Beiträge von ventrue3000

    Nein nein, er soll ja noch näher kommen. In meiner gewünschten Sitzposition sind meine Arme zu kurz, da fehlen ganz wenige Zentimeter zur guten Ergonomie. Ich hab schon Verlegungsklötzchen ins Auge gefasst dafür.


    Das Problem dürfte daran liegen, dass ich auch sehr weit hinten sitze, hinter der "Kuhle" und quasi angelehnt ans Soziuspolster. Die Lenkerentfernung durfte für jemand kleineren also vielleicht sogar besser werden, oder wenn der Threadersteller sich aufgrund seiner Größe komplett auf den Soziussitz setzt, vielleicht sogar schlimmer. Daher hab ichs erwähnt.

    Ich bin nur 1,85 groß und hab eine PC38, die Geometrie hat sich aber zur PC43 glaube ich nicht geändert.


    Für mich persönlich ist in der höchsten Sitzposition bei den Beinen alles ok. Interessanter ist eher alles oberhalb vom Sitz. Da habe ich offensichtlich andere Körperproportionen als Halbliter, denn ich hätte den Lenker gern einen Hauch weiter hinten und höher (in dem Rahmen, wo man es mit einer Lenkererhöhung wohl nachrüsten könnte).


    Zum groben Abschätzen ist diese Seite hier vielleicht ganz nützlich: http://cycle-ergo.com/

    Ich kenne noch einen zweiten, den Continental TKC70. Bei der PC38 benötigt man aber ggf. ne Freigabe oder Eintragung, wenn ich nicht irre.
    Nun ist aber die Frage, wer wirklich bei Schnee und Eis (jaja, und Reifglätte) unbedingt mit einer CBF 600 unterwegs sein möchte- M&S hin oder her. Legalität ist glaube ich weniger das Problem.


    Ich! Hat auch toll funktioniert. Nur 25% der Schneetage waren so schlimm, dass ich nicht fahren konnte und hingelegt hab ich mich wider Erwarten auch nicht :-)


    Aber ich meinte natürlich nur Reifen mit Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Hersteller. Wenn man bereit ist, sich das vom TÜV eintragen zu lassen, geht sicher alles mögliche.


    Bringt mir das M+S-Symbol in der Praxis irgendwas? Wahrscheinlich nicht. Aber Bedingungen, die so einen Reifen erfordern, sind so ziemlich die schlechtesten, die ich mir vorstellen kann, um angehalten zu werden oder sogar nicht weiterfahren zu dürfen, also gehe ich da kein Risiko ein.


    Außerdem, um vielleicht den Bogen auch nochmal zu Avon zurückzuspannen: Ich hab ich vorher jeden einzelnen Reifenhersteller angeschrieben und nach wintertauglichen Reifen gefragt. Zurück kamen lauter wenig aussagekräftige Antworten mit dem Inhalt: "Winterreifen für Motorräder existieren nicht." Die einzigen positiven Ausnahmen waren Metzeler (lange Antwort, aber trotzdem kein Produkt für mich) und eben Avon. Da hat mir immerhin sogar ein "Motorcycle Tyre Design Engineer" geantwortet, der wirds wissen und er war auch der einzige, der sich nicht mit schwammigem Blabla rausgeredet hat, sondern mir auf eine konkrete Frage auch eine konkrete Antwort geben konnte: Die empfohlene Tiefsttemperatur mit Warmfahren sind beim Trailrider -5°C, von -10°C hat er abgeraten. Geht aber trotzdem, hatten wir nämlich kurzzeitig.


    Ich kann über den Trailrider ansonsten aber auch nicht viel negatives sagen. Ich hätte Reifen jetzt zu den Produkten gerechnet, wo man unabhängig vom Hersteller so viel bekommt, wie man bezahlt.

    Warum montiert man Reifen,
    deren Nassverhalten unklar ist?


    Für die CBF 600 gibts es meinen Recherchen nach z.B. nur einen einzigen Reifen (der Trailrider, auch von Avon lustigerweise), der eine M+S-Kennzeichnung hat und mit dem man daher vollkommen legal bei Schnee rumfahren darf. Das wäre so ein Grund und wenn der einem wichtig genug ist, muss man eben sein Fahrverhalten an den Reifen anpassen :-)

    Am Fahrrad hat sich bei mir ein Abus Granit Panzerkettenschloss* bewährt. Unter der Sitzbank wirds platzmäßig aber eng, wenn du die lange Ausführung willst oder dort noch was anderes transportierst. Und sehr schwer sind die Dinger auch, ins Topcase würde ich das also nicht legen.


    Von der Sicherheit her ist es einem guten Bügelschloss höchstens marginal unterlegen, im Gegenzug ist es aber flexibel und du kannst die Maschine gleichzeitig noch an irgendwas anketten anstatt nur ein Rad zu blockieren. Der Sicherheitsgewinn ist dadurch meines Erachtens wesentlich höher.


    *Sowas: https://www.abus.com/ger/Siche…ANIT-CityChain-XPlus-1060

    Was den Wechsel der Maschine angeht wiederhole ich mich nochmal: Für sowas ist nach bestandener Prüfung Zeit, das muss nicht jetzt sein. Außerdem ist es billiger, falls man sich hinlegt, das nicht mit dem eigenen Material zu tun.


    Wie wärs, wenn sie die Theorie einfach nochmal macht und sich dann mit der Praxis Zeit lässt, bis sie tatsächlich bereit ist für die Prüfung? Jemand, der sich nicht auf die Straße traut, sollte sich nicht den Druck auferlegen, in nur fünf Wochen 20 Fahrstunden nehmen zu müssen und dann genau eine Chance zum Bestehen zu haben.

    Es gibt in Elmshorn einen THW-Ortsverband, auf dessen Gelände man die Übungen vom Platz her wohl fahren kann. Vielleicht sind die ja so nett. Die werden irgendwann in regelmäßigen Abständen auch Dienst haben, sodass das Gelände dann ohnehin geöffnet ist, aber eben nicht für die Allgemeinheit.


    Aber weil die Fragestellung ein bisschen klingt, als ob es um Detailverbesserung geht, würde ich auch mal die Idee in den Raum stellen, es einfach bei den für die Prüfung absolut erforderlichen Mindestfähigkeiten zu belassen. Alles, was man nicht unbedingt zum Bestehen der Prüfung braucht und trotzdem im Vorfeld übt, kostet nur unnötig Zeit und/oder Geld. Fahrübungen machen und im Kreis fahren kann man mit dem eigenen Führerschein in der Tasche später immer noch, sogar legal und auf der Straße.

    Also ich kann folgendes zur Rückmeldung geben, falls das später nochmal jemand liest und die definitive Info haben will:


    • .
    • Die Bremskolbendichtungen funktionieren offenbar, trotz der im ausgebauten Zustand merkwürdigen Größe. Die Kolben auch.
    • Neue Schrauben werten eine alte Bremse optisch ungemein auf.
    • Stahlbus-Entlüftungsventile sind richtig gut, China-Vakuumhandpumpen richtig schlecht.
    • Das Melvin-Stahlflexbremsleitungskit für die PC38 hat zwar alles, was man braucht, um ein technisch funktionierendes System zusammen zu bauen, aber die Leitungen sind meiner Meinung nach alle arg knapp bemessen und die Befestigung ist daher schwierig, speziell am Anschluss Richtung ABS. Ohne Eigenbau-Schelle kommt hier ggf. Kraft auf die Stahlleitungen, was auf Dauer sicher nicht gut ist.
    • Die Spiegel der CB1300 haben eine geringfügig größere Fußplatte als die serienmäßigen. Die PC38-Spiegelverlängerungsblöcke sehen also doof aus, wenn man genau hinschaut. Ich hab trotzdem alles zusammen montiert, weil die Spiegel dadurch noch etwas Höhe gewinnen und ich jetzt genial nach hinten schauen kann.
    • Die Winddeflektoren für die Hände, die es hier im Shop gibt, sind sehr hochwertig und auch wenn es kein Wundermittel ist, würde ich trotzdem sagen, dass sie einen fühlbaren Effekt haben, obwohl sie so klein und unauffällig sind.

    Dass ich empfindliche Sinne hab und alles überbewerte ist sicher möglich ;-)
    Wenn alles so gut und normal ist, dann umso besser. Da aber sowohl der technische Zustand als auch sämtliche Erfahrungen mit Werkstätten, die ich je hatte, sehr ernüchternd sind, bin ich lieber aufmerksam und vertraue meinen eigenen Sinnen. Genau dieses Gefühl für "Was ist normal?" will ich mir hier gerade holen. Dass meine Maschine schon immer stinkt heißt ja nicht, dass das auch so sein soll.


    Außerdem interessiert es mich auch einfach, warum Dinge so sind. Das schadet nie.


    Der Ölstand verändert sich gar nicht.


    Die Frage bleibt aber, wie die hintere Dichtung abdichtet, wenn sie gar nicht eng anliegt :-)
    Wird die rundherum zusammengedrückt von der Nut in der Zange?

    Da hast du Recht, das Öl selbst riecht auch nach Benzin und ich hatte auch nach dem Ölwechsel den Eindruck, dass es sehr schnell wieder in diese Richtung ging. Schon nach der Probefahrt (eine Stunde lang oder so) wars im Ansatz wieder da und ein paar Tage und Kurzstrecken später war es geruchlich wieder wie vorher. Aber: Das Öl riecht eher "motorig" mit Benzinnote. Wenn sie einfach vom Rumstehen stinkt, dann eher nach Zapfsäule.


    Die vier Bremskolben sind alle gleich und waren alle einzeln in Pappschachteln verpackt, jeweils mit einer großen und einer kleinen Dichtung. Verwechslungsmöglichkeit sehe ich da keine.

    Im Video fand ich an den Spiegeln hauptsächlich den Totwinkelbereich interessant. Das wäre schön zu haben. Gehören die zur CBF1000F dazu? Das klang im Video so, als wären die nachgerüstet.
    Diese hässlichen Spiegel-Verlängerungsklötze hab ich schon montiert, aber auf dem Motorrad zu sitzen macht offensichtlich auch einem langen Lauch einen breiten Rücken... mir ist das nämlich immer noch nicht genug :-)


    Von den Bremskolben-Dichtungsringen (von Tourmax) hab ich mal ein Bild angehängt. Ich hab noch nichts an der Maschine verbaut, das ist bisher einfach eine Beobachtung an den Ersatzteilen. Wie man sieht, hängt der obere, kleine Ring genau passend und ohne ihn zu dehnen fest (der kleine Spalt ist die Fase an der Kante des Kolbens, kein Luftspalt). Der untere, größere sitzt locker genug, um von alleine am Kolben nach unten zu rutschen. Dass die Teile defekt oder falsch sind, glaube ich nicht. Ich hab vier Sätze gekauft und die waren der Packungsbeschriftung nach aus unterschiedlichen Chargen, sind aber trotzdem alle genau gleich.
    Das grundsätzliche Konzept mit Staubschutz und Verkanten ist mir bekannt, aber intuitiv hätte ich eher gedacht, dass der hintere, dickere Ring, der die Dichtung leisten soll, strammer sitzt als der vordere. Ist aber andersrum. Wieso? Kann man mit einer lockereren Dichtung besser dichten? Verkantet die leichter? Wird die von der Nut in der Bremszange gegen den Kolben gedrückt? Irgendeinen Sinn wird das ja haben.


    Also ist es eher bauartbedingt, dass da bisschen Benzin rausdünstet und es muss nicht zuwangsläufig irgendwas undicht sein? Ich rede hier von der geparkten, ggf. sogar am Tag noch ungefahrenen Maschine, nicht vom Abgas. Der Geruch kommt von irgendwo unterm Tank (wo die Suche nach der Ursache zum Glück sehr dadurch erleichtert wird, dass da nur ganz wenige Teile mit Benzin zu tun haben...).


    Zu meiner Pendelstrecke kann ich sagen: Es dauert im Schnitt unter 10 Minuten für die 5 km, Choke brauche ich jetzt im Winter immer für den ersten Kilometer Fahrt, manchmal länger. Im Sommer gehts ab dem Mittag auch ohne. Warmlaufen im Stand will ich nicht (dauert mit zu lang, macht Lärm im Wohngebiet). Ich fahre stattdessen vorsichtig bis 4000 U/min (das kann ich auch einhalten; 3000 nicht). Leistung ist mir egal, braucht im Winter eh keiner. Generell bin ich großer Fan von kleinen Drehzahlen (die sind auch für die Anwohner freundlicher).
    Öl verbraucht sie bisher offenbar gar keins. Das dürfte ein Lichtblick sein.


    Die hohe Ölviskosität bei Kälte hab ich versucht mit einem dünneren Öl etwas zu kompensieren (fließt auch im Gefrierschrank noch... hab ich getestet ;-)). Ändert natürlich nichts an der Materialdehnung im Motor.
    Welche Temperatur möchte ich denn auf meinem Ölthermometer in der Ölwanne sehen, damit die Welt in Ordnung ist?


    Vom Anspringen bin ich jetzt schon nicht immer begeistert :-D
    Das scheint aber eher vom Wetter abzuhängen als vom Motor. Nässe macht es immer bisschen schwieriger.

    Dateien

    • IMAG0344.jpg

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    Es geht immer noch um eine PC38, Baujahr 2004.


    • Ich habe auch die Spiegel in ZAMsChannel im ersten Video zur CBF1000F sehr bewundert (hier: https://www.youtube.com/watch?v=x19k9XYhuyY&t=9m34s). Sind die selbst modifiziert oder kann man sowas kaufen? Die sehen von hinten ja aus wie die Originalen, aber Tönung und Totwinkelbereich sind zumindest für die CBF 600 und 1000 glaube ich nicht original, oder?
    • Kann man unter die längeren Spiegel der Nachfolgemodelle die Verlängerungsblöcke drunterschrauben, die für die PC38 vorgesehen sind oder müssen es dann die im Video sichtbaren Verlängerungen im Gelenk sein?
    • Warum hat der hintere, größere der beiden Dichtungsringe für die Bremskolben einen größeren Innendurchmesser als der vordere? Der vordere klemmt auf dem Bremskolben, während der hintere geradeso noch drüberrutscht. Wenn man den auf einer Seite locker zusammenschiebt, ist ein halber Millimeter Platz. (Alles in einer Trockenübung, nicht in die Bremszange eingebaut.)
    • Die Maschine riecht oft nach Benzin, wenn es warm ist. Auslaufen tut nichts, irgendwo dampft es nur raus. Ist das normal?
    • Laut Anleitung kann man fahren, wenn die Nadel der Temperaturanzeige zwischen den zwei äußeren weißen Linien ist. Ist die Anzeige so genau, dass das wirklich das Maß aller Dinge ist? Das wäre ganz toll, weil ich meistens nur 5km pendele und die reichen dafür ganz genau aus. Wahrscheinlich geht da dann auch der große Kühlkreislauf auf, denn viel Wärmer wird sie jetzt im Winter nur ungern.
    • Der Händler meinte, zu lange mit Choke zu fahren, würde sie "nicht mögen". Ist das schädlich, oder gehts da nur darum, dass sie irgendwann warm ist und ohne Choke besser läuft als mit?
    • Nicht so richtig modellbezogen: Wenn man über ein Motorrad sagt: "Die schafft locker 100000 km" - was passiert denn dann nach dieser Strecke, warum kann man das nicht mehr reparieren und woran merkt man es im Betrieb?


    Ich bedanke mich schon jetzt fürs Lesen, weil es so viel ist :-)