Honda CB 200 Bj. 77 Fehlersuche

  • Hallo,


    ich bin der Steffen und bin neu hier im Forum. Seid erstmal alle gegrüßt :lecker:


    Ich habe ein kleines Problem mit meiner kleinen Honda und hoffe ihr könnt mir dabei helfen.


    Vorab was ich bisher alles gemacht habe :


    - Tank komplett sauber, neuer Benzinhahn, neue Benzinschläuche, neuer Sprit

    - Vergaserreparatursätze verbaut, Vergaser Ultraschallbad und mit Druckluft öfters durchgeblasen, Vergaser Grundeinstellung vorgenommen

    - Ein und Auslassventile gecheckt und eingstellt

    - Kompression gemessen (ohne Gasgeben etc...ca 7 Bar beide) Könnten bei genauer Messung auch mehr sein.

    - Zündung nach Vorgaben kontrolliert und eingestellt, neue Zündkerzen, beiseitiger sehr guter Zündfunken vorhanden


    Ich hab das ganze Moped wieder zusammengebaut und das Teil springt sofort an und läuft. Kurze Runde (200m gefahren). Das Fahrzeug steht 2 Tage und springt nichtmehr an, Auch mit Startspray macht sie keine anstalten anspringen zu wollen. Zündkerzen scheinen irgendwie nass zu sein.


    Vergaser wieder herausgebaut, alles zerlegt und kontrolliert. Soweit alles OK. Vergaser werden wieder eingebaut, sie springt sofort an :mad:. Das gleiche Spiel, sie steht ein paar Tage und springt wieder nicht an. Jetzt scheint sie aber auch überhaupt nichtmehr zu wollen. Obwohl ich die Vergaser wieder zerlegt habe, will sie einfach nicht anspringen.


    Mit scheint als würde die Kiste richtig absaufen. Es riecht auch ziemlich stark nach Benzin. Trotzdem ergibt das für mich irgendwie alles keinen Sinn, vorallem wenn ich die Vergaser ausbaue und sie danach wieder läuft.


    Vielleicht hat ja jemand ne Idee was ich nun tun soll.


    Vielen Dank

  • Sind die Schwimmer dicht?

    7bar ist wenig.

    200m fahren ist natürlich nur sehr wenig. Da wird ja nichts mal warm.

  • Das Motorrad säuft schneller ab als es anspringt. Beim ersten mal gleich etwas Bremsenreiniger in den Ansaugtrakt. Das moderne Benzin gast in den alten Vergasern schon nach 2 Tagen seine zündfreudigen Bestandteile aus. Choke nur kurz oder gar nicht verwenden. Muss man probieren wie sie am besten anspringt. Bei den Boldors muss man es auch "richtig" machen, sonst saufen sie auch ab und springen niemals an.

  • Hallo doctherock,

    erst mal herzlich willkommen und her mit den Problemen.

    Sind die Schwimmer dicht?

    7bar ist wenig.

    Ich denke, was Jürgen geschrieben hat ist erst mal Prio 1. Wenn die CB nicht anspringt nach zwei Tagen und erst wenn der Vergaser ausgebaut wurde, dann ist der Fokus auf dem Schwimmerstand. Wenn dieser zu hoch ist läuft Benzin in den Einlass und unter umständen auch in den Verbrennungsraum. Dann geht erst mal nichts mehr. Einfach die Vergaser ausbauen und am offenen Benzinhahn überprüfen, ob die Schwimmernadeln dicht machen, sprich ob aus der Hauptdüse Benzin raus läuft. Oder den Schwimmerstand mal über zwei Tage kontrollieren. Benzinhahn zu machen und schauen, ob dieser Dicht ist. Wenn der Benzinhahn nicht richtig zu macht, steigt der Schwimmerdstand über die Zeit immer an.

    Den zweiten Punkt von Jürgen auch noch mal prüfen. Kompression genauer messen. Eigentlich bei warmem Motor (wenn Sie nicht anspringt ist das natürlich Blödsinn, weil geht nicht) und Vollgasstellung mit aufgeladener Batterie. Sieben hört sich nicht gut an und ist schon sehr niedrig.

    Grüße heiha

    RD350YPVS 31k --> 07/1988 - 05/1991 | GPZ900R A1 --> 05/1991 - 08/1997 | VTR1000F --> seit 09/2014 | CB250G '75 --> seit 03/2018

  • kompression immer mit vollgasstellung (ohne beide kerzen:oops: ) oder komplett ohne vergaser messen, sonst erhaelt man keinen realistischen wert.

    was war bei dem reparatursatz fuer die vergaser alles dabei?

    hast du diese teile mit den originalen verglichen ?

    mfg hermann

  • Benzinhahn hatte ich über die Tage hin offen. Dachte das wäre kein Problem. (Der ist auch komplett neu) Vergaserreparatursatz ist aus der Bucht, der Standgasdüse, Hauptdüse, Düsennadel, Gemischschraube, Schwimmerkammerventil-Satz und Kammerdichtung beeinhaltet. Im Grunde genommen alles neu, daher bin ich doch verwundert, dass mir das Mopped so absäuft.


    Werde nun morgen nochmal die Vergaser ausbauen und schaun was Sache ist. Wie Hondaschlumpf schon geschrieben hat, glaube ich mittlerweile auch, dass der Sprit nach ein paar Tagen schon ausgegast ist und nun die nicht entzündbare Suppe herumschwimmt. Habs aber auch wie gesagt mit ner ordentlichen Ladung Bremsenreininger Versucht zu starten, leider auch kein Erfolg.

  • Obwohl ich das Phänomen bei meiner 250er auch habe, glaube ich da nicht so recht dran. Ich fahre sie immer bis fast zum Ende leer, indem ich den Benzinhahn schon weit vor dem Heimathafen schließe. Trotzdem springt sie nach 2 Wochen schlecht an.

    Ich habe mal ne BMW aus ner Scheune nach 4 Jahren Standzeit mit entsprechenden Sommertemperaturen gezogen, neue Batterie rein und sie lief. Die soll dann mit Schweröl laufen?

    Auch meine CB400N, die dieses Phänomen durchaus auch zeigte, sprang am Tage des Verkaufes (mal schauen, ob sie überhaupt noch kommt) nach Monaten Standzeit sofort an.


    Du solltest auch schauen, ob die Schwimmer undicht sind, indem du sie in heißes Wasser tunkst. Die hast du nicht gewechselt.

  • Probiers halt einfach mal bevor Du wieder dir Vergaser ausbaust:

    Hahn zu und den Sprit in den Schwimmerkammern ablassen ( denke die Schrauben dafür gibst auch an ner CB 200)

    Dann Hahn wieder auf und mit dem dann frischen Sprit wieder probieren. ( falls die Kerzen von vorher schon bass waren das nat. zuerst probieren)


    Ich mache jetzt bei meiner Boldor den Hahn schon ca 500 m vor Ende der Fahrt zu.

    Falls ich das vergessen habe, - dann wie beschrieben. Bin früher teilweise Sonntags gefahren damit sie Montags zur Arbeit lief. etc.

    Nach nem Urlaub oder so war es immer selbst mit Starthilfe ein Drama - heute leere ich die Schwimmerkammern, und sie läuft sofort auf allen Zylinder... hab mich aber vorher Jahre geärgert .

    Wenn die Schwimmer undicht wären müsste es eigentlich ( besonders wenn Du den Hahn auflässt) aus den Überläufen kommen.

    -Was ich allerdings nicht weis ob die 200er auch einen Unterdruckhahn vorgeschaltet hat?? Denn den hab ich ausgebaut, sonst laufen die Kammern nicht wieder ( ohne Orgeln ) voll.

  • Sprich das wars. Cool: Honda-Board da werden Sie geholfen!!!

    Wäre ich nicht drauf gekommen..... :-(

    RD350YPVS 31k --> 07/1988 - 05/1991 | GPZ900R A1 --> 05/1991 - 08/1997 | VTR1000F --> seit 09/2014 | CB250G '75 --> seit 03/2018

  • Moin nochmal,


    also ich muss den Thread leider nochmal ausgraben. Nachdem ich vorgestern endlich mal etwas länger fahren konnte, scheint es doch noch Probleme zu geben.


    Mopped springt an und läuft auch auf beiden pötten, zumindest werden die Krümmer heiss.

    Sie schafft aber nicht mehr als 6-7000 u/min. Bei Vollgas scheint sie mit der Leistung richtig einzubrechen. Dumpfes Ansauggeräusch und sehr stakres Ruckeln.

    Batterie lädt leider auch nicht, aber das ist ein anderes Problem.


    Standgas dachte ich, dass ich das im Griff habe. Leider auch getäuscht. Sobald sie warm ist, tourt sie auf 4-5000 Umdrehungen hoch und will nichtmehr runter. Erst mit dem herumspielen der Standgasschraube scheint sie sich wieder zu fangen. In der scharfen Linkskurve habe ich bemerkt, läuft über den Überlauf beim linken Vergaser jede Menge sprit raus.


    Vergaser hatte ich nun das 5x mal draußen, scheint aber immernoch alles OK. Hauptdüsen sind Serie 88er verbaut, Düsennadel in der Mitte. Gemischschraube nach Hersteller

    1 1/4 herausgeschraubt. Bin auch schon mit offenem Tankdeckel gefahren um die Entlüftung auszuschließen. Kerzenbild nach 20km die ersten 3 Windungen beider Kerzen Rußschwarz.


    Vielleicht erbarmt sich von euch ja nochmal jemand und hilft mir mit Tips. Danke!

  • Ferndiagnosen sind immer schwierig, folgendes könnte aber zutreffen:

    Der Motor ersäuft bei Vollast, weil der Benzinstand zu hoch ist. Ein Hinweis darauf ist der überlaufende Vergaser bei Schräglage nach links, denn das

    Überlauf-Röhrchen ist links vom Düsenstock. Also zuerst prüfen, ob der Schwimmer tatsächlich dicht ist. Wenn man ihn in heißes Wasser taucht,

    dürfen keine Blasen aufsteigen, auch nach 2-3 Minuten nicht. Wenn man den Vergaser den Vergaser auf den kopf-seitigen Flansch bzw. Stutzen

    stellt, kann man gut beobachten, wann die Zunge des Schwimmers am Kegel des Schwimmerventils anliegt. Das Maß für den Schwimmerstand

    ist nun der Abstand der Schwimmer-Unterkante zur Dichtfläche.

    Ob die Batteriespannung bei hohen Drehzahlen ausreicht um einen ordentlichen Funken zu erzeugen, ist auch nicht sicher.

    Das Standgasproblem könnte von zu wenig Spiel im Gaszug kommen, auch ein hakender Verteiler ist denkbar. Aber auch ein eingeschlagener

    Sitz der Anschlagschraube im Schieber kommt in Frage.

  • Servus,


    Schwimmer sind dicht. Einen habe ich getauscht weil dieser undicht war. Batterie war zum Schluss meiner Fahrt leer. Ich habe irgendwo gelesen, dass die Honda eine Batteriezündung hat. Ist dort der Hund begraben, da er evtl. ab einer bestimmten Drehzahl mit leeren Batterie nichtmehr klarkommt oder müsste sich das dann über das ganze Drehzahlband bemerkbar machen? Wie gesagt bis 6000 U/min läuft sie ganz ordentlich