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Thema: Seltsame Startschwierigkeiten bei SH 150i

  1. #1
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    Idee Seltsame Startschwierigkeiten bei SH 150i

    Hallo zusammen.
    Ich besitze seit Anfang Mai 2019 eine Honda SH150i Baujahr 2015.
    Mit diesem bin ich auch regelmäßig (fast täglich) gefahren und angesprungen ist er immer beim ersten Mal.
    Der km-Stand ist gerade mal bei ~2800km.

    Jetzt war ich 2 Wochen im Urlaub und in dieser Zeit stand die SH in der Garage. Als ich nach dem Urlaub das erste Mal damit fahren wollte passierte beim Drücken des Starterknopfes absolut nichts - nicht das kleinste Geräusch. Die Instrumente haben sich aber nach einschalten der Zündposition wie üblich bewegt.
    Diesen Startvorgang habe ich dann mehrere Male wiederholt, d.h. per Schlüssel ausgeschaltet, wieder auf Zündposition und den Starter gedrückt.
    Nach ca. dem 5./6.mal gab es dann doch ein Geräusch aus Richtung Anlasser, klang aber nicht "vollständig". Daraufhin habe ich weitere Versuche gemacht und - wie soll ich's sagen - jedes Mal hörte es sich irgendwie richtiger an, bis der Motor dann auf einmal lief (nach insgesamt 10 bis 12 Versuchen.
    Ist der Roller dann nach der Fahrt warm gefahren springt er auch direkt wieder an.

    Ich dachte zunächst das läge vielleicht an den hohen Temperaturen, die während der Standzeit geherrscht haben, leider tritt das jetzt aber andauernd auf, auch wo es inzwischen nicht mehr so warm ist.
    In dem Zusammenhang ist mir aufgefallen, dass der Starter absolut nicht "orgelt". Er macht geschätzte 5 Umdrehungen und geht dann aus, auch wenn der Motor bis dahin nicht angesprungen ist und ich den Starterknopf weiter gedrückt halte...

    Was kann das sein?
    Kommt jemandem das Phänomen bekannt vor?


    Viele Grüße

    Axel

  2. #2
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    Möglicherweise ist die Batterie platt. Je nachdem, ob die vor der Standzeit schon angeschossen war, können 2 Wochen da den Unterschied machen, was die Spannung angeht. Schon mal versucht, wie es ist, wenn Du mit einem Starthilfekabel dran gehst (Vorausgesetzt, Dein Roller hat ein 12 Volt Bordsystem) ?

    Ansonsten könnte man auch so mal die Batterie extern laden, auch wenn's mit so einem billigen Kleinst - Ladegerät von Aldi ist. Wenn sie danach wieder spritzig startet, gibt es in meinen Augen 3 Verdächtige: Batterie, Laderegler, Lichtmaschine. Wenn sie fährt, wenn sie erst mal an ist, sehe ich in meiner Glaskugel an erster Stelle die Batterie.
    Wenn's nicht so wär wie's ist, wär's anders.

  3. #3
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    Danke für den Tipp.
    Ich werde die Batterie einfach einmal aufladen.

    Weil aber erst letzten Jahr im Oktober eine neue Batterie eingebaut wurde (zumindest war der Kaufbeleg beim Rollerkauf dabei...) hatte ich das ausgeschlossen und auch weil auf "kein Geräusch" schrittweise mehr passiert ist, bis das Ding dann lief.
    Bei leerer/schwacher Batterie hätte ich die umgekehrte Reihenfolge erwartet, zwar auch ohne Anspringen aber doch eher mit "kein Geräusch" zum Schluss :-)

    Andererseits habe ich ein Ladegerät und der Aufwand hält sich sehr in Grenzen und beim letzten Versuch vor ca. einer Stunde ist sie gar nicht mehr angesprungen.

  4. #4
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    Wenn es an der Batterie liegt, dann eher an der Sulfatierung der Bleiplatten, anders kann ich mir nicht vorstellen, dass er vorher beim Starten sich langsam dreht und später schnell. Allerdings wäre ein Ladegerät die eine Entsulfatierungsmaßnahme hat hilfreich, heißt normalerweise 'Refreschen'. Dabei wird die Spannung so leicht erhöht, dass die Batterie kurzzeitig und kontrolliert zu gasen anfängt und damit wird die Sulfatschicht von den Bleiplatten abgetragen.
    Gut wäre ein Belastungstest der Batterie, also beim Starten oder wenn das Licht leuchtet zu schauen wie die Spannung absinkt.
    Es kann aber auch ein Kontaktfehler sein, denn wenn er vorher gar nichts macht deutet das eher darauf hin.
    Sollte es nochmals vorkommen dann eher den Startstromkreis überbrücken. Damit musst du auch die Bremse nicht ziehen und siehst ob er etwas macht. Wenn ja dann ist es eher ein Kabel- oder Kontaktproblem.
    LG
    Geändert von EddieFZ1 (04.07.2019 um 10:21 Uhr)

  5. #5
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    Moin zusammen.
    Über Nacht hatte ich die Batterie ausgebaut und ans Ladegerät gehängt.
    Wie gesagt, wegen des Alters der Batterie hatte ich ja nicht daran gedacht...
    Tatsache ist, dass der Motor mit der frisch geladenen Batterie sofort angesprungen ist - ja, ein bisschen peinlich ist's schon.

    Was eine mögliche Sulfatierung betrifft so habe ich keinen Schimmer wie wahrscheinlich das ist.
    Mit meinem recht schlichten Ladegerät hat die Übung jetzt zum Glück einfach und direkt funktioniert. Das ist gut, denn meine "Schrauber-Erfahrung" ist sehr begrenzt. D.h. ich hätte nicht gewusst wie ich den Startstromkreises überbrücken kann...

    Vielen Dank auf jeden Fall für die schnellen Rückmeldungen und die dadurch schnelle Hilfe zur Lösung der Schwierigkeit!

    Grüße

    Axel

  6. #6
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    Problematisch wirds erst wenn das recht flott wieder passiert obwohl er nicht lange steht. Dann kanns die Batterie sein oder die Ladeelektronik, bzw. ein Verbraucher der entlädt wenn er aus ist.
    Wenn du kritisiert wirst dann musst du irgend etwas richtig machen, denn man greift nur denjenigen an der den Ball hat!

  7. #7
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    Zitat Zitat von Axel65 Beitrag anzeigen
    Moin zusammen.
    Über Nacht hatte ich die Batterie ausgebaut und ans Ladegerät gehängt.
    Wie gesagt, wegen des Alters der Batterie hatte ich ja nicht daran gedacht...
    Tatsache ist, dass der Motor mit der frisch geladenen Batterie sofort angesprungen ist - ja, ein bisschen peinlich ist's schon.

    Was eine mögliche Sulfatierung betrifft so habe ich keinen Schimmer wie wahrscheinlich das ist.
    Mit meinem recht schlichten Ladegerät hat die Übung jetzt zum Glück einfach und direkt funktioniert. Das ist gut, denn meine "Schrauber-Erfahrung" ist sehr begrenzt. D.h. ich hätte nicht gewusst wie ich den Startstromkreises überbrücken kann...

    Vielen Dank auf jeden Fall für die schnellen Rückmeldungen und die dadurch schnelle Hilfe zur Lösung der Schwierigkeit!

    Grüße

    Axel
    Eine Sulfatierung einer Batterie tritt mit den Jahren auf und ist das Resultat des ständigen Ent- und Aufladens. Damit wird die Bleiplatte mit einer Schicht überzogen, die eine Elektronenwanderung vom Elektrolyt zur Platte erschwert.
    Bezüglich der Zeit kommt es auf die Ladezyklen an, auf die Temperaturen die die Batterie ausgesetzt ist, und wie sie geplegt wurde.

    Die beste Abhilfe schafft ein Ladegerät mit Refresch-Funktion. Diese kann man zwischen 2-4 Mal im Jahr machen. Soll heißen, egal ob die Batterie leer oder voll geladen ist, man stellt das Ladegerät darauf ein und lässt es zuerst laden und dann refreschen, so halten Batterien oft bis zu 10 Jahre oder sogar länger. Diese Funktion belebt die Batterie wieder und entfernt diese Sulfatschicht, damit die Elektronen wieder 'ungehindert wandern' können.

    LG
    Geändert von EddieFZ1 (04.07.2019 um 10:31 Uhr)

  8. #8
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    Naja, lass es mal auf Dich wirken.
    Wenn er jetzt zuverlässig anspringt, ist ja erstmal alles gut.
    Batterien können sich auch innerhalb weniger Monate oder gar Wochen verabschieden. Wenn man sie über den Winter eingebaut lässt und kein Erhaltungsladegerät dran hängt, stirbt eine Batterie schnell.
    Ich bau die bei meinen Maschinen immer aus. Vergaser wird auch abgelassen, also ich lass das Benzin rausfließen mit der Ablasschraube.
    Wenn Dein Roller Einspritzung hat, geht das vermutlich da nicht.
    Wenn's nicht so wär wie's ist, wär's anders.

  9. #9
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    Bei mir war's dieses Jahr (an einem ganz anderen Fahrzeug) auch so. Ich habe nie rausgekriegt, woran es lag. Recht gute Batterie eingebaut August 2018, Winterpause (nicht wirklich), immer mal an Tröpfel-Ladungserhalte-Gerät gehängt, bis dessen Licht ausging, im Februar zur Überholung in die Werkstatt, 3Wo. gewartet auf Teile bzw. dass der Kerl endlich den A... hochkriegt, abgeholt und da war schon der Scheinwerfer ausgeschaltet. Startet mühsam, zuhause anderntags bei inzwischen eingeschaltetem Licht nur ein "Klack" statt des Starts.
    D.h. die Werkstatt hatte auch schon Schwierigkeiten und dann schlau das Licht ausgeschaltet, sind ja, glaube ich, 60-80 Watt und damit 5 Ampere oder mehr. Übergeben hatte mir die Maschine die Frau vom Inhaber, hübsch blond aber ahnungslos. Er hätte vielleicht was gesagt.
    Besseres Ladegerät gekauft, wahrscheinlich unnötig aber billig (Dunlop um 17 Euro). Ich denke, unter Umständen, bei Deiner wie bei meiner Maschine, sinkt die Spannung nach längerer Ladepause so ab, dass der Anlasser versagt, auch bei guter Batterie. Ich hatte das schon einmal kurz nach dem Kauf, mit der originalen Batterie (also die Maschine hatte dann wohl auch was gestanden).
    Nach beiden Vorfällen, d.h. nach dem ersten Versagen etliche Jahre lang, ohne daß es wieder vorkam, absolut zuverlässiger Betrieb. Vollgeladen und laufend in Betrieb (ich hab' kein Auto, das Motorrad war also dauernd im Einsatz) nie wieder ein Problem im Anspringen.
    Geändert von rollermachtspass (05.07.2019 um 21:36 Uhr)

  10. #10
    Neuer Benutzer Avatar von Robertcbf
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    Ich würde Euch eine Ladeampel zB von CTEk empfehlen. Batteriespannungen unter 12,5V sind dauerhaft schädlich für die Kapazität.
    CBF 1000 F und Sh 150i

  11. #11
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    Zitat Zitat von trotzdem Beitrag anzeigen
    Naja, lass es mal auf Dich wirken.
    Wenn er jetzt zuverlässig anspringt, ist ja erstmal alles gut.
    Batterien können sich auch innerhalb weniger Monate oder gar Wochen verabschieden. Wenn man sie über den Winter eingebaut lässt und kein Erhaltungsladegerät dran hängt, stirbt eine Batterie schnell.
    Leider hatte ich nur wenig Zeit es auf mich wirken zu lassen.
    Schon ~1,5 Wochen später wieder das gleiche Thema. Sprich: Zuverlässiges Anspringen ist schon wenige Tage nach der letzten Ladung nicht mehr im Programm.
    Ich schließe daraus, dass die Batterie platt ist - wie auch immer das geschehen konnte. In den nächsten Tagen werde ich wohl oder übel eine neue einbauen und das Ganze dann beobachten.
    Möchte mit dem Roller demnächst - und auch in Zukunft öfter mal - mehrere Tage wegfahren. Da habe ich keine Lust auf solche Ausfälle...

  12. #12
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    Klingt nach einer sinnvollen Sache so eine Ladeampel. Habe ich tatsächlich bisher noch nicht von gehört - insoweit vielen Dank!
    Ein bisschen schade, dass die dazu passenden Ladegeräte recht hochpreisig sind.
    Ich werde mir jetzt erst einmal ansehen, wie der "Spaß" bei mir mit der neuen Batterie weitergeht.

  13. #13
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    Einfach eine neue Batterie für 50.-€ und gut ist es.

    Eine Batterie kann von jetzt auf gleich kaputt gehen.

    Bei meinem Sh300 letztens:
    Zur Metzgerei gefahren, keine Auffälligkeiten. Als ich rauskam und wieder losfahren wollte - nüscht...
    Batterie zusammengefallen.
    Neue gekauft und vor der Metzgerei wieder eingebaut.
    Sh300 läuft wieder als sei nichts geschehen.

    Grüßle

    cs200peter

  14. #14
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    Nicht wegschmeissen, erst Regler prüfen.
    Standzeitgeschädigte Batterien können übrigens nach meiner unfachmännischen, eigenen Erfahrung, einmal mit einer 10 Jahre alten sehr guten Varta, einmal mit einer ca. sechsmonatigen guten (irgend 'ne versiegelte mit flüssiger Säure), übrigens auch "heilen".
    Tiefentladene bleiben hingegen immer etwas zweifelhaft.

  15. #15
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    Bau doch mal sowas an Dein Gerät:

    https://www.ebay.de/itm/DC-12V-Digit...1aRkZhPrfcx6KQ

    Da hast Du dann in Echtzeit die Spannungsverhältnisse an Deiner Batterie. Musst nur Plus an Plus anklemmen und Minus an Minus.

    Nur für den Fall, dass es die LiMa oder der Spannungsregler ist.
    Wenn's nicht so wär wie's ist, wär's anders.

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