Wechsel vom E-Roller zum Verbrenner

  • Entschuldigung, wenn ich die "falschen" Interessen habe.


    Vuk

  • Finde es auch arg übertrieben bei so einem Spatzen Verbrauch, würde gerne mal wissen wie man bei der Forza 350 4 Liter Verbrauch hinbekommt ?

    Geht ja nur mit Vollgas Fahrten überwiegend, meine 750 Forza fahre ich mit 4 Litern im Durchschnitt wobei viele Stadtfahrten dabei sind.


    Achte doch nicht beim Roller fahren auf den Verbrauch ob 0,3 oder 0,5 Liter weniger oder mehr lustig.

  • Ich denke, wenn der Spritpreis am Ende dieses Jahrzehnts zwischen 2,50 und 3 Euro reichen wird, werden auch die Kommentare weniger, in denen über die Spritdiskussion gemeckert wird, weil das doch egal wäre, was so ein Zweirad verbraucht. Ich fand es bereits gestern nicht egal.


    Was weitere Leistungsspitzen angeht, hat der klassische Verbrenner seit Paris 2015 ja ein Ablaufdatum.

    Die EU-Kommission hat nun 2035 als Verkaufsstopp angepeilt, was bei den gesetzten Zielen bis 2045 schon recht spät ist. Da werden Krafträder nicht grundsätzlich von ausgenommen werden.

    Also: Wir haben realistisch noch rund zehn Jahre neue, fossile Verbrenner vor uns, bevor ein Neukauf kaum noch lohnt; ob da überhaupt noch viele Euronormen oder Motorengenerationen kommen, wage ich zu bezweifeln. Die Dinger, die heute zu kaufen sind, sind topp. Besser wird es eher nicht mehr.


    ralfr: Du wohnst in Bayern. In Bayern kenne ich mich nicht gut aus, aber meine Erfahrung aus Bayern: Regelgeschwindigkeit ist da oft noch 100 auf Landstraßen. Sogar bei Einmündungen! Bitte korrigiere mich, falls es da anders ist.

    Das Berliner Umland kenne ich sehr gut. Tempoeinschränkungen sind allgegenwärtig, es geht idR flach geradeaus, die Besiedlung im Speckgürtel ist meist recht dicht und auseinandergezogen.

    Da fahren alle eben das bescheidene Tempo und überholen nicht.

    Wobei ich die Relation vom TE nicht kenne, aber ohne weitere Infos würde ich davon ausgehen, dass er weder mit einer 125er, einer 350er oder gar 750er überhaupt je im Gegenverkehr überholen würde beim Pendeln. Es ist schlicht unnötig, alle fahren gleich schnell und meist kolonnenartig.


    Hingegen ist der Komfort durch leichtere Triebsatzschwinge hinten, durch ausgehenden Motor im Stand (manchmal steht man mehr als man fährt), durch weniger Abwärme (gerade in Hitzesommern wie diesem wieder hier), die Handhabung durch einfacheres Rangieren, durch leichteres Durchschlängeln nicht zu verachten.


    In Bayern würde ich irgendwas mit Power nehmen, allein schon für Touren ins nahe Hochgebirge, in Berlin/BB einen 150er SH. Zwischen kleinem SH und Forza sind Welten in der Handlichkeit und auch die Federung hinten habe ich mit dem Forza deutlich stoßiger empfunden.


    Aber man kann lange rumsülzen wie ich hier - so lange keine Probefahrt gemacht wird, bringt das nichts. Wenigstens: Wo sitzt man bequemer? Wie empfindet man den genialen Stauraum des Forza? Ist einem Power doch wichtig, auch für einen flotten Zwischensprint innerorts? Will man eine nachhaltige Entscheidung und nicht in einem Jahr wieder was anderes fahren, dann ist eine Probefahrt unersetzlich.

  • ralfr: Du wohnst in Bayern. In Bayern kenne ich mich nicht gut aus, aber meine Erfahrung aus Bayern: Regelgeschwindigkeit ist da oft noch 100 auf Landstraßen. Sogar bei Einmündungen! Bitte korrigiere mich, falls es da anders ist.

    Wie kommst du drauf das vor Einmündungen bei uns in Bayern keine Beschränkungen herrschen :gruebelx: , meinst du in Bayern gbts freie Bahn für D-Zugtempo überall :groel:.


    Fossile Brennstoffe sind vermutlich noch für über 2-300 Jahre auf der Erde vorhanden. Die Spritpreise werden insofern fast ausschliesslich diktiert aber der Weg davon wegzukommen ist ja nicht unbedingt verkehrt. Man kann sicherlich jetzt noch Verbrenner kaufen und bis an deren Lebensende fahren, aber klar ... die Spritpreise werden immer weiter künstlich hochgesetzt bis man irgendwann gezwungen ist umzusteigen. Mit dem Tempo wie der E-Ausbau jedoch voran geht sind die gesetzten Ziele, wie fast immer, sowieso nicht einzuhalten.

    Theorie ist, wenn man alles weiß, aber nichts funktioniert. Praxis ist, wenn alles funktioniert, aber keiner weiß warum.
    Schlimm wird es dann, wenn Theorie und Praxis sich vereinen: Nichts funktioniert, und keiner weiß warum.

  • Finde es auch arg übertrieben bei so einem Spatzen Verbrauch, würde gerne mal wissen wie man bei der Forza 350 4 Liter Verbrauch hinbekommt ?

    Geht ja nur mit Vollgas Fahrten überwiegend, meine 750 Forza fahre ich mit 4 Litern im Durchschnitt wobei viele Stadtfahrten dabei sind.


    Achte doch nicht beim Roller fahren auf den Verbrauch ob 0,3 oder 0,5 Liter weniger oder mehr lustig.

    Ich finde das kommt immer darauf an. Bei mir ist der Roller die „Kilometerschlampe“ zum Pendeln zur Arbeit. Und da finde ich es schon schön wenn der Verbrauch sich in Grenzen hält. Und ich achte da auch etwas auf meinen Fahrstil/Verbrauch. Bei meiner CB, die als reines Spassgerät da ist, ist mir das auch eher egal. Aber auch da komme ich auf anständige Verbrauchswerte da ich nicht der Raser sondern Blümchenpflücker bin.

    Ich finde den Unterschied von der 125er zur 350er vom Verbrauch her schon recht deutlich. Ist zwar nur ca. 1 Liter. Aber das ist runde 40% mehr. Finde ich schon relativ viel, insbesondere auch im Vergleich zu den 750er Modellen mit der doppelten Leistung die dann im Vergleich nur wenig mehr Sprit als die 350er nehmen.


    So sind die Ansprüche von jedem unterschiedlich. Ich finde sowas kann man offen und ehrlich kommunizieren, wenn etwas auffällt. Aber ich bin trotzdem sehr zufrieden mit meiner Wahl und der 350er Forza.

    Ärgere dich nicht, ärgere andere!

  • Wie kommst du drauf das vor Einmündungen bei uns in Bayern keine Beschränkungen herrschen :gruebelx: , meinst du in Bayern gbts freie Bahn für D-Zugtempo überall :groel:.

    Nicht ganz. Aber Unterschiede sind erkennbar. Wenn du mich so fragst, eigene Erfahrungen. Bayern betreibt erkennbar eine deutlich autogerechtere Politik als Brandenburg, wo man sich eher an die Richtlinien hält, bspw. bei Straßen mit Baumbestand oder bei Einmündungen. Im Einzelfall natürlich kreisabhängig.


    Tempo 100 ist in Bayern genauso normal wie auf Autobahnen Richttempo 130, das ist in Brandenburg etwas anders, da hat man bspw. anstatt im Bundesschnitt auf 30% gar auf 43% Tempobegrenzung. Baustellen on top, deshalb immer mehr als 50% reglementiert.


    Laut radarfalle.de 199 Temporadarkontrollanlagen in Brandenburg und 46 in Bayern bei 5-facher Bevölkerung, 6-fachen Autobestand und mehr als doppelter Fläche. Nehmen wir den Autobestand, also mehr als die 25fache Dichte an stationären Tempoblitzern in Brandenburg.

    Keinen Unterschied? Wirklich?

    Dazu gute Fahrbahnen, wenig Baumbestand und ein modernerer Fuhrpark - da fahre ich zumindest in einem anderen Tempofenster als im heimischen Brandenburg, speziell im Speckgürtel Berlins.


    Und, chefffe: Wie sind denn deine Moppederfahrungen hier in Brandenburg? Da bin ich aber gespannt.


    Was ich sagen will: Man muss immer die Parameter bedenken, die in eine Entscheidung einfließt. Wo genau und wie schnell der TE fährt, hat er noch gar nicht erwähnt und die Straßenkategorie allein sagt nichts darüber aus, ob bspw. überholt wird oder nicht.

  • Sagens wir mal so ... wer "regiert" der bestimmt den Wahnsinn. In Berlin ists auch nach meiner Erfahrung (nur mal ne Woche vor einigen Jahren) spürbar unlustiger als bei uns aber falls Merkel noch weiter geht und den Föderalismus komplett abschafft dürfen alle leiden ...


    Deine Behauptung war aber die Tempoabsenkung vor Einmündungen und die haben wir hier natürlich auch so gut wie überall.

    Theorie ist, wenn man alles weiß, aber nichts funktioniert. Praxis ist, wenn alles funktioniert, aber keiner weiß warum.
    Schlimm wird es dann, wenn Theorie und Praxis sich vereinen: Nichts funktioniert, und keiner weiß warum.

  • Ich finde das kommt immer darauf an. Bei mir ist der Roller die „Kilometerschlampe“ zum Pendeln zur Arbeit. Und da finde ich es schon schön wenn der Verbrauch sich in Grenzen hält. Und ich achte da auch etwas auf meinen Fahrstil/Verbrauch. Bei meiner CB, die als reines Spassgerät da ist, ist mir das auch eher egal. Aber auch da komme ich auf anständige Verbrauchswerte da ich nicht der Raser sondern Blümchenpflücker bin.

    Ich finde den Unterschied von der 125er zur 350er vom Verbrauch her schon recht deutlich. Ist zwar nur ca. 1 Liter. Aber das ist runde 40% mehr. Finde ich schon relativ viel, insbesondere auch im Vergleich zu den 750er Modellen mit der doppelten Leistung die dann im Vergleich nur wenig mehr Sprit als die 350er nehmen.


    So sind die Ansprüche von jedem unterschiedlich. Ich finde sowas kann man offen und ehrlich kommunizieren, wenn etwas auffällt. Aber ich bin trotzdem sehr zufrieden mit meiner Wahl und der 350er Forza.

    Da bin sowas von bei dabei.


    Ich fahre ja meinen Roller auch als "Kilometerschlampe" und da würde sich für mich wirklich die Frage stellen, ob die natürlich sehr angenehme Mehrleistung eines 300er oder 350er Rollers den Mehrverbrauch wirklich rechtfertigen würde.


    Auf meinen Stammstrecken geht es auch mit 125 ccm gut, einzig beim Überholen wäre mehr Kraft sinnvoll einsetzbar. Andererseits kostet mich ein "Trödler" auf der Landstraße vielleicht 2 Minuten...Ob es dass dann wirklich bringen würde?


    Habe das gerade durch. Bin mit dem Motorrad aus Bayern nach Hause. Auf der 85 in Richtung Weiden habe ich einen LKW überholt und bin mit ca. 120km/h auf der Landstraße gefahren, der LKW wohl mit 85-90km/h. Ca.10 Minuten später stand ich an einer Baustelle mit Ampelregelung. Und als diese Grün wurde, war der LKW schon wieder hinter mir. So wäre mir das mit 300 oder 350ccm auch gegangen, allerdings zu höheren Kosten..


    Selbst wenn der Roller ein reines Spaßgerät wäre, würde ich mir irgendwann diese Spaßtouren überlegen, wenn der Spritpreis weiter steigt.


    Passiert mir jetzt schon gelegentlich, weil ich mit dem Roller halt die doppelte Strecke zum gleichen Kurs zurücklegen kann im Verhältnis zum Motorrad.

    Dann sitze ich plötzlich auf dem Roller...und fahre eben langsamer...aber auch weiter...:)

  • Ich halte ja den SH150 für deine Bedürfnisse für topp, der fährt sich wie der 125er, nur eben flotter…

    Ich werde eine Probefahrt machen, der 150er hört sich vernünftig an und würde für meine Anforderungen reichen und vom handling wäre er sicher ähnlich.


    Ich sehe es ja mit meinen E-Roller ja auch so, der schafft nur echte 90km/h, wenn es schnell wird wollen sie mich alle überholen, aber spätestens an der nächsten Ampel sind dann doch wieder alle beisammen, außer man fährt wie Sau.

  • Der 150er ist eigentlich die intelligenteste SH...


    Mehr Leistung als der 125er aber nicht wirklich teurer, auch vom Verbrauch nicht. Und dabei genauso handlich wie die 125er.

  • Der 150er ist eigentlich die intelligenteste SH...

    das kann stimmen, muss aber nicht richtig sein

    mittlerweile kenne ich alle 3 Varianten (partiell jahrelang) - ich würde immer noch den 350er nehmen.


    Universeller ist keiner und in Sachen Fahrleistung den anderen SH Varianten sehr deutlich voraus + dabei noch akzeptables Fahrzeuggewicht


    150er anstatt 125 ? Sofern Fahrerlaubnis vorhanden - sehr empfehlenswert

    Außerorts mit "Halbgas" locker auf 100 zu bringen + noch einiges an Reserve. Meiner Meinung nach so gut / souverän wie man sich den 125er wünschen würde