee die uralte Elektrik durchzusehen. Also Kabel auf Schäden durchsehen, alle Stecker abziehen, anschauen und ggf. Kontakte putzen.

    Da ich schon einige CB650 Motoren mit Schleifspuren am Anlasserfreilauf und am Steuerkettenspanner gesehen habe: Der Steuerkettenspanner ist von oben schwierig korrekt zu platzieren, die korrekte Position in der vorgesehenen Nut ist eigentlich nur von unten durch die abgenommene Ölwanne zu prüfen.


    Viel Spaß beim Schrauben!


    Viele Grüße

    Hallo,


    ein frei durchdrehender Anlasser kann in selteneren Fällen auch an fehlenden Zähnen am Anlasserzwischenrad liegen. Dazu den Anlasser ausbauen, den Motor an der Kurbelwelle mit einem 24-er Schlüssel rückwärts durchdrehen und in die Anlasseröffnung schauen ob das Zahnrad dort noch alle Zähne hat.

    Falls es sich nicht mitdreht, ist der Anlasserfreilauf defekt, man kann und sollte es aber trotzdem mit einem kleinen Schraubendreher in eine Richtung drehen um zu sehen ob die Zähne noch alle da sind.

    Mit etwas Glück sind nur die Federn schlapp oder zerbröselt. Wenn man sie bekommen kann, tauscht man üblicherweise die Teile 18, 19, 28 im Bild auf https://www.partzilla.com/cata…980/cb650-a/primary-sheet. Es gibt davon jeweils 3 Stück.

    Manchmal ist aber auch der Träger schon so zerdellt, daß man besser einen anderen Freilauf einbaut. Am besten auch gleich mit neuen Kleinteilen.

    Um den Anlasserfreilauf bei eingebautem Motor heraus und wieder hinein zu bekommen (er paßt gerade so nicht komplett durch die Öffnung der abgenommenen Ölwanne), muß er im Motorgehäuse teilweise zerlegt und wieder zusammengesetzt werden. Dazu muß man die drei Torx Schrauben aufbekommen. Es soll auch schon Fälle gegeben haben wo man an diese wegen verbeultem Gehäuse nicht mehr dran geḱommen ist.


    Viele Grüße

    Hallo,


    die Gleichdruckvergaser VB44 der CB650(C) RC03 und RC05 Modelle ab 1981 sollten einfach austauschbar sein.

    Achtung: die Schiebervergaser PD50/51 der CB650(C) bis 1980 haben andere Abstände zueinander und erfordern daher einen anderen Zylinderkopf (den es nur in silber gibt) oder gekröpfte Ansaugstutzen.


    Viele Grüße

    Hallo,

    digital auftretende und verschwindende Probleme kenne ich von:

    1. CDI, lose Kontakte auf der Platine

    2. Ventilsitzring lose. Das dann aber mit hörbarem Geklapper.

    Evtl, wurde auch ein neuer Kolben mit falschem Spielmaß verbaut oder die Kopfschrauben wurden eher suboptimal angezogen?

    Als Folge könnte jetzt einiges im Argen sein und je nach Temperaturzustand hat es wenig Kompression.

    Jedenfalls sollte ein mehr oder weniger frisch gemachter Motor nach 2000km nicht 2min lang "qualmen wie Sau".

    Ich würde mit Zündkerze ansehen anfangen.


    Viele Grüße

    Hallo,

    Klasse, sieht so aus als ob sie damit auch recht einfach so wie sie ist und als das was sie ist mit einer Vollabnahme zugelassen werden kann.

    Der Text im Datenblatt liest sich als ob da schon früher mal jemand die Formalitäten für die Zulassung der RG02 in D durchgezogen hat und der TÜV seine Archive dazu im Griff hat. Ich denke das ist bisher optimal gelaufen.

    Zu Teilen alter Hondas dieser Zeit ist zu sagen daß oft die gleichen Teile an unterschiedlichen Modellen verbaut wurden. Andererseits gibt es auch Teile die zunächst gleich aussehen, aber wegen Details nicht einfach austauschbar sind, gern auch zwischen Versionen und Baujahren des gleichen Modells.

    Also immer ganz genau hinsehen.

    Zur Farbe: glaubt man https://www.uniquecarsandparts.com.au/colour_codes_honda , gab es vor 1983 original eigentlich nur "Shetland White" / NH61(Z). Wäre für mich daher der erste Verdächtige.


    Viele Grüße

    Hallo,

    sehr schick! :)-

    Die RG-Versionen sind spezielle Behördenversionen. Z.B. gab es die CB650 (RC03) als Polizeimotorrad dann als RG01. Auch dort findet sich eine RG01 Motornummer. Obwohl z.B. in allen CB650 RC05 Modellen RC03E-Motoren sind, RC05E-Motornummern gibt es offenbar nicht.

    Technisch ist alles ziemlich ähnlich, sogar die eher schwache Lichtmaschine mit dem anfälligen Rotor der RC03 scheint gleich zu sein obwohl durch Funk usw. viel mehr Elektrik dran sein dürfte.

    In den 1980-ern gab es eher keine Polizeimotorräder in D von Honda, daher hat auch hier wahrscheinlich niemand Unterlagen.

    Es sei denn jemand hat damals inoffiziell ein paar davon importiert.

    Eine Chance wäre evtl. daß Honda Dir bestätigt das die die RG02 als Variante auch noch mit unter der deutschen ABE-Nummer der RC01 eingeschlossen ist.

    Viele Grüße

    Hallo,
    im ausgebauten Zustand kann man die Vergaser synchronisieren, indem man die Schieber so einstellt, daß sie alle gleichzeitig einen winzigen Spalt öffnen wenn man die Leerlaufeinstellschraube hereindreht.
    Damit sollte man bereits vernünftigen Leerlauf und gut fahrbare Gasannahme haben. Andernfalls funktioniert irgendetwas anderes noch nicht richtig oder ist verstellt.
    Erst wenn mit dieser Grundeinstellung dann Zündung, Ventile, usw. sicher richtig funktionieren, kann man mit einer Unterdrucksynchronisierung der Einstellung den letzten Schliff geben.
    Wenn man das ignorieren möchte kann die Einstellerei beliebig frustrierend werden.
    Viele Grüße

    Hallo,


    was eine kalte CB beim Anfahren ohne vollen Choke macht habe ich oben schon geschrieben. Wenn sie dabei absaufen würde, würde sie erst mal nicht wieder anspringen. Ist das bei Dir der Fall?


    Die originalen Gleichdruckvergaser VA44 haben 120-er Hauptdüsen. Würde ich in Deinem Fall als Untergrenze verstehen, da Zubehörfilter meistens offener sind als original.
    Ich denke mit den 115 sollte man aber durchaus schon halbwegs fahren können wenn nicht irgendwo sonst noch der Wurm drin ist.
    Allerdings habe ich gewisse Bedenken daß Dein System etwas speziell ist denn eine CB650 die "super" anspringt gibt es nicht so oft.


    Also von vorn:
    Unterscheiden sich die Anfahrversuche mit und ohne Choke?
    Läuft sie kalt ohne Choke im Leerlauf?
    Wenn ja, was passiert wenn dann der Choke gezogen wird?


    Viele Grüße