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Thema: Rätselhafter Sturz - Kann Rad spontan blockieren?

  1. #16
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    Bei feuchter Fahrbahn kann niemand eine leichte Dieselspur erkennen und mit dem geringsten Gasdrehen schleudert das Hinterrad gleichermaßen immer nach rechts & links weg, das nur im Glücksfall ein abfangen noch möglich ist.
    Da sowieso meist kein Verursacher gefunden wird, gibt es niemanden der dafür haftbar zu machen wäre. (keine Versicherung - kein Straßenbauamt usw.) Die geplatzten Verkleidungsteile (meist zw. 100 -200 €) wirst du selbst tragen müssen.


    Bildschirmfoto 2019-01-06 um 19.26.11.jpg
    Geändert von Pahul (06.01.2019 um 19:27 Uhr)

  2. #17
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    Zitat Zitat von chefffe Beitrag anzeigen
    Technisch nicht erklärbar das eine ABS Bremse bei der SH150 von selbst bremsen könnte. Die steuert ja nur den Druck von den Griffen. Von daher würde ich den Gedanken mal verwerfen.
    Bei einem Auto mit ESP wäre es theoretisch möglich. Viele Fahrzeuge mit elektronischer Handbremse leiten eine Notbremsung ein wenn man sie während der Fahrt zieht, und zwar mit allen 4 Bremsen, nicht nur hinten. Für den Fall dass die Hydraulik versagt. Ich wüsste aber nicht dass das schon mal vorgekommen ist.

    Ich sehe das eher als Pech gehabt an. Mart!n hat das ja ausführlicher beschrieben...
    "Du redest mit deinem Motorrad? Findest du das nicht merkwürdig?"
    "Wieso? Ich finde die Gespräche mit manchen Menschen viel merkwürdiger!"

  3. #18
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    Zitat Zitat von Pahul Beitrag anzeigen
    Bei feuchter Fahrbahn kann niemand eine leichte Dieselspur erkennen und mit dem geringsten Gasdrehen schleudert das Hinterrad gleichermaßen immer nach rechts & links weg, das nur im Glücksfall ein abfangen noch möglich ist.
    Da sowieso meist kein Verursacher gefunden wird, gibt es niemanden der dafür haftbar zu machen wäre. (keine Versicherung - kein Straßenbauamt usw.) Die geplatzten Verkleidungsteile (meist zw. 100 -200 €) wirst du selbst tragen müssen.
    Auch eine sehr gute Möglichkeit ... ist mir zwar noch nie passiert (gottseidank) aber absolut niemals auszuschliessen!
    Wenn du kritisiert wirst dann musst du irgend etwas richtig machen, denn man greift nur denjenigen an der den Ball hat!

  4. #19
    CB freak Avatar von hondaschlumpf
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    Ich versuchte als Winterfahrer auch irgendwie zu versuchen ob es möglich ist auf total Eis zu fahren. Geht nicht wenn absolut glatt. Bei hartgefrorenen Eis kann man mit Gasgeben und durchdrehendem Hinterrad den Grip noch etwas abschätzen. Du wirst eine ölige Stelle passiert haben, da ist dann der Grip dann sofort Null. Wasser mit irgendwas, feiner Staub oder Öl. Sehr niedrige Geschwindigkeit tut das Übrige, da reichen dann schon wenige cm mit Null-Grip, Motorbremse. Ich fahr bei Regen sehr vorsichtig, eben weil man nie weiss was ist nasss und was ist schmierig.
    Nicht so wie bei Regenrennen, wo die Strecke samt Grip jede Runde ähnlich ist.

  5. #20
    Erfahrener Benutzer Avatar von Blechbüchsenarmee
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    Ich denke @Afrikans hat den wesentlichen Punkt ganz gut beschrieben - auf sicherem Gelände üben,üben,üben - allein schon damit sich die Angst nicht verfestigt, sondern du stattdessen ein Gefühl dafür bekommst wie Reifen auf rutschigem Untergrund reagieren. Das alles ist keine Garantie dafür das es nie mehr passiert, aber es hilft.

    Aber zu deiner Beruhigung- ich habe eine Freundin am Amersee (Bayern) und in Alpenregionen wechselt das Wetter sehr schnell. Wir waren im Sommer am See und plötzlich zog ein Gewitter auf, sie also mit dem PKW nach Hause und ich mit dem Bike auf zu ihr. Natürlich hat mich der Regen so richtig erwischt (normalerweise versuche ich Regen/Matsch/Schneefahrten zu vermeiden und nur bei trockener Fahrbahn zu fahren) und in einer steil abfallenden Kurve bin ich trotz sehr vorsichtiger Fahrweise, plötzlich mit dem Hinterrad ins Rutschen gekommen - dank einigermaßen Fahrerfahrung und ganz sicher auch dank Traktionskontrolle, habe ich die Schrecksekunde unbeschadet überstanden - aber das war knapp.

    S.h. - genau so schnell hätte ich auf der Nase liegen können - das ist nun mal bei aller Fahrerfahrung/bei allen technischen Hilfsmitteln das Risiko, wenn man auf 2 statt 4 Rädern unterwegs ist.
    Insofern- mach dich nicht verrückt, versuche Fahrpraxis zu bekommen, fahr vorsichtig, dann klappt das schon und macht doch auch viel mehr Spaß als in ner „Blechbüchse“
    Geändert von Blechbüchsenarmee (06.01.2019 um 20:41 Uhr)
    Gibt Moppeds, die fahren Friseusen, weil die Montag frei haben, AT-Fahrer müssen da schon wieder arbeiten....“ Zitat @martin

  6. #21
    Grosse Klappe Avatar von Hippo
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    Den Aspekt des kalten Bodens mit "Sommerreifen" befahren, hat noch niemand thematisiert.

    Ich nehme an, dass der Roller keine ausgewiesenen Winterreifen auf den Felgen hat.

    Ich nehme auch an, dass die Tage und Nächte vor dem Regentag wesentlich kälter als die genannten 7-8°C waren und der Asphalt zum Zeitpunkt des Ausrutschers durchaus kühler gewesen sein könnte. (hätte sein können)

    Selbstverständlich nur Vermutungen, oder besser gesagt wilde Mutmassungen meinerseits, weil bei Threadstart nichts darüber steht.

    Ob Dieselfleck oder Schmierfilm schuld waren, könnte ev. ein "vonkälteharter" Sommerpneu mitgeholfen haben. Nur so als Schuss ins Blaue.
    Ich habe keine Zeit mich zu beeilen

  7. #22
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    Ich schieß auch mal ins Blaue:
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42736577.html
    "Du redest mit deinem Motorrad? Findest du das nicht merkwürdig?"
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  8. #23
    XXX Avatar von Afrikaans
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    Den Inhalt des Artikels bezweifele ich nicht.
    Allerdings läßt die Leistung eines Sommerreifens bei niedrigen Temperaturen nach.
    Das ist und bleibt so. Und bei Nässe & Kälte verringert sich der Grip noch etwas mehr.

    Welcher Parameter jetzt letztendlich den Ausschlag gegeben hat, ist nach dem Sturz egal.

    Wichtig ist, sich an die Grenzen des Möglichen heran zu tasten,
    um ein Gefühl für kritische Momente zu bekommen.
    Oder extreme Vorsicht,
    oder gleich einwintern.

    "Die gefährlichste Zeit für Männer ist das erste Rentenjahr."


  9. #24
    Grosse Klappe Avatar von Hippo
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    Zitat Zitat von tom_ate Beitrag anzeigen
    Jaa, für Flachländer mögen die Schlüsse und Recherchen dieses Schreiberlings durchaus Sinn ergeben.

    Bei uns ist 5 Monate Winter und die Erfahrungen mit den Unterschieden von Sommer- und Winterreifen sind etwas handfester und nur Idioten lassen es drauf ankommen. Gut, die gibt es überall.

    Die 7°C Grenze kannte ich nicht und interessiert hier auch niemand, denn wer ab Ende Oktober mit Sommerreifen einen Unfall baut, auf den nehmen Versicherer (soviel ich weiss unter 4°C) gehörig Regress.

    Und klar ist mir auch, dass Töffreifen allgemein weicher gebaut sind als Auto-Sommerreifen.
    Geändert von Hippo (06.01.2019 um 23:21 Uhr)
    Ich habe keine Zeit mich zu beeilen

  10. #25
    Vergaserschrubber Avatar von CBforever
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    Und das tun sie, weil ihnen noch die dümmste Ausrede gut genug ist, um sich aus der vertraglich vereinbarten Haftung herauszumogeln.
    Wir sind im Flachland allerdings rechtlich schon einen Schritt weiter und überlassen die Rechtssprechung den Gerichten statt den Versicherungen.
    Cafe Racer, der: ein bisher einwandfrei funktionsfähiges Motorrad, das der Besitzer zerlegt hat und in zehn Forenbeiträgen beschreibt, was er alles damit machen würde, wenn er Zeit, Geld, Werkzeug und Ahnung hätte.

  11. #26
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    Wir hatten sogar mal einen Fall wo sich eine Versicherung vom zahlen drücken wollte weil die Reifen total abgefahren waren, der Unfall passierte aber an einem warmen trockenem Sommertag. Da musste auch ein Gericht feststellen dass die Reifen keinesfalls schuld sind.
    Kommt regelmäßig vor.

    Und wenn die Reifenhersteller erläutern wie wichtig es für die Sicherheit ist ihnen mehr Reifen abzukaufen denken die Flachländer lieber nochmal drüber nach. Aber ist ja schön für die Reifenindustrie wenn das nicht alle machen.
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  12. #27
    Grosse Klappe Avatar von Hippo
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    Zitat Zitat von CBforever Beitrag anzeigen
    ...einen Schritt weiter und überlassen die Rechtssprechung den Gerichten statt den Versicherungen.
    Dem wurde hierzulande leider eine hübsche Hürde vorgeschoben.

    Die heisst: Gerichtskostenbevorschussung groehl[1].gif

    Das Gericht fordert vom Kläger die voraussichtlichen Kosten des Verfahrens. Zahlbar min. 30 Tage vor dem möglichen Verhandlungstermin.
    Eine einstündige Sitzung kann durchaus einen Tausender kosten, plus Anwalt natürlich.
    Die Klage kann nach Akteneinsicht auch abgewiesen werden. Einen Teil der Bevorschussung ist man dann trotzdem los.

    Unter einem Streitwert von 5'000 Fr. lohnt sich ein Prozessieren überhaupt nicht und eine Schuldfrage resp. der Haftungsausschluss ist in den 9 Seiten Kleingedrucktem in der Police beschrieben. Die hält vor Gericht immer Stand. Bei uns jedenfalls.

    Andere Länder, andere Titten.
    Ich habe keine Zeit mich zu beeilen

  13. #28
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    Ok, krass wie offensichtlich der Rechtsstaat keiner ist. Kommt aber im Flachland auch noch, bzw. ist teilweise schon da. Aber dass es bei euch noch schlimmer ist verwundert mich. Das ist n totaler Freifahrtsschein für Versicherungen bei kleineren Sachen nie zu zahlen, und für alle anderen Gratlern bei Kleinbeträgen zu bescheißen was geht.

    Tut mir leid dass es bei euch schon so krass ist....
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  14. #29
    Grosse Klappe Avatar von Hippo
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    Allerdings sind die Versicherungen bei uns in aller Regel fair.

    Die Hausratversicherungen zahlen bis zu 3 verlo.. ääh gestohlene Regenschirme pro Jahr und die Fahrzeugversicherer sind in aller Regel recht kulant.

    Bei Haftpflichtfällen jedoch wird genau hingeschaut und bei Eigenverschulden oder Mutwilligkeit muss man halt Abstriche machen. Da wird gerne auf den Polizeirapport abgestützt woraus schon vieles herauslesbar ist.

    Und nicht zuletzt ist der Schweizer eine ehrliche Haut der sein Mitverschulden oder sooo selbstverständlich eingesteht. groehl[1].gif groehl[1].gif groehl[1].gif
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  15. #30
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    Es ist nicht möglich sich an die Grenzen des Möglichen auf nasser Fahrbahn heranzutasten.

    Das geht zwar durchaus - aber dann muss man die Fahrbahn, auf der man geübt hat, auch immer dabei haben.


    Wir sind mit Auslegermotorräder, mit hochliegenden, nicht denen, wo der Ausleger immer am Boden ist und Gelenke hat, 45 Grad Schräglage auf nassem Teer gefahren.

    Die jungen, gelenkigen mit dem Knie auf dem Boden, dafür bin ich zu ungelenkig, genau so schräg war ich trotzdem.

    Da waren zwei Sorten Teer. Man hat den Unterschied gespürt, man ist auf dem einen mehr über beide Räder leicht gerutscht als bei dem anderen.

    Der Abflug, der dank Ausleger und Fangsegel, das den Motor abstellt, keiner ist, kam schlagartig, da tastet man nix mehr.


    Das Erlernte mitzunehmen führt zu nix, denn auf einer Strasse in Istrien wirst du bei Nässe schon bei einem Drittel der Schräglage absteigen, wenn du das Gas aufmachst, da hat meine 550er mit 50PS beim Überholen auf der Geraden im vierten Gang noch hinten den Reifen durchdrehen lassen.

    Der einzige Erkennnisgewinn wird sein, dass manche Reifen auf manchem Teer bei Nässe Schräglagen zulassen, die ein anderer Asphalt noch nicht mal im Trockenen zulässt.


    Hilft mir original gar nix, wenn ich rumfahre, schon gar nicht in der Stadt, wo Flicken an Flicken ist und der Belag ständig wechselt und stellenweise poliert ist bis er glänzt wie Speck.

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