Beiträge von rollermachtspass

    Das glaube ich nicht.

    Allerdings gab es im Lauf von etlichen Jahren leichte Abreibespuren an meinen schwarzen Lederjeans - sie kriegten an der Innenseite der Knie einen rötlichen Schimmer. Ich hätte ausprobieren oder nachfragen können, welcher Klarlack zu dem Sprühlack passt (oder bei etwas Erfahrung bringt man gleich einen Top Kunstharzlack mit einem teuren Pinsel auf), es war ja aber nicht nötig. Die Farbe am "Tank", wo die Knie anliegen, hat sich über Zehntausende Kilometer bis zum Verkauf gehalten.

    Und natürlich ist es besser, mit seiner Maschine zum Fachmann zu gehen. Das Geld kommt beim letztlichen Verkauf allemal wieder herein - die feinsten Motorräder bringen miese Preise und das heisst, für einen eher unwichtigen aber optischen Mangel gibt's die Höchststrafe, man kriegt für seine Maschine überhaupt keinen Käufer oder nur einen lachhaften Preis von Händlern oder Exporteuren. Bei mir und anderen erlebt.

    Aber in meinem Fall als auch bei dem Fragesteller geht es ja nur darum, seiner Maschine wieder ein salonfähiges Aussehen zu verleihen. Ein Mittel zum Entfetten und eine Dose richtig guten, passenden Lack für einen Zwanni ist das wert.

    An meiner Honda PC800 war nach etlichen Jahren der Tanklack in Höhe der Knie durch, der Vorlack (ich glaube, schwarz) kam durch.

    Neulack aus der Sprühdose, und zwar in dem Fall "Lack Spray RH*** Motorradlacke Honda R201" von RH Lacke GmbH aus Twistringen, hat nach vielen Jahren und weiteren, fünfstelligen zurückgelegten Meilen noch gehalten.

    Bei dem riesigen Tank (eigentlich nur die Dekoration aus Kunststoff, der wirkliche Tank ist irgendwo untendrin) war es nicht mal möglich, entlang abgegrenzter Linien abzudecken. Da hat sich die genaue Farb-Anpassung gelohnt. Rauhen Nebel (unvermeidbar an der Grenze) als auch den älteren Original-Lack nebendran habe ich später glattpoliert.

    Gegen Sprühdosen habe ich zeitlebens ein begründetes Vorurteil gehabt - durch die Düsen gingen viele Jahrzehnte lang nur viel kleinere Farbpartikel, und eine geringere Konzentration davon, als bei einer Farbspritzpistole oder Pinsellackierung.


    Aber ich würde heute keine Bedenken mehr sehen. Auf die harte Tour hatte ich über all die Jahre schon einiges an Übung mit Sprühdosenlackierung, bin aber völlig berufsfremd.

    Das Bild ist ein Ausschnitt aus einem der Verkaufsfotos nach ca. 50.000mls.

    IMG_6679aus.JPG

    "Man darf vorher halt die Touren nicht weitergeben.... sondern als Herr und Meister der Tour einfach vorausfahren. Dann ist jede Abweichung "gewollt" und unabänderlich... :-) "


    Uh, und was ist mit Nettigkeiten wie: "Mir reicht die Fahrerei, ich bin weg - hier entlang kommt in 10km die Auffahrt auf die Autobahn"? ;)

    Ganz zu schweigen von vertrauensvollen (aber nicht lange) Fragen wie: "Warum bist Du nicht vorhin auf die ideale Strecke abgebogen, Du hast garantiert noch was in petto, stimmt's?"

    Ich habe genau dieselben Erfahrungen (allerdings vorwiegend mit den hier an täglich wechselnden Smiley-Geschwindigkeitsanzeigern gecheckt, aber meine paar Aufzeichnungen mit GPS haben dasselbe ergeben). Bei 30-50 genau, bei 80 oder 90 laut Tacho scheinen es schon 10km/h Vorlauf in der Anzeige zu sein. Das müsste ich nochmal mit GPS cross-checken (eine ausreichende Strecke lang mit maximal 80 Anzeige fahren und dann im Navi nach der höchsten erreichten Geschwindigkeit gucken, oder eines mit 3M Dual Lock im Blickfeld antackern), aber das Prinzip "zehn drüber wird beim Fahren schon richtig sein" wende ich bei innerörtlichen Geschwindigkeitsbeschränkungen lieber nicht an.

    Wie der Vision allerdings bei einem mechanischen Tacho unterschiedliche Bereiche mit unterschiedlichem prozentualen Vorlauf anzeigen kann, weiss ich nicht. Obwohl, ich kann ja die "80" auf die Tachoscheibe hinpinseln, wo ich es für richtig halte.

    Richtig genau wäre ein Fahrradtacho und wird mit einem Magneten an der Felge plus Abnehmer auch von vielen verwirklicht. Ist mir aber zu viel Action und drahtlose gehen m.W. nicht an motorisierten Fahrzeugen.

    Für mich ist es übrigens sehr irritierend, wie schlecht man mit einer Variomatik seine Geschwindigkeit im Auge behalten kann. Bei Schaltmoppeds hört man ja, ob sie sich z.B. erhöht, wenn eine Steigung überwunden wird.

    Yep, daher auch meine Vorwarnung ... aber vielleicht ist's doch ein Informationsbaustein. Ich gucke immer mal die Artikel auf heise.de durch, andere vielleicht nicht. Hab' jetzt nicht nachgelesen, ob in den Kommentaren (bei Heise immer viele, und nicht immer qualifizierte) für den einen oder anderen Garmin-Interessenten noch was Nützliches drin steht.

    Mir selber reicht Oruxmaps als reiner Server für Offline-Karten auf einem alten Sieben-Zoll-Tablet und allenfalls dasselbe, oder Here, mit Sprachnavi und Ohrhörer, um einen Zielpunkt zu erreichen.

    Navis sind sowieso des Teufels, erfunden, um Tourguides bzw. Gruppenfahrten-Organisatoren, was ich lange gemacht habe, zu entmachten und zu demütigen ;) .

    Stadtverkehr, Kopfsteinpflaster, Regen - ja, das wäre eine Kombination, bei der ich ABS vielleicht auch gerne haben wollte.

    Bisher komme ich mit einer positiv-vorsichtigen Geisteshaltung "welches von euch Arschlöchern wird gleich versuchen, mich umzubringen" ;) noch ganz gut hin, Fahrertür aufreissen, rückwärts zum Grundstück rausschießen, noch überholen (während ich, höher sitzend, den Gegenverkehr schon kommen sehe) und dann schneiden, noch nicht die erst seit 20 Jahren geltende Kreisverkehrsregelung gelernt habend usw.

    Subjektive (=personenbezogene) Meinungen hierzu:

    ABS habe ich bei meinem Vision 110 nicht vermisst. Ich fahre seit fast 60 Jahren motorisierte Zweiräder, habe auch ohne ABS noch nie überbremst, bin auch auf Kies und sogar auf Kuhscheiße (kein Witz, hier ist ländlicher Raum) noch davongekommen. Bloß meine blaß gewordene Freundin beruhigt, die gesehen hatte, wie beim jährlichen Vollbremsung üben im Frühjahr an meinem 274kg schweren Bike das Hinterrad hochging ... hab' ich nie gemerkt. Ich dachte eigentlich, sogar die "Kombibremse" des Vision 110 sei unnötiger Marketingquatsch (wie die Start/Stopp Automatik, die auf meinen Fahrstrecken nur die Batterie unnötig leer gelutscht hat...). Mittlerweile benutze ich die Kombibremse aber gerne, sie scheint irgendwie intelligenter zu ein, als ich, eh, dachte - gute Verteilung, und ich glaube, geschwindigkeitsabhängig oder so. Manuell habe ich schon immer mit einem kräftigen Anbremsen des Hinterrades angefangen, wodurch das Vorderrad angedrückt wird, und bei Notbremsungen zuletzt fast ausschließlich das Vorderrad gebremst. Jetzt ziehe ich den linken Bremshebel, eben kräftig die Kombibremse, wenn's mit der Verzögerung arg pressiert, und mache mir über die Lastverteilung gar keine Gedanken mehr.


    Topcase hatte ich schon drei Generationen, brauch keine vierte mehr, wo dann für einen Hunni Mehrkosten auch noch "Honda" draufgepinselt ist. Das GIVI hat den Rabatt beim Verkauf meiner PC800 (siehe Avatar) abgegeben, von dem nervigen 45km/h Aprilia Roller ist das Topcase jetzt auf dem Vision montiert und bald wird dessen Grundplatte durch eine für die Topcases meiner 125er ersetzt, sodass ich auf beiden Fahrzeugen zwischen großem, hässlichen und kleinen, erträglichen Topcase wechseln kann.


    Womit dann auch doppelt erklärt ist, warum ich mir keinen Kummer um die schwächliche Motorleistung des Vision mache - erstens komme ich rollermäßig von der 50-ccm-Seite (seinerzeit Vespa50, zuletzt 50-ccm-Scarabeo, der ziemlich genau dieselbem Dimensionen und dasselbe Gewicht hatte wie nun der Vision 110), zweitens habe ich noch ein kleines Motorrad. Drittens bin ich schon über 70 und ganz bewusst vom 200-km-Tacho-Motorrad auf Töffs umgestiegen, die kaum mal 100 erreichen. Du kriegst mit den höheren Jahren unweigerlich auch 'ne längere Leitung, unkooperative Sturheit, Blendungsempfindlichkeit hoch drei usw. und ich habe noch keinen Bock, mir 'nen Rollstuhl zu frisieren. Hoffentlich bleibe ich vernünftig und widerstehe dem Wunsch, auf einen Forza oder einen SH300 umzusteigen :) .

    ich weiss nicht, wie du auf die 1,3 kg kommst

    Das war mein Beispiel weiter oben.
    Tragfähigkeit des Kofferträgers insgesamt: ausgewiesen mit 3kg

    Eigengewicht des serienmäßigen Koffers: 2.7kg

    Zulässige Beladung: 300 Gramm, z.B. Salami

    Damit kann man kein Picknick bestreiten, also muss noch 1 Brot rein, 1000 Gramm

    macht Beladung 1.3 Kilogramm

    Ist entgegen Vorschrift von Honda 333 Prozent zu schwer.


    Beispiel kann man ändern, z.B. Regenkleidung

    einfach den rechten Überhandschuh und den Überzieher für den rechten Schuh weglassen, und schon ist man legal (wenn die linken zusammen nur 300 Gramm wiegen).

    Fazit: Die Japse verarschen uns doch nur.

    Herrje, was wird hier dem Fragesteller alles unterstellt? Wenn es einen Roller in 125, 150 und 300ccm zu kaufen gibt, wird jemand, der's nötig hat, doch die Unterschiede durchkalkulieren. Sind 20km/h mehr die vermutlich schlechteren Wiederverkaufsaussichten wert? Wenn ich in Köln wohne, wo es in jeder beliebigen Richtung nur über die Autobahn geht, falls ich weiter als bis zum Büdchen auf dem Wilhelmplatz fahren will (Rheinbrücken, Eifel, Bergisches Land, nördliche Stadtteile), ist es mir vielleicht egal, ob ich in ein paar Jahren monatelang den Käufern hinterherrennen muss, ich nehme doch lieber den 150er oder 300er. Wenn ich mir denke, daß zu meinem Fahrzeugpark von Auto und Motorrad gerade noch ein sonniger kleiner Roller für "Hut aufsetzen und losfahren" in Richtung nächstes Freibad passen würde, kann ich über den 125er nachdenken, oder z.B., wenn ein Familienmitglied ohne "großen" Führerschein den mitbenutzen könnte. Und so weiter, betreffend Kaufpreis, Gewicht etc.

    Wenn ich gar nicht rechnen und abwägen kann, kann ich mich natürlich auch in einem Forum mit meiner alleinseligmachenden Meinung wichtig machen und mich als soo viel scharfsinniger im Vergleich mit einem "Unentschlossenen" hinstellen, den ich noch nie gesehen oder gesprochen habe...

    Fragt sich, was für eine. Ist sie eine markenlose ohne jede Kennzeichnung, schwarz mit einem bedruckten Papier-Aufkleber aus Vietnam?

    Und ja, auch bei mir halten Batterien typischerweise 10 Jahre lang. Ich habe ausser jetzt beim Vision noch nie eine ersetzen müssen, weil das Fahrzeug nicht mehr startete, sondern sie lieber freiwillig ersetzt, wenn sie schon im Herbst unwillig jammerte und ich befürchten musste, daß sie eines kalten Wintermorgens nichtmehr genug Saft haben würde, das Fahrzeug zu starten.

    Nein, anlaßlos eine wegwerfen würde ich auch nicht, nur weil ich möglicherweise als einziger unter 100 mal eine gekriegt habe, die etwa einem Lagerarbeiter runtergefallen und seither durch ein paar abgelöste Flöckchen Bleibeschichtung oder sowas kurzgeschlossen wurde. Ich halte die Batterie, die in meinem neuen 2019er Vision drin war, für absolut minderwertig (schon weil ich gewohnt bin, dass auf einer OEM-Batterie irgendwas wie Varta, Yuasa oder wenigstens Honda drauf steht), jedoch kann ich das nicht beweisen. Aber mit dem Rüstzeug, zu wissen, wie man überhaupt an die Batterie rankommt, und für Touren ggf. einer Starthilfe wie beschrieben lebt man ruhiger ;) .

    Nur zur Klarstellung (editieren geht ja nur ca. 1 Stunde lang): ich würde die vietnamesische Batterie nicht anlaßlos rausschmeissen, wenn sie völlig zufriedenstellend funktioniert. Ggf. die Start-Stop-Automatik ausstellen. So habe ich es gemacht. Ich habe von derzeit Verbräuchen um ca. 1.9 Liter/100km berichtet, alles bei abgestellter Automatik. Vielleicht möchte man die Batterie ab und zu auch auf Verdacht an ein Ladegerät hängen.

    Erste und auch kostenlose Vorsichtsmaßnahme ist, auszuprobieren, wie man an die Batterie rankommt. Beim erstenmal eine lange Recherche wo-ist-die, wie-kriegt-man-das-auf, werde ich am nagelneuen Roller Laschen abbrechen, beim zweiten oder drittenmal eine Fünfminutensache, die der Kumpel oder der Straßenwachtfahrer, der die Starthilfe geben soll, wahrscheinlich nicht hinkriegt.

    Eine Powerbank für Starthilfe kostet beim Buchhändler ab unter 40 Euro. Leider weisen die Beurteilungen beim Buchhändler alle ohne Ausnahme das übliche Betrugsprofil auf: Dutzende oder Hunderte, auf jeden Fall über 90 Prozent, fünf-Sterne-Beurteilungen im üblichen Duktus und drei oder fünf Leute, die das Ding wirklich gekauft haben und reinschreiben, auf was für Werbelügen sie reingefallen sind. Aber gemäß meiner eigenen Erfahrung, für einen kleinen Zweiradmotor reichen sie wohl aus, so steht es auch in manchen schlechten Beurteilungen. Auf Verdacht dann kaufen, wenn die Starthilfe nur ein Zweitnutzen ist und sie, wie erwähnt, sich auch auf Reisen (oder auch als Stromquelle für eine Dashcam oder ein Navi) nützlich machen können. Und wenn man gar mit Kumpels unterwegs ist, kann man plötzlich sehr gefragt sein ...

    Die originale Batterie ist Scheiße oder war es jedenfalls an meinem Vision, neu gekauft im Mai 2019. Siehe Euer Ladegerät für Honda Vision 110 Bj. 2019?.

    Ich habe dann eine BTX12-BS stattdessen gekauft, die zweite oder dritte Batterie dieses Fabrikates. Bin zufrieden.

    Ferner habe ich eine startgeeignete Powerbank angeschafft, die (ausprobiert) auch eine 125er mit abgeklemmter Eigenbatterie starten kann und dem Beiblatt nach auch einen Kleinwagen, gleichzeitig zum Betrieb oder Nachladen von Navis, Smartphones oder als Taschenlampe im Zelt. Preis 40-80 Euro. Sie war nicht erst für diesen Roller angeschafft; $Freundin mit ihrer Schrott-BMW von Anfang der 2000er ist immer mal aus irgend einem Grund liegen geblieben, und nicht nur einmal wegen leerer Batterie oder kaputtem Laderegler.

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    Es empfiehlt sich, beim Vision mal übungshalber die Abdeckung vorne abzunehmen. Eigentlich ganz einfach: 2 Kreuzschlitz-Schrauben raus. Dann die Stelle, die man einfach ausprobiert haben muss, den Mittel-Pin der zwei komischen Dübel rausstoßen, und dann unter die Ränder fahren, die 3 oder 5 federnden Haken aufziehen oder -schieben. Dann ist's eine Fünfminutensache, an die Batterie ranzukommen. Euer Ladegerät für Honda Vision 110 Bj. 2019?