Beiträge von Horst/Hotte

    Besonders "schön" wird es dann, wenn die berühmten After-Market Magnetablassschrauben mit sehr wenigen Gewindegängen genommen werden.

    Diese Dinger haben schon einige Ölwannen gekillt!


    Auch Werkstatthandbücher haben schon mal Fehler.

    Beispiel:

    Bei meiner 1000er z.B. steht im Kapitel Zylinderkopfmontage ein Wert zur den Zylinderkopfschrauben X nm und in der Liste der Anzugsmomente fast das doppelte Wert!


    Ich hatte noch kein WHB ohne den ein oder anderen Fehler!


    Daher ist Schraubertalent gepaart mit logischem Denken gefragt, denn die Standartwerte für diverse Schrauben-D hat der geübte Schrauber als groben Anhaltswert ja im Hinterkopf.

    Deine von mir oben unterstrichene Annahme könnte der Fall sein, wenn man davon ausgeht, dass an Ventilen, Nocken, Stößeln und Hebeln überall normaler Verschleiß stattfindet.

    Dass das nicht immer so ist, zeigt mein Beitrag hier oben drüber und das Foto.


    Da man das nicht wissen kann, hilft eben nur erst einmal das Messen des Ventilspiels!

    Wir haben es wahrscheinlich mit einem Garagenschrauber zu tun. Somit gehe ich davon aus, dass kein Innenfeinmessgerät vorhanden ist. Daher ist das mir dem Kolbenring nur ein Indiz und mit Fühlerblättchen einfach zu messen.

    Dito Spiel in den Ringnuten.

    Macht man nun das volle Programm beim Instandsetzer, wird man für den Preis mehrere derartige Motorräder kaufen können.

    Wenn so ein Motor mehrere Jahre draußen stand, ist das ungut, da ja nie alle Ventile geschlossen sind. Da kann sich Korrosion an den Ventiltellern/Sitzen und an den Zylinderwänden/Kolbenringen gebildet haben. Daher der Tipp mit den WD40/Öl in die Zylinder füllen.

    Ventilspiel prüfen mach zu der Zeit kaum Sinn, denn am Ventilsitz vorhandene Korrosion würde das Ergebnis verfälschen.