Beiträge von ManfredK

    Da unbekannt ist, welches Material Honda OEM verarbeitet hat, kann die Antwort wohl keiner wissen.

    Nachfragen kannst du bei einer Wicklerei die entsprechende Erfahrungen mit dem Neuwickeln des CBF Stators besitzt.

    :gruebelx:


    Ich hätte ja gedacht, die Bremse hätte 'ne Einstellmöglichkeit für den Leerweg

    Schau dir den dazu gehörigen Bremshebel mal an.... https://www.bike-parts-honda.d…L/13MGNA01/F__2900/2/2220


    Die im WHB angegebenen 67,5mm für die Länge der Kolbenstange dienen nur der OEM Positionierung des Bremshebels und haben nichts mit dem "Leerweg" zu tun. Die Lage des Hebels lässt sich mit den von dir genannten Teilen geringfügig variieren

    Vor vielen Jahren gab es mal Werte zum TPS


    Zwischen dem Kabel GR/BL und dem Kabel Y/R ist eine individuelle Versorgungsspannung zu messen Soll-Wert 4,75V - 5,25V (kann je nach Qualität der Kontakte etwas schwanken) - Kabelfarben können je nach Modell abweichen

    Es ist am Kabel BU/Y gegen Y/R die Signalspannung zu messen

    Einmal messen mit Drosselklappe geschlossen (Leerlauf) und einmal mit Drosselklappe voll geöffnet

    Soll-Werte

    Drosselklappe geschlossen: Gemessene Versorgungsspannung z.B. 4,9V X 0,1 = 0,49V (mit Toleranz 0,45 - 0,54V)
    Drosselklappe geöffnet: Gemessene Versorgungsspannung z.B. 4,9V X 0,824 = 4,03V (mit Toleranz 3,6V - 4,4V)

    Du hast mit beiden Recht - aber ändert nichts daran, dass die rechtliche Grundlage für die Nichtbeachtung der BE fehlt.

    Ich kann auch nicht beurteilen, ob es seitens des Ministeriums genügen würde eine passende Verordnung auf den Weg zu bringen oder ob es machbar ist über das KBA eine entsprechende Änderung der KBA-ABE zu veröffentlichen. Die Details dürfen gerne die zuständigen Stellen in die Wege leiten.


    Nur so wie es jetzt gemacht ist, ist es handwerklich schlecht gemacht und mit Sicherheit mit einer rechtlichen Unsicherheit verknüpft. (Kontrollorgane könnten ja durchaus die BMVI Veröffentlichung als Maßstab heranziehen.)

    Aus meiner Sicht hat sich der Prüfer in den Buchstaben der Verordnung verrannt....


    Zitat aus der BMVI Veröffentlichung:


    Ergänzung bezüglich der Verwendung von Diagonalreifen oder Gürtelreifen mit Diagonalkarkasse:

    Die unter Fall 1 geschilderten Beispiele setzen die Verwendung eines Reifens der gleichen Bauart voraus. Die unter Fall 1 geschilderten Beispiele und deren Beurteilung sind jedoch auch auf den Fall übertragbar, wenn ein Reifen anderer Bauart (Diagonalreifen oder Gürtelreifen mit Diagonalkarkasse statt Radialreifen) verwendet wird. Dies setzt voraus, dass mit Ausnahme des Parameters „Reifenbauart“ sämtliche in dem jeweiligen Fallbeispiel genannten Bedingungen erfüllt werden.


    Allerdings bezieht sich dieser Zusatz ausschließlich auf Fahrzeuge die mit einer EU-ABE im Feld "K" der Zulassungsbescheinigung versehen ist. Das ist im Falle einer Bolle unmöglich.


    Zur ersten SC01 mit Fahrwerksänderungen gegenüber OEM: Solange du den BT45 noch ergattern kannst ist die Eintragung 100/90 R 18 Bridgest. BT 45 F auf Felge 2.50 x 18 u. hi 130/80 R 18 66V Bridgest. BT 45 R a. Felge MT 3.00 x 18 (Serienfelgen der SC 09)" ok. Für den Wechsel auf BT46 wäre eine neue Änderungsabnahme erforderlich.


    Zu SC09 Nr. 1 15.1 100/90 - 18 M/C 56 V, 15.2 130/80-18 M/C 66 V *Zu 15.1 bis 15.3 gl. Hersteller *Reifenfabrikatsbindung gem. Betriebserlaubnis beachten* *Zu 15.1/15.3 Reifenpaarung nur zul. m. mitzuführender Freigabe des Reifenherstellers*" Freigabe des Reifenherstellers ist nur gültig für Reifen bis DOT 52/19. Ab Reifenproduktion DOT 01/20 ist eine Änderungsabnahme nach §19 notwendig.


    Zu SC09 Nr. 2 15.1 100/90V18 Tubl. und 15.2 130/80V18 Tubl. * Zu 15.1/15.3 Reifenfabrikatsbindung gem. Betriebserlaubnis beachten* - Du darfst ausschließlich die in der uralten Honda Freigabe gelistete OEM Reifen verwenden. Jegliche Abweichung erfordert eine Änderungsabnahme nach § 19 StVZO

    Soweit ich das als Laie beurteilen kann...


    Ende der 70iger Jahre gab es Probleme mit der Hochgeschwindigkeitsstabilität von Motorrädern. Hersteller, Reifenindustrie und KBA haben damals als einzige Lösung ein Prüfverfahren der Stabilität gesehen. Oftmals war nur mit bestimmten Reifentypen das Fahrverhalten so im hellgrünen Bereich. Die Reifenbindung (gab es meines Wissens nur in DE) war geboren.


    Es wurden in den Fahrzeugpapieren nur bestimmte Reifen freigegeben. Alles andere war nur nach ausführlichen, abgesprochenen Tests möglich gewesen.


    Die Betriebserlaubnis durch das KBA wurde daher nur mit Auflagen erteilt. Änderungen waren damals auch nur nach Begutachtung § 19 StVZO in Verbindung mit einer Herstellerbescheinigung möglich. Die Testverfahren waren aufwändig und damit auch teuer. Dieses Verfahren war bis 1993 so üblich. Es entstand z.B. die Honda Freigabeliste https://www.honda.de/content/d…freigaben_Reifenliste.pdf


    Die Fahrwerke wurden besser, die Reifen wurden besser, der Markt wurde kleiner, es sollte preiswerter werden.... Man hat sich also wieder zusammengesetzt.. und hat ein Dokument geschaffen, das keine rechtliche Grundlage hatte... die Unbedenklichkeitsbescheinigung die alsbald von der Reifenindustrie alleine erstellt wurde, ohne Beteiligung der Motorradhersteller und auch nicht immer nach Fahrversuchen....


    KBA und Industrie sowie Prüforganisationen haben sich darauf geeinigt dieses Verfahren zu akzeptieren. Das ganze aber ohne Rechtsgrundlage. Auch Kontrollorgane haben sich an dieses Gentleman-Agreement gehalten. Trotzdem nochmal der Hinweis - es war ein geduldeter Verstoß gegen die durch das KBA erteilten ABE´s


    Dann hat sich ganz Europa zusammengesetzt und eine europäische ABE geschaffen die in allen Mitgliedsstaaten gleich sein musste - eine Reifenbindung war mit dieser EU-ABE nicht mehr vereinbar. Entweder ist ein Motorrad in Frankreich ohne Reifenbindung sicher (der Franzose auf dt. Autobahnen), aber dann muss es auch in DE sicher sein.

    Die Motorrad- und Reifenindustrie waren aber übervorsichtig und haben Anfangs der 2000er weiterhin Reifenbindungen ausgesprochen. Auch hier wieder ohne Rechtsgrundlage, denn nach EU-ABE ist das nicht zulässig.


    Zuerst fiel die Reifenbindung im PKW Bereich.... dann in 2002 (?) bei den ersten Motorradherstellern und bei Honda je nach Modell ab 2005/2006. Bei Neumodellen war damit die Reifenbindung Vergangenheit. Jeder konnte fahren was er wollte (bei gleichen technischen Daten)


    Das BMVI hat dann in (2020 oder 2021) eine rechtliche Bewertung vorgenommen und darin alle Fahrzeuge mit EU-ABE nachträglich aus der Reifenbindung entlassen. Die in der Vergangenheit vom KBA erteilten nationalen ABE wurden aber nie geändert. Es gilt also immer noch die ABE des Jahres 1980 oder 2000 MIT Reifenbindung. Deswegen verweist das BMVI auch klar darauf und veröffentlicht die notwendige Änderungsabnahme nach § 19 StVZO falls jemand von den "uralten" Reifenbindungen abweichen muss oder will. (den Link hatte ich schon mehrfach gepostet)


    Und jetzt kommt der AKE (Prüforganisationen, KBA und BMVI) und veröffentlicht eine neue Vorgehensweise. Diese ist sicherlich motorradfreundlich gemeint aber handwerklich schlecht gemacht. Rechtlich ist natürlich die alte KBA Betriebserlaubnis immer noch uneingeschränkt gültig. Niemand hat diese verändert. Die alten Reifenbindungen sind immer noch gütig. Kein Halter hat jemals eine Änderung der KBA ABE erhalten (vergleiche Seitenständerumrüstung Honda die neben den technischen Änderungen des Ständers immer einen Nachtrag zur KBA ABE enthalten hat)


    Dem AKE fehlt aber jegliche gesetzgeberische Zuständigkeit, das BMVI macht anders lautende Veröffentlichungen. Solange das BMVI oder KBA die nationalen Betriebserlaubnisse nicht ändert und anpasst bleiben diese gültig- der AKE kann daran nichts ändern. Was der AKE machen kann sind Handlungsempfehlungen an Prüforganisationen herausgeben. In diesem Fall sind die Handlungsempfehlungen aber rechtlich mehr als fragwürdig und haben vermutlich vor Gericht keinen Bestand.


    Man stelle sich vor eine GL 1000 hat wie Ende der 70iger einen Hochgeschwindigkeitsunfall mit einem Reifen der nicht der BE entspricht..... das ganze unmittelbar auf der Fahrt nach einer HU bei der der Reifen nicht beanstandet wurde. Wie würde die Klage der Familie ausschauen, wenn die Prüforganisation auf eine fehlerhafte HU und daraus resultierenden Schadensersatz verklagt würde.

    Die Prüfstellen handhaben es inzwischen wohl anders.

    Ich hatte deswegen in 2021 das BMVI angeschrieben und um Überprüfung gebeten da es zwischen AKE und BMVI Veröffentlichung diesbezüglich einen Unterschied gibt. (Fall 1a bzw. 2)https://www.bmdv.bund.de/Share…bination-kraftraeder.html


    Das BMVI hat mir bestätigt, dass deren Veröffentlichung korrekt ist und sie den AKE um Überarbeitung auffordern wollten. Ob dies geschehen ist und auf der Tagesordnung gelandet ist??

    Ich unterstelle, dass die 11er eine Reifenbindung hat (wäre bei dem Baujahr normal) - dann gilt eindeutig: (die OEM Reifen sind hier nachzulesen: https://www.honda.de/content/d…35_Bescheinigung_2008.pdf ) Die "Reifenfreigaben" sind generell nicht mehr zutreffend und nur noch als Arbeitsgrundlage für die Prüforganisation tauglich)


    Unbenannt.JPG


    oder wenn du es lieber vom BMVI lesen willst: (zutreffend ist der Fall 2)


    https://www.bmdv.bund.de/Share…bination-kraftraeder.html


    Gleichzeitig drücke ich die Daumen, dass du nicht im Frühjahr in eine Schwerpunktkontrolle Reifen kommst, dort würde es bemängelt werden dass deine Reifen nicht eingetragen sind


    Wäre die 11er ein späteres Modell mit EG-Betriebserlaubnis (Feld K e13*92/61*0043*00) wäre die Reifenbindung entfallen (Fall 1a der BMVI Veröffentlichung) und du könntest unter Beachtung der Reifengröße usw. montieren was immer du willst